Mapei übernimmt über seine polnische Tochtergesellschaft Mapei Polska das Unternehmen Werner Janikowo. Mit der Akquisition stärkt der Bauchemiehersteller seine Präsenz auf dem polnischen Markt und erweitert sein Angebot im Bereich Abdichtung und Dachsysteme.
Werner Janikowo ist auf die Herstellung von bituminösen Abdichtungsbahnen und Dachsystemen spezialisiert. Das Unternehmen wurde 2003 in Kęszyca Leśna gegründet, wo sich auch heute der Hauptsitz befindet. Zum Portfolio gehören unter anderem heißverschweißbare Bahnen und selbstklebende Abdichtungssysteme.
Mit der Übernahme werden die Büros und die Produktionsstätte von Werner Janikowo Teil des industriellen Netzwerks der Mapei Gruppe.
Ausbau des Geschäfts in Polen
Mapei ist seit mehr als 25 Jahren auf dem polnischen Markt aktiv. Nach Angaben der Geschäftsführer Veronica Squinzi und Marco Squinzi soll die Akquisition die Position des Unternehmens in Polen stärken und zugleich das weitere Wachstum in Europa unterstützen.
„Die Akquisition von Werner Janikowo und seiner Anlagen stärkt die Position der Mapei Gruppe in Polen, wo wir seit mehr als 25 Jahren tätig sind, und ermöglicht es uns, in Europa weiter zu wachsen“, erklären Veronica Squinzi und Marco Squinzi.
Durch die Erweiterung des Angebots im Bereich Abdichtung will Mapei stärker auf die Anforderungen des polnischen Bau- und Dachdeckermarktes eingehen. Nach einer von Mapei zitierten Prognose von Mordor Intelligence könnte der polnische Baumarkt bis 2031 ein Volumen von rund 130 Milliarden US-Dollar erreichen. Erwartet wird demnach eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,5 Prozent.
Artur Ołubek, Geschäftsführer von Mapei Polska, sieht in der Übernahme einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung der Landesgesellschaft. Werner Janikowo bringe Fachwissen, erfahrene Mitarbeiter und Kenntnisse des lokalen Marktes für bituminöse Abdichtungen ein. Mapei ergänze dies durch technologisches Know-how, internationale Erfahrung und ein breites Portfolio an Baulösungen.
„Unser Ziel ist es, auf den bestehenden Kompetenzen und der Marktposition des Unternehmens aufzubauen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Kunden, Partner und Mitarbeiter zu schaffen“, so Ołubek.
Drei Produktionsstandorte in Polen
Mapei Polska wurde im Jahr 2000 gegründet und verfügt bislang über drei Produktionsstätten in Gliwice, Barcin und Kutno sowie eine Vertriebsniederlassung in Warschau. Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft in Polen fast 600 Mitarbeiter.
Die Landesgesellschaft war nach Unternehmensangaben in den vergangenen Jahren an verschiedenen größeren Bauprojekten beteiligt. Dazu zählen der Hafen von Gdynia, der Lech-Wałęsa-Flughafen in Danzig und das Copernicus-Wissenschaftszentrum in Warschau.
Mapei setzt Internationalisierung fort
Die Übernahme ist Teil der internationalen Wachstumsstrategie der Mapei Gruppe. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 59 Ländern mit 92 Gesellschaften vertreten und beschäftigt weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.
Zur Unternehmensgruppe gehören weltweit 109 Produktionsstätten. Mapei produziert unter anderem Verlegewerkstoffe für Boden- und Wandbeläge, Abdichtungsprodukte, Spezialmörtel, Betonzusatzstoffe sowie Produkte für die Sanierung und den Oberflächenschutz. Zum Portfolio gehören außerdem Profile und Stelzlagersysteme der Marke Profilpas.





