Flughafen München Satellit. © Stefan Müller-Naumann

Grohe-Objekt: Ein Satellit zum Abheben

Seit Ende April 2016 können am Flughafen München 11 Millionen Passagiere mehr pro Jahr abgefertigt werden. Möglich macht dies der neue sogenannte Satellit für Terminal 2, der auf drei Ebenen als Aufstockung auf die bestehende Gepäcksortieranlage errichtet wurde. Die Generalplanung für das Bauprojekt, das der Flughafen München gemeinsam mit der Deutschen Lufthansa realisierte, übernahm Koch + Partner Architekten und Stadtplaner. Das interdisziplinäre Team aus München entwarf ein klar strukturiertes Gebäude in modernem Design. Für die Ausstattung der hochfrequentierten Waschräume setzten die Verantwortlichen auf elektronische Armaturen von Grohe.

Foto: © Stefan Müller-Naumann

Transparent, hell und freundlich – so präsentiert sich der neue Satellit des Münchener Flughafens den Passagieren, die hier ankommen oder abreisen. Große Glasflächen geben den Blick auf das Vorfeld frei, eine umfangreiche Ladenzeile lädt zum Stöbern ein, während der Marktplatz in der lichtdurchfluteten Mitte des Erweiterungsbaus Wartezeiten mit seinem gastronomischen Angebot verkürzt. Nötig war die Ergänzung des Terminals, da der Airport seine Auslastungsgrenze in den vergangenen Jahren stetig überschritten hatte. Nun können deutlich mehr Passagiere abgefertigt werden, die Umsteigezeiten wurden verkürzt und der Komfort erhöht.

Vier Jahre dauerte die Bauzeit, und das ohne die Abläufe am Flughafen zu beeinträchtigen. „Beim Satelliten war die Herausforderung, auf einer laufenden Gepäcksortieranlage ein dreistöckiges, 600 Meter langes Gebäude zu errichten, ohne den Betrieb zu stören. Wenn so eine Anlage eine Viertelstunde stillsteht, steht der gesamte Flughafen still. Das ist zum Glück nicht passiert“, berichtet Norbert Koch von Koch + Partner Architekten und Stadtplaner.

Architektonisches Highlight Vorfeldtower

Foto: Grohe

Ein architektonisches Highlight des Projektes ist der Vorfeldtower. Er existierte bereits und musste in den Satelliten integriert werden. Indem die Architekten ihn ringsum verglasten und seine Schrägen verspiegelten, erhielt er eine entmaterialisierte Wirkung und dient nun von innen und außen als auffälliger Orientierungspunkt des Gebäudes. Eine weitere Besonderheit des Satelliten ist die 4,50 Meter breite, doppelt verglaste Klimafassade. „Sie dient als Klimapuffer zwischen Pier und Außenbereich, was zu einer enormen Energieeinsparung führt“, erläutert Norbert Koch. „Der gesamte Umsteige- und Bewegungsverkehr der Passagiere wird außerdem in der Klimafassade abgewickelt und auf einer Ebene zusammengeführt, so dass man nur eingeschossige Fluggastbrücken braucht.“

Die durchdachte und gleichzeitig ansprechende Gestaltung des Objektes setzt sich bis in die Waschräume fort. Große Spiegelflächen, ein geometrisches Layout und gedeckte Farben verströmen eine zeitgemäße Atmosphäre. Sie wird durch moderne Armaturen und Betätigungen von Grohe ergänzt, die an Waschtischen, WCs und Urinalen für Komfort und Hygiene auf höchstem Niveau sorgen. Mit Europlus E und Tectron Skate wählten die Planer elektronische Lösungen des führenden Sanitärherstellers, die nicht nur mit ihrer reduzierten Formensprache überzeugen, sondern auch mit ihrer ausgefeilten Technologie. Dank Infrarotsensoren erfolgt ihre Auslösung berührungslos per Fingerzeig. So fließt das Wasser nur dann, wenn es wirklich benötigt wird. Darüber hinaus ermöglichen sie zahlreiche Einstelloptionen via Fernbedienung oder Smartphone App, wie etwa Wasserflusszeiten oder Frequenzen für automatische Spülungen und thermische Desinfektionen. Eine wartungsfreundliche, wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösung, von der auch die Betreiber des bayrischen Flughafens profitieren.

Foto: Grohe

Als neue Publikation in der Reihe „Architekturlösungen“ steht die Broschüre „Flughafen“ unter https://pro.grohe.com/de/1239/service-angebote/broschueren/ zum Download und zur Bestellung bereit.

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