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Luftaufnahme des Hauptstandorts von Porcelanosa in Vila Real. Fotos: Porcelanosa
Luftaufnahme des Hauptstandorts von Porcelanosa in Vila Real. Fotos: Porcelanosa

Porcelanosa behauptet sich 2025 mit stabilem Umsatz

Die Porcelanosa Corporación hat ihren konsolidierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Darin sind die Geschäftsergebnisse der sechs Industrieunternehmen der Gruppe sowie des eigenen Filialnetzes enthalten, das die wichtigste Vertriebsplattform des Konzerns darstellt.

Trotz eines weiterhin herausfordernden internationalen Umfelds konnte Porcelanosa seine Geschäftsentwicklung weitgehend stabil halten. Der Umsatz belief sich auf mehr als 863 Millionen Euro und lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatzrückgang gegenüber 2024 betrug lediglich 0,5 Prozentpunkte und ist nach Angaben des Unternehmens vor allem auf Währungseffekte zurückzuführen. Bereinigt um Wechselkursschwankungen wäre der Umsatz sogar um 1 % gestiegen.

Auch die Ertragslage blieb robust. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen) überschritt erneut die Marke von 100 Millionen Euro. Damit unterstreicht Porcelanosa seine Fähigkeit, kontinuierlich finanzielle Mittel zu erwirtschaften und gleichzeitig seine langfristige Investitionsstrategie fortzusetzen. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 1,36 % auf mehr als 28 Millionen Euro. Die Garantieratio von 2,98 bestätigt zudem die solide finanzielle und wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Der steuerliche Beitrag der Porcelanosa-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf insgesamt 85 Millionen Euro. Damit leistet das Unternehmen einen erheblichen Beitrag zu den öffentlichen Haushalten und unterstreicht zugleich die wirtschaftliche Bedeutung seiner Geschäftstätigkeit.

Erweiterung des Werks für großformatige Feinsteinzeugfliesen

Erweiterung des Werks für großformatige Feinsteinzeugfliesen

Investitionen in Produktion, Digitalisierung und Vertrieb

Die konsequente Reinvestition in das Unternehmen bleibt eine der zentralen Säulen der Strategie von Porcelanosa. Im Jahr 2025 investierte die Gruppe insgesamt 102 Millionen Euro in industrielle Projekte sowie in den Ausbau ihres Vertriebsnetzes. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 18,6 %. Rund 70 % der Investitionen entfielen auf die Produktionsstandorte. Dazu gehörten insbesondere die Erweiterung des 2023 eröffneten Werks für die Herstellung großformatiger Feinsteinzeugplatten sowie die Inbetriebnahme des neuen Produktionszentrums für Undora. Dabei handelt es sich um eine neue Mineraloberfläche, die von Krion entwickelt und exklusiv vermarktet wird.

Die übrigen 30 % flossen in den Ausbau und die Modernisierung des internationalen Vertriebsnetzes. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Immobilieninvestitionