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Julian Philipp Tintelnot, geschäftsführender Gesellschafter der Linnenbecker-Gruppe
Julian Philipp Tintelnot, geschäftsführender Gesellschafter der Linnenbecker-Gruppe

Linnenbecker schließt Ende November Standort Achim

Linnenbecker richtet seine Liefergebiete in Nordwestdeutschland neu aus. Die Logistik wird künftig an den Standorten Hannover und Münster gebündelt. Der Standort Achim schließt zum 30. November 2026. Die Marktbearbeitung durch den Außendienst bleibt unverändert.

Die Linnenbecker-Gruppe richtet ihre Liefergebiete in Nordwestdeutschland neu aus und bündelt die logistische Versorgung der Region Achim künftig an den leistungsfähigeren Standorten Hannover und Münster. Im Zuge dieser Neuordnung wird der Standort Achim zum 30. November 2026 geschlossen. Die vertriebliche Betreuung der Region bleibt vollständig bestehen: Die bekannten Außendienstmitarbeiter stehen den Kunden weiterhin als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.

Die deutlich größeren Standorte Hannover und Münster verfügen über höhere Lagerbestände und sind auch enger in die unternehmensinterne Rundtour eingebunden. So verbessert Linnenbecker die Voraussetzungen für eine hohe Warenverfügbarkeit und verlässliche Lieferzeiten. Zufuhrlieferungen mit eigenen Lkw und Streckengeschäfte werden unverändert angeboten.

„Wir ziehen uns nicht aus der Region zurück, sondern stellen ihre Versorgung auf eine breitere und leistungsfähigere Basis“, erklärt Julian Philipp Tintelnot, geschäftsführender Gesellschafter der Linnenbecker-Gruppe. „Unsere Kunden behalten ihre vertrauten Ansprechpartner und profitieren zugleich von den größeren Lagerkapazitäten und der besseren logistischen Anbindung unserer Standorte in Hannover und Münster.“

Bestellverhalten als Grundlage der Neuordnung

Die Neuordnung orientiert sich am tatsächlichen Bestellverhalten der Kunden. Rund 90 Prozent des Umsatzes am Standort Achim entfielen bereits in der Vergangenheit auf Zufuhr- und Streckengeschäfte. Das Abholgeschäft spielte mit einem Anteil von etwa zehn Prozent eine untergeordnete Rolle. Für Kunden, die bislang Waren in Achim abgeholt haben, werden individuelle Versorgungsmöglichkeiten über das bestehende Standort- und Liefernetz angeboten.

Hintergrund der Entscheidung ist neben der logistischen Neuausrichtung die anhaltend schwierige Marktsituation in der Bau- und Fliesenbranche. Der deutsche Fliesenabsatz sank nach Branchenangaben von 132,9 Millionen Quadratmetern im Jahr 2022 auf nur noch rund 90 Millionen Quadratmeter im Jahr 2025.

Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten werden geprüft

Als seit 98 Jahren inhabergeführtes Familienunternehmen verbindet Linnenbecker notwendige wirtschaftliche Entscheidungen mit einem verantwortungsvollen und persönlichen Umgang mit den betroffenen Beschäftigten.

Am 9. September 2026 wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Achim persönlich vor Ort informiert.

„Es schmerzt mich sehr, dass die Neuordnung mit der Schließung unseres Standorts in Achim verbunden ist“, so Tintelnot. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich dort mit großem Engagement für das Unternehmen und unsere Kunden eingesetzt. Deshalb prüfen wir für die Beschäftigten im Innendienst sowie in Lager und Logistik zunächst sorgfältig andere Einsatzmöglichkeiten innerhalb unserer Unternehmensgruppe. Eine Trennung kommt für uns nur dann in Betracht, wenn keine tragfähige Weiterbeschäftigungsmöglichkeit gefunden werden kann. Gleichzeitig tragen wir als Familienunternehmen Verantwortung dafür, das Gesamtunternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“

Die Kunden werden rechtzeitig und persönlich über die künftigen Bestellwege, Liefertage und die jeweils zuständigen Logistikstandorte informiert. Die bekannten Ansprechpartner im Außendienst bleiben unverändert erreichbar.

 

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