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Bauen mit Identifikationsfaktor

Mit der „Schlüter-WorkBox“ hat Schlüter-Systems am Firmenstammsitz im April in Iserlohn ein modernes und nachhaltiges Schulungsgebäude eröffnet. Das neue Gebäude ist in vielerlei Hinsicht herausragend: So hat die Workbox die begehrte Platin-Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltige Bauen (DGNB) erhalten. Auch architektonisch setzt das Gebäude Zeichen.

Im gesamten Gebäude begegnen den Besuchern firmeneigene Lösungen – bzw. sogar schon, bevor sie es tatsächlich betreten. Denn die Fassade, die dank zahlreicher bodentiefer Fensterflächen für ein lichtdurchflutetes Gebäude sorgt, zieren 75 x 150 cm große Fliesen der Marke Iris in der Farbe metal grey. Für ihre sichere Verlegung kamen natürlich auch Schlüter-Produkte zum Einsatz. Die grauen Fliesen passen zum innovativen Sonnenschutzsystem, das die Glasflächen bei Bedarf verdunkelt und darüber hinaus als Einbruchschutz dient. Gleichzeitig bilden sie einen attraktiven Kontrast zum Orange, dass die Fassade rund um den Eingangsbereich dominiert – beide Farben sind Bestandteil des Firmen-Logos. Geschäftsführer Marc Schlüter: „Mit dem neuen Gebäude haben wir ein Identifikation erzeugendes Wahrzeichen geschaffen – die ‚Schlüter-typische‘ Architektur, die bereits unsere Neubauten in Nordamerika oder Spanien kennzeichnet, stellt auch hier einen klaren Bezug zur Unternehmenskultur her. Darüber hinaus betonen wir mit dieser Investition unseren nachhaltigen Bezug zum Firmenstandort Iserlohn.“

Orange Kunstwerke im Garten.
Orange Kunstwerke im Garten.

Das spiegelt auch der Außenbereich vor dem Haupteingang wider: Dort hat der Künstler Dr. Christoph Dahlhausen ein Werk geschaffen, das aus einer in den Boden eingelassenen Metallschiene sowie orangefarbenen, gebogenen Acrylglasscheiben besteht, die sich gemeinsam in Form eines Trapezes über den Garten sowie über einen Teil des Parkplatzes erstrecken. Hier werden gleich drei elementare Bestandteile der Firmenkultur aufgegriffen: die Schiene, mit der alles begann, das charakteristische Trapez sowie die Farbe Orange. Für die Gestaltung des Außenbereichs hatte das Unternehmen während der Bauphase den Wettbewerb „Kunst am Bau“ ausgeschrieben – aus diesem ging der Entwurf Dahlhausens als einstimmiger Sieger hervor. In Kombination mit den drei Trapezen, die den Haupteingang flankieren, sind die „Wahrzeichen“ somit schon aus der Entfernung gut zu sehen.

Außergewöhnlicher Nachhaltigkeitsanspruch
Nachhaltigkeit ist zudem ein elementarer Bestandteil der Unternehmenskultur. Dementsprechend ist auch der Bau des neuen Seminargebäudes geplant und ausgeführt worden: Das Gebäude ist in der Stufe „Platin“ des Nachhaltigkeitskonzepts der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert – die höchstmögliche. Dieses Konzept betrachtet alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens und umfasst die sechs Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Es betrachtet dabei den ganzheitlichen Ansatz des Bauprojekts von der Planung bis zur späteren Verwendung. Dabei wird dem wirtschaftlichen Aspekt des nachhaltigen Bauens ebenso große Bedeutung beigemessen wie den ökologischen Kriterien, beispielsweise Baustoffe, Energieverbrauch oder Wassernutzung, und den Bedürfnissen der Nutzer, z.B. Klima, Akustik und Beleuchtung. Zu den konkreten Maßnahmen gehören unter anderem die Nachhaltigkeit beim Trinkwasserbedarf und beim Abwasseraufkommen, eine ökonomische und innovative Gebäudetechnik sowie eine positive Ökobilanz des Gebäudes. Der Primärenergiebedarf der WorkBox liegt bei lediglich 62 kWh/(m²·a) und damit deutlich unter dem Anforderungswert der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Für die Umsetzung des DGNB-Konzepts hat Schlüter-Systems in hohem Maße firmeneigene Lösungen sowie die natürlichen und hygienischen Baustoffe Keramik und Naturstein eingesetzt. So ist das komplette Gebäude mit dem energiesparenden Keramik-Klimaboden Bekotec-Therm ausgestattet. Die dünnschichtige Fußbodenheizung und -kühlung wird in diesem Fall mit Geothermie betrieben. Dabei wird über Erdbohrungen Wärme gewonnen, mit der mithilfe einer Wärmepumpe Heizungswasser mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 35° C erzeugt wird. Zusätzlich wird die Wärme auch für Deckenstrahlheizungen genutzt. Bei höheren Raumtemperaturen wird die Wärme dem Erdreich wieder zugeführt und der Keramik-Klimaboden sowie die Deckenstrahlheizungen als Kühlflächen genutzt. Für jeden Raum kann dabei separat von Heizen auf Kühlen umgeschaltet werden.
Als Untergrund für die Fußbodenheizung fungiert die gebundene Dämmschüttung ThermoWhite. Der Oberbelag besteht ganzflächig aus keramischen Fliesen von Villeroy & Boch Fliesen im Format 60 x 60 cm – hier werden die Partnerschaften des Iserlohner Unternehmens mit Villeroy & Boch Fliesen sowie mit ThermoWhite für dünnschichtige Keramik-Fußböden umgesetzt.

