Die Fliesenbranche muss sich weiterhin mit anspruchsvollen Marktbedingungen auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund trafen sich die Mitglieder der Eurobaustoff-Fachgruppe Fliese im Oktober zur Herbsttagung in Bad Nauheim. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Marktsituation, Potenziale im Sortiment und die gemeinsame Weiterentwicklung.
Bereits am Vorabend nutzten die Gesellschaftervertreter die Gelegenheit, ihr Fliesen-Netzwerk in entspannter Atmosphäre zu pflegen. Es umfasst 29 Gesellschafter mit mehr als 380 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Exklusivmarken und Sortimentsentwicklung
Bei der anschließenden Tagung in der Eurobaustoff-Zentrale standen insbesondere die Exklusivmarken „Cerabella“ für keramische Produkte sowie „Ceratec“ für technische und bauchemische Produkte im Mittelpunkt. Die Teilnehmer diskutierten die Sortimentsentwicklung und brachten erste Entscheidungen für das Jahr 2027 auf den Weg. Ziel ist es, das Angebot konsequent an den Marktanforderungen und Absatzpotenzialen auszurichten.
Darüber hinaus informierte Eurobaustoff über gesetzliche Änderungen. Dazu gehörte die EmpCo-Richtlinie, die Verbraucher besser vor irreführenden Aussagen zu Umwelt, Nachhaltigkeit, Klima, Haltbarkeit und Zertifizierungen schützen soll. Auch die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR war Thema. Die Teilnehmer diskutierten beide Regelwerke und deren Bedeutung für die Gesellschafterhäuser.
Gemeinsame Projekte weiterentwickeln
Aufbauend auf den Ergebnissen vorangegangener Fachgruppentagungen wurden zudem weitere Entscheidungen zur Ausgestaltung und Qualität künftiger Projekte getroffen.
„Die aktuellen Herausforderungen zeigen, wie wichtig es ist, unsere Kräfte zu bündeln und die Sortimente sowie gemeinsame Projekte konsequent weiterzuentwickeln. Mit den jetzt getroffenen Beschlüssen schaffen wir eine gute Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern und stärken unsere Position im Markt“, sagte Jochen Willig, Bereichsleiter Fliese. Er leitete die Fachgruppe erstmals in Eigenregie, nachdem sein Vorgänger Klaus Kühn im September in den Ruhestand verabschiedet worden war.





