Klinik-Hallenbad dank Sonderlösungen wieder voll funktionsfähig

Erfolgreiche Sanierung mit Baustofftechnik und Know-how von Sika und Schönox

Schäden im Therapiebad der Klinik am Homberg in Bad Wildungen erforderten eine grundlegende Bestandsaufnahme, um geeignete Sanierungsmaßnahmen zu entwickeln. Dank einer exzellenten Zusammenarbeit der ausführenden Fachbetriebe und der Technologie-Kompetenz der Sika Deutschland  ist der therapeutische Betrieb des Bades nun wieder langfristig gesichert.

Die Klinik am Homberg in Bad Wildungen ist eine Rehabilitationsklinik mit den Fachabteilungen Psychosomatik und Psychotherapie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie. Zum therapeutischen Programm gehört hier neben Sport- und Bewegungstherapie auch Wassergymnastik. Hierfür steht den Patienten ein hausinternes Hallenbad zur Verfügung.

Funktionale Elemente wiesen Schäden auf

Die Technik-Räume unter dem Becken des Hallenbads wiesen Durchfeuchtungsschäden auf. Bei der Inaugenscheinnahme des Therapiebads durch die Experten der Sika Deutschland GmbH ließen sich erste Ursachen dafür feststellen: Die kapillarbrechende Fuge zwischen Überlaufrinne und Beckenumgang war nicht funktionsfähig. Zudem war die geflieste Sankt-Moritz-Überlaufrinne undicht. Ferner zeigten sich Fugennetzausblühungen an den Bodenflächen des Beckenumgangs sowie an den Innenwänden des Hallenbads.

Das gesamte Schadensbild konnte aber erst nach der Bauteilöffnung ermittelt werden. Der Estrich im Bereich des Beckenumgangs war komplett durchfeuchtet, ebenso der Heizungs- und Belüftungsschacht. Somit mussten der komplette Beckenumgang, die Überlaufrinne sowie der Heizungs- und Belüftungsschacht saniert werden. Zudem sollte der gesamte Bodenbelag im Beckenumgangsbereich, in den Fluren, Nebenräumen sowie den Dusch- und WC-Bereichen erneuert werden. Denn die im Rosenspitzmuster verlegten roten Bodenfliesen entsprachen nicht mehr dem Zeitgeschmack.

Der Bauherr beauftragte den Fachbetrieb Bäder Bechthum aus Wehretal mit den Sanierungsarbeiten. Geschäftsführer und Fliesen, Platten- und Mosaikleger-Meister Harald Freuches übernahm die Projektleitung und als Generalunternehmer auch die Beauftragung und Steuerung aller Nachunternehmer. Als bewährte Fachbetriebe kamen bei diesem Projekt der Estrichleger-Fachbetrieb Lehmkuhl aus Kamp-Lintfort, der Edelstahllieferant Magus aus Wuppertal, die Fachverlegeabteilung der Firma Bäder Bechthum  mit Ihrem sehr gut geschulten Spezialbaufacharbeiterteam, sowie die Firma Witty Chemie mit geprüften Schwimmbadreinigungsprodukten aus Dinkelscherben zum Zug. Die Mitarbeiter des Verarbeiters entfernten zunächst alle losen und defekten Teile im Lüftungsschacht zwischen dem Beckenumgang und den Fensterelementen. Anschließend applizierten die Facharbeiter den Betonschutz Sika Icoment-520 und SikaCor-146 DW.

Die ehemals defekte Überlaufrinne unter dem Rollrost ist jetzt mit einer maßangefertigten Edelstahlform ausgekleidet. Sie wurde mit Schönox -Systemkomponenten eingebaut und abgedichtet. Foto: Sika

Neuer Aufbau des Bodens im Beckenumgangsbereich

Am Beckenumgang wurde der Estrich bis auf den Beton abgetragen und ein neuer Gefälleverbundestrich eingearbeitet. Es verblieben nach der Untergrundvorbehandlung noch Reste einer bitumenhaltigen Altbeschichtung. Diese wurden wie folgt überarbeitet: Als Grundierung brachte der Estrichleger das 2-K-Epoxidharz Sikafloor 150 auf und streute es mit Schönox Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,8 mm ab. Nach der Durchhärtung wurde der Überschusssand abgesaugt. Im Anschluss kam die zementäre Haftschlämme Schönox DSP zur Anwendung. In das noch frische Material wurde anschließend der speziell für Nassbereiche geeignete Schnellestrich Schönox SEB PLUS in durchschnittlich 4 cm Stärke eingebracht.

Nach Erreichen der Belegereife des Estriches sind Teilbereiche mit Schönox KH-Fix grundiert und mit dem standfesten, zementären Spachtel Schönox PL nachgearbeitet worden, um die Höhe an die neu montierte Edelstahlrinne anzugleichen. Darauf erfolgte das Abdichten mit der Abdichtbahn Schönox AB, die mit dem Dichtkleber Schönox iFIX auf dem mit Schönox KH-Fix grundierten Untergrund verklebt wurde. Zur fachgerechten Ausführung verwendete der Fliesenleger die Schönox iFIX Toolbox, die aus Steckbügeln, Rollern, Schutzhandschuhen und Cuttermesser besteht.