Funktionalität trifft Design: Fliesen in ihrer schönsten Form
Zu den Highlights rund um die Gestaltung mit Fliesen zählen sicherlich die Treppenanlagen, die vom Erdgeschoss in die erste Etage bzw. in die Praxisräume im Untergeschoss führen. Sie wurden jeweils mit den Liprotec Treppen-Sets ausgestattet und setzen die gefliesten Stufen auf diese Weise gekonnt in Szene. Die Profile, in die die LED-Module eingebettet sind, verfügen über eine Oberfläche im Edelstahl-Look und passen zu den dezenten und dennoch eleganten Fliesen.
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Insbesondere an der Treppe zu den Praxisräumen zeigen sich nicht nur die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Lichttechnik, sondern auch, wie kreativ mit Fliesen, Platten und Profilen gearbeitet werden kann. Hier wurde LED-Module nicht nur an den Stufenkanten eingesetzt, sondern mit hinterleuchteten Wandscheiben eine weitere Attraktion geschaffen. In Kombination mit den Fliesen von Porcelanosa in 3-D-Optik ist so in einem vermeintlich nüchternen Flur eine außergewöhnliche Installation entstanden. Dazu tragen auch die firmentypischen Trapeze bei, die mit einem Edelstahlprofil sowie entsprechend zugeschnittenen Fliesen auf der gesamten Länge des Treppenhauses die Wand zieren.
Die weitere Beleuchtung des Gebäudes erfolgt ebenfalls mit energiesparender LED-Technik. Eine Konstantlichtregelung passt das Lichtniveau in den Räumen mit Tageslichteinfall automatisch an. Darüber hinaus kann das Licht natürlich auch manuell gesteuert werden. In den öffentlichen Bereichen wie Wegen, Treppenhäusern oder Sozialräumen wird die Beleuchtung mit Bewegungsmeldern gelenkt. Die Seminarräume wiederum verfügen über spezielle Touch Panels, mit denen sich alle Raumfunktionen steuern lassen. Über diese sowie über örtliche Taster lassen sich auch der Sonnenschutz und die Verdunklungsanlage steuern.
In der WorkBox können sich die Besucher außerdem auf eindrucksvolle Weise ein Bild davon machen, was mit den im Trend liegenden Großformaten möglich ist: Sowohl im Erdgeschoss als auch in der ersten Etage sind 1 x 3 m große und nur 3 mm dicke Fliesen von Laminam verarbeitet – und zwar nicht nur an der Wand, sondern zum Teil auch an der Decke! Möglich macht das die Verbundentkopplung Ditra 25, die die richtige Basis für die Fliesen bildet. An den Wänden sorgt Kerdi-board für den ebenen und stabilen Untergrund. Eine besondere Herausforderung für das Team von Fliesen-Schlüter, das übrigens sämtliche Verlegearbeiten in der WorkBox durchgeführt hat, war auch die Wandrundung im Erdgeschoss, die ebenfalls mit den großformatigen Fliesen bekleidet wurde. Basis hierfür war eine geschlitzte Platte des Fliesen-Verlegeuntergrunds. Und sogar die Einbauschränke und Regale an dieser Wand sind komplett mit der Laminam-Keramik gefliest. Natürlich darf zu diesen eleganten Fliesen das passende Profil nicht fehlen: Und da die Fliesen so außergewöhnlich dünn sind, hat Schlüter-Systems kurzerhand eine entsprechende Sonderhöhe des Quadec Abschlussprofils angefertigt und eingebaut.

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Mit Liebe zum Detail – und zur Fliese
Im ersten Obergeschoss der WorkBox bietet sich den Schulungsteilnehmern ein Objekt, das nicht nur aus handwerklicher Sicht Genuss bietet: ein elegant gefliestes und mit Abschlussprofilen veredeltes Büfett, das darüber hinaus sogar als Induktionsherd dient. Mit einem speziellen Aufsatz können somit Speisen auf der Fliesenoberfläche warm gehalten werden – ein nicht ganz alltägliches Einsatzgebiet für keramische Fliesen. Möglichkeiten zur Kühlung sowie zum Warmhalten von Lebensmitteln runden dieses wahre Multitalent ab.
Der LichtProfilTechnik begegnet der Besucher auch beim Betreten vermeintlich rein funktioneller Räume der WorkBox, nämlich der Sanitärräume. Hier wird die Beleuchtung zu einem großen Teil von den Profilen mit LED-Beleuchtung übernommen – ob als Dekorelement in der Wand, als Abschluss des Fliesenspiegels oder als Farbtupfer in gefliesten Nischen. Ein besonderes Highlight bietet dabei die Decke in der Herrentoilette: Dort sind verbrauchsarme Strahler, Liprotec Profile und eine spezielle Bekotec-Platte verarbeitet.

Lichtprofile in den Waschräumen
Lichtprofile in den Waschräumen

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