Keraben, das führende Unternehmen der Keramiksparte des britischen Konzerns Victoria, verfügt nun über eine neue Produktionslinie namens V4, die sich direkt auf die Bilanz der Gruppe auswirken soll. Wie den Aktionären mitgeteilt wurde, wird erwartet, dass sich dies positiv auf die Ergebnisse des Unternehmens auswirkt – in Höhe von etwa 15 Millionen Euro pro Jahr, sobald die maximale Kapazität erreicht ist.
Der Leiter der Keramiksparte von Victoria, José Luis Llacuna, bezeichnete die neue Anlage als einen enormen Meilenstein für die Keramikbranche. Die Produktionslinie sei so konzipiert und gebaut worden, dass sie unübertroffene Effizienz, Präzision und Qualität biete. Zudem verfüge man über ein talentiertes und engagiertes Team, das einen sofortigen Start hingelegt habe.
Die neue Produktionslinie soll die jüngsten Geschäftsergebnisse verbessern, die zuletzt durch einen Rückgang von Umsatz und Absatz geprägt waren. Ursache hierfür sei die Entscheidung gewesen, die Produktpreise trotz rückläufiger Nachfrage nicht zu senken, um den Status als Premiummarke zu wahren.
Im vergangenen Sommer zeigte die Bilanz für den Zeitraum von April 2024 bis März 2025 einen Rückgang des EBITDA der Keramiksparte um 40,5 % – von 67,51 Millionen Euro im Vorjahr auf 58,7 Millionen Euro.
Die 1895 gegründete Victoria-Gruppe ist in verschiedenen Bereichen der Bau- und Oberflächenbeschichtung tätig. Ursprünglich auf Teppiche und Teppichböden spezialisiert, erweiterte das Unternehmen sein Sortiment im Laufe der Zeit um Materialien wie Vinyl und Kunstrasen. Mit der Übernahme von Keraben im Jahr 2017 sowie weiterer Firmen in Italien stieg Victoria schließlich in das Keramikgeschäft ein, das heute zu den umsatzstärksten Segmenten der Gruppe zählt.







