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Mapei sorgt für Urbanität und Shopping

In der Gerber Shopping Mall wurden in sämtlichen öffentlichen Bereichen die Bodenflächen in Feinsteinzeug mit Mapei-Systemprodukten ausgeführt. Von Anfang an stand fest, dass das Projekt als eines der ersten Gebäude dieser Größenordnung mit Mischnutzung nach den Kriterien der „Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)“ zertifiziert werden soll. Die eingesetzten Mapei-Produkte unterstützten die Zertifizierung mit Nachhaltigkeitsstandards, die mit den Vorgaben übereinstimmen.

Stuttgart hat ein neues urbanes Quartier bekommen – „das Gerber“. Städtebaulich fällt dem Quartier eine wichtige Rolle zu: Es vernetzt das Gerber Viertel und somit weitere Stadtteile, darunter bisher periphere Lagen, mit der Innenstadt und Stuttgarts Fußgängermeile, die Königsstraße. Der ambitionierte Neubau vereint Handel, Büro und Wohnen, außerdem Parken. Mit dem Gerber entstand eine neue Flaniermeile als prominente Adresse für das moderne Einkaufserlebnis. Fließende Bewegungen leiten den Kunden in die Tiefe der abknickenden Mall und erzeugen weiche Übergänge und großzügige Blickbeziehungen zwischen den drei Verkaufsebenen.

Mit der Gestaltung des Innenraumes haben die Innenarchitekten der weltweit tätigen und renommierten Ippolito Fleitz Group GmbH Identity Architects die Stadt in das Center hinein geholt. Eines der identitätsstiftenden Elemente sind die Lichtringe, die mit ihrer Form das Logo des Gerber – ein „g“, das aus zwei Kreisen gebildet wird – aufgreifen. Ihre Anordnung reagiert auf die jeweilige Eingangssituation und findet im Zentrum der Mall zu ihrem Höhepunkt. Hier umschlingen sie in freier Ordnung eine Säule und wachsen einem Lichtbaum gleich durch alle drei Geschosse der Mall.

Flanieren auf außergewöhnlicher Feinsteinzeug-Verlegung

Auf allen drei Einkaufsebenen ist die Straße als Flaniermeile nachgestaltet. Dies äußert sich unter anderem im Bodenbelag. Er ist in sämtlichen öffentlichen Bereichen in Feinsteinzeug ausgeführt, selbst in den Wegen zu den Toiletten oder in den Vorräumen der Aufzüge und Aufgänge. Die hexagonale Form der Fliesen erinnert an Gehwegplatten im städtischen Raum, der sich dadurch im Inneren der Mall fortsetzt. Die Form betont keine Laufrichtung, sondern ist eine Einladung zum Flanieren und zum Sich-treibenlassen.

Das Verschmelzen zwischen Stadt und Innenraum steht für den Anspruch des Gerber, nicht nur Shoppingmall, sondern ein Fixpunkt im städtischen Leben sein zu wollen. Die Form der Bodenfliesen wird in der Deckengestaltung aufgegriffen, wo sie gekippt und versetzt als Relief Akzente setzt. Großzügige Ruhezonen vermitteln mit ihrer organischen Bestuhlung ein loungiges Outdoor-Feeling.

Von Anfang an war klar, dass das Gerber nachhaltig entstehen soll und der Bau als eines der ersten Projekte in dieser Größenordnung mit einer echten Mischnutzung nach den Kriterien der „Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)“ zertifiziert wird. Dementsprechend waren hohe Anforderungen an die Baumaterialien gestellt. Sowohl beim Roh- als auch beim anschließenden Ausbau wurden schadstoffarme und umweltfreundliche Baustoffe eingesetzt. Sie sollten sowohl die Gesundheit der Verarbeiter auf der Baustelle schützen, als auch eine geringe Schadstoffbelastung im Innenraum sicherstellen und so zum Wohlgefühl der Kunden und Mieter beitragen.

Boden verlegen – Nachhaltigkeit mit System

Bei Verlegung der hochwertigen Feinsteinzeugfliesen „Terra“ der Marke „Casa dolce casa“ galt es einerseits die spezifischen Besonderheiten des Naturstein-Materials zu berücksichtigen, zum anderen musste darauf aufbauend ein Verlegesystem bestimmt werden, das die Nachhaltigkeitsstandards der angestrebten DGNB-Zertifizierung erfüllt. Mapeis Natursteinkompetenz fußt exakt auf diesen beiden Pfeilern: Die eingesetzten Produkte zur Grundierung, Verklebung, Verfugung und zum Höhenausgleich erfüllen alle Kriterien für eine sichere Verlegung und dauerhafte Werterhaltung des besonderen Feinsteinzugbodens. Außerdem unterstützen sie als „Green Innovation-Produkte“ mit entsprechenden Zertifizierungen die Erfüllung der entsprechenden DGNB Nachhaltigkeitsstandards.

Als Grundierung wurden alle Flächen mit der emissionsarmen Dispersionsgrundierung auf Kunstharzbasis für saugfähige Untergründe im Innenbereich Primer G grundiert. Er entspricht der Klasse EC 1 gemäß EMICODE. Anschließend verlegt wurden die XL-Feinsteinzeugfliesen im Buttering-Floating-Verfahren mit dem Leichtflexklebemörtel Ultralite S1. Dieses „Green Innovation Produkt“ ist zu 30 Prozent aus recycelten Rohstoffen, 60 Prozent ergiebiger und bildet bis zu 90 Prozent weniger Staub (Low Dust-Technologie) im Vergleich zu herkömmlichen Flexklebemörteln. Damit entspricht das CE-zertifizierte Produkt dem Nachhaltigkeitsgedanken in idealer Weise.

Zum Höhenausgleich in den Flächen kam mit Ultraplan Maxi eine emissionsarme Bodenspachtelmasse zur Anwendung, die zudem eine schnelle und zugleich besonders spannungsarme Aushärtung verspricht. Ultraplan verfügt mit dem „EC 1 Plus – sehr emissionsarm“-Logo über eine Zertifizierung nach dem neuesten und derzeit strengsten Überwachungszeichen, bei dem die hohen Emicode Anforderungen der bisher obersten Klasse „EC 1 – sehr emissionsarm“ nochmals übertroffen wurden. Abschließend wurde die 5.500 m2 große Feinsteinzeugfläche mit der schnell erhärtenden Flexfuge Keracolor FL-S in Mittel- und Zementgrau verfugt. Der emissionsarme Fugenmörtel (EMICODE EC 1 R Plus) verfügt über ein hohes Sicherheitspotential gegenüber mechanischen und optischen Beeinträchtigungen. Anschluss- und Dehnfugen sind mit Mapesil LM ebenfalls in Mittel- und Zementgrau ausgeführt.

Das Gerber wurde bereits von mehreren internationalen Architekturplattformen für diverse renommierte Architektur Awards nominiert. Unter anderem wurde das Gerber zum »Retail Project of the Year« der Londoner Lighting Design Awards gewählt und Architizer hat das Gerber für die renommierten A+Awards in der Kategorie Shopping Center nominiert.

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