Gewinner in der Kategorie Architektur ist das Büro PICHarchitects Pich-Aguilera & 2BMFG Arquitectes mit seiner durchlässigen Keramikhülle für ein Forschungszentrum. Foto: Tile of Spain/Aldo Amoretti

Tile of Spain Architecture Award: Das sind die Gewinner 2019

In drei Kategorien konnten Profis und Studierende erneut zeigen, wie vielfältig spanische Fliesen sind

In der Hauptkategorie Architektur überzeugte das Büro PICHarchitects Pich-Aguilera & 2BMFG Arquitectes mit einer durchlässigen Keramikhülle für das Forschungszentrum des Krankenhauses Santa Creu & Sant Pau in Barcelona die hochkarätige Jury. Der erste Preis in der Kategorie Innenarchitektur ging an José María Sánchez García für ein Projekt für die Wartebereiche eines Busbahnhofs in Badajoz. Hierbei überzeugte die Tatsache, dass es gerade Keramikfliesen gelingt, alle Anforderungen an im öffentlichen Raum verwendete Beläge zu erfüllen. Die Jury entschied außerdem, besondere Auszeichnungen zu vergeben. In der Kategorie der Abschlussarbeiten vergab die Jury einen ersten Preis und zwei besondere Erwähnungen. Der erste Preis ging an „Memento Mori. Die Gegenwart einer Abwesenheit“ von Óscar Cruz García von der Schule für Architektur in Madrid.

Kategorie Architektur

Als eine visuelle Verbindung zwischen innen und außen mit einem Chamäleonartigen Erscheinungsbild – so stellte sich die Fassade des Forschungszentrums der Jury vor. Letztere hob die innovative Verwendung des durchlässigen Keramikmaterials hervor. Ebenso seine Fähigkeit, sich in einen Teil der Umgebung einzufügen sowie den Kontext, in dem es verwendet wurde. Eine besondere Erwähnung gibt es für „Courtyard of the Brave & the New Parents’ Room“ von Elisa Valero. Die Jury lobte die überraschende Anwendung keramischer Fliesen sowie den Einfallsreichtum und die Sparsamkeit der Mittel.

Auch „Edificio Tívoli“ von Martín Lejárraga Architects ‚Studio kann sich über eine besondere Erwähnung freuen. Die Jury lobte die Kontraste, die bei der Renovierung des Gebäudes zu 22 Wohnungen, Gewerbeflächen und Parkplätzen entstanden sind. Um das Zusammenspiel zwischen dem vorhandenen und dem neuen Gebäude zu verstärken, wurden keramische Materialien verwendet. Dabei stellen Farbe und Geometrie ein Bindeglied zwischen den Innen- und Außenbereichen des Gebäudes dar.

Kategorie Innenarchitektur

Ausschlaggebend für den Sieg in der Kategorie Innenarchitektur sind die geometrischen Formen, die Liebe zum Detail sowie die Konstruktion im Raum, die sowohl auf kleinster Skala als auch im Hinblick auf das Benutzererlebnis berücksichtigt wurden. Die Jury lobte José María Sánchez Garcías Ideen für die Wartebereiche an einem Busbahnhof aufgrund der Eleganz, mit der dieses Projekt durch die Verwendung von keramischen Fliesen verwirklicht wurde.

Eine besondere Erwähnung in dieser Kategorie darf auch das Projekt „Vallirana 47“ von Vora Arquitectura für sich verzeichnen. Die Jury hob die Art und Weise hervor, wie das Projekt als Palimpsest fungierte, eine weitere Schicht in ein 20 Jahre altes Anwesen einbrachte und mit der Farbe und dem Material der verschiedenen Fliesenböden spielte. Das Kombination geometrischer Formen und der Kontrast zum neuen Layout spielen in diesem Designprojekt eine stille Hauptrolle. Ebenfalls eine Erwähnung wert ist „Camper Paseo de Gràcia“ von KKAA (Kengo Kuma/Javier Villar Ruiz). Die Jury war beeindruckt von der Vielseitigkeit der Keramikfliesen, die prominent in einem Geschäft verwendet werden und als Display für Produkte mit dekorativer Wirkung dienen.

Gewinner im Bereich Innenarchitektur: José María Sánchez Garcías Ideen für die Wartebereiche an einem Busbahnhof. Foto: Tile of Spain/RNFotografos

Kategorie Abschlussarbeit

In der Kategorie für Architekturstudenten wurden ein erster Platz und zwei besondere Erwähnungen vergeben. Bei „Memento Mori. Das Vorhandensein einer Abwesenheit“ von Óscar Cruz García von der Schule für Architektur in Madrid (ETSAM) hob die Jury die Reife und Sensibilität des Projekts hervor, das gründlich illustriert und tief empfunden wurde. Liebe zum Detail ist das Leitmotiv einer Abfolge von Räumen, in denen Natur, Material und Atmosphäre kombiniert werden.

Die Tanzschule von Alexey Agarkov der Moscow Architecture School (MARCH School) erhielt eine Erwähnung. Gelobt wurde die Fähigkeit des Projekts, Atmosphären und Räume zu erzeugen, die sich durch ihre Schönheit und erstaunliche Einfachheit auszeichnen. Keramische Materialien tragen dabei zur architektonischen Gestaltung der Räume und zur Qualität des Lichts und der Materialien bei. Ebenso verhält es sich mit „Barcelona Fabrica“ von Felipe Sancho Cervera vom ETSAB. Die Jury bewunderte, wie mit einem einfachen Keramikmaterial Zwischenräume von enormer Komplexität und räumlichem Wert geschaffen wurden. Durch geringfügige Änderungen von Geometrie, Position, Farbe und Richtung des Materials wird ein zusätzlicher Umweltnutzen für Außen-, Zwischen- und Innenräume erzielt.

Weitere Informationen unter: ww.tileofspain.de

Mit seinen Entwürfen zum Projekt „Memento Mori. Das Vorhandensein einer Abwesenheit“ konnte Óscar Cruz García von der Schule für Architektur in Madrid die Juroren überzeugen. Foto: Tile of Spain

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