Die neuen, rutschhemmenden Bodenfliesen aus Feinsteinzeug wurden im Viertelverband verlegt. Hier kamen die Fliesenkleber Schönox Q6 W und der 2-K-Epoxidharz Kleber Schönox KR speziell im Bereich der Beckenaufkantung zur Anwendung. Die Belagsverfugung erfolgte mit dem zementären Belastungsfugenmörtel Schönox XR 40. Zum Schließen und Versiegeln der Anschluss- und Bewegungsfugen setzte der Verarbeiter Schönox MES inklusive der Sika PE Rundschnur ein.

Die Abdichtung des Beckenumgangsbereichs erfolgte mit Schönox AB Bahnen. Die Verklebung von Bahnenüberlappungen und Systemdichtband erfolgte mit Schönox iFIX. Foto: Sika

Verbundabdichtung mit Schönox AB als Sonderlösung

Die realisierte Verbundabdichtung mit der Abdichtbahn Schönox AB ist eine Sonderlösung außerhalb der DIN-Vorschrift. Die bahnenförmige Verbundabdichtung nach DIN 18534-5 gilt bis zu der Wassereinwirkklasse W2-I. Bei dem Beckenumgang gilt jedoch im Sinne der DIN 18534 -1 die Wassereinwirkklasse W3-I. Daher wurde zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer eine Sonderkonstruktion vereinbart, um eine termingerechte Lösung umzusetzen. Die Abteilung Anwendungstechnik der Sika Deutschland GmbH hat den technischen Aufbau für alle Beteiligten schriftlich dokumentiert.

Zur Abdichtung der defekten Überlaufrinne entwarf Harald Freuches in Zusammenarbeit mit dem Edelstahlbau-Unternehmen Magus eine Edelstahlrinne. Sie wurde von dem Wuppertaler Unternehmen maßgefertigt und vor Ort montiert. In Ergänzung ist auf dem werkseitig mit Epoxidharz besandeten Flanschen im Bereich zum Beckenumgang und der Beckenkopfaufkantung das Spezialfugendichtband Schönox ST mit Schönox iFIX verklebt worden. Auf den Gegenseiten wurde das Fugendichtband jeweils mit in die Verbundabdichtung integriert.

Herstellung der kapillarbrechenden Fuge

Angrenzend zur Edelstahlflanschauflage und dem Gefälleverbundestrich schnitt der Estrichleger eine Fuge bis in den Beton hinein, ohne die Bewehrung zu beschädigen. In diese künstlich geschaffene, ca. 2,5 cm breite und ca. 6 cm hohe Fuge ließ man die AIV-B in Form von Schönox AB am oberen Rand auslaufen. Im Anschluss erfolgte der nachträgliche, kapillarbrechende Verguss auf Basis eines 2-komponentigen Epoxidharz-Konzentrats. Das Harz ist mit einer feuergetrockneten Gesteinskörnung der Sieblinie 0,2 – 0,8 mm im Verhältnis 1:1 abschnittsweise in die umlaufende Fugenkammer eingebracht worden. Dieses erzeugt eine hoch widerstandsfähige und kapillarbrechende Verfugung. Anschließend wurde der Bereich an der Oberfläche des Vergusses aus Adhäsionsgründen besandet. Mit diesen Maßnahmen gelang es, die ursprüngliche Schadensursache im Nachhinein zu beheben.

Alle Systemkomponenten aus einer Hand

Die komplette Palette der speziell für den Schwimmbadbereich geeigneten Schönox -Produkte von Sika überzeugte Harald Freuches bei der anspruchsvollen Sanierung des Klinik-Hallenbades. Wichtig war außerdem, dass die Produkte schnell durchtrocknen. Denn der Sanierungszeitraum beschränkte sich auf wenige Wochen, um den Klinikbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. „Vor allem im Hinblick auf die Gewährleistung und Produkthaftung ist es für uns als Verarbeiter wichtig, dass der Hersteller in der Lage ist, alle benötigten Komponenten aus einer Hand zu liefern”, unterstreicht der Unternehmer. Harald Freuches schätzte außerdem die kompetente Unterstützung der Sika-Experten Stefan Marx und Volker Rohloff. So konnten die bei diesem Bauvorhaben von Harald Freuches empfohlenen Ausführungen und erforderlichen Sonderlösungen gemeinsam vor Ort entwickelt und umgesetzt werden.

Die neue kapillarbrechende Fuge und die Edelstahlrinne wurden mit dem Spezialfugendichtband Schönox ST 50/ ST 25 und der Schönox AB Bahn abdichtungstechnisch miteinander verbunden. Foto: Sika

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