Das neue Schwimmbad in Uster zeigt sich flexibel und designorientiert Wohnstadt am Wasser – dieser Slogan steht für die Stadt Uster, die drittgrößte Kommune im Schweizer Kanton Zürich. Mit ihrer unmittelbaren Nähe zur Stadt Zürich und einem großen eigenen Angebot an Kultur, Bildung und Sport bietet Uster eine attraktive Wohn- und Wirtschaftsumgebung inmitten einer spannenden Landschaft und umrahmt von Seen. Nicht zuletzt deshalb nimmt das Hallenbad der Stadt eine besondere Bedeutung ein. Auf dem Areal der Sportanlage Buchholz entstand in eineinhalb Jahren Bauzeit die größte Wasserfläche in der Schweiz mit einem 50m Olympiabecken, das – einmalig in der Schweiz – in zwei Becken zu je 25 m unterteilt werden kann.

Die Basis für die Umgestaltung bildete ein Architektenwettbewerb. Die Vorgabe im Wettbewerb für die beteiligten Büros lautete: neue, olympiataugliche Wasserflächen mit der passenden Infrastruktur schaffen. Die Frage, wie mit dem Bestand, dem alten Bad umzugehen sei, blieb dabei der Kreativität der Büros überlassen. K&L Architekten konnten sich im Wettbewerb sicher auch deshalb durchsetzen, weil sie sich für eine neue gesamtheitliche Gestaltung entschieden haben, die sich deutlich von der alten abhebte und so das bisherige Gebäude nicht mehr erkennen liess. Sie ließen lediglich Becken, Bodenplatte und das Untergeschoss stehen, alles andere entstand neu.

Gold, Silber und Bronze
Diese Flexibilität setzt sich im Design fort. Die Decke über dem Sportbecken ist in Gold gehalten, die Fassade Silber und das Kinderbecken Bronze. Die drei Elemente greifen den Leistungscharakter durch die Medaillenfarben auf. Im Gegensatz dazu repräsentieren Boden und Wände den spielerischen, freizeitorientierten Teil des Bades. Sie setzen mit reduzierten Farben Schwerpunkte und schaffen eine behagliche Wärme. Boden und Wände wirken nicht radikal sportlich, sondern edel. Sie sind in natürlichen Farben gehalten.


Den Bauherren ist es gelungen, die Akzeptanz der Bürger für solch ein großes Projekt zu erhalten – und den Spagat zwischen der Realisierung möglichst vieler Wünsche und einem vernünftigen Kostenrahmen einzuhalten. Lehmann ist stolz auf dieses auch für die Schweiz außergewöhnliche Projekt.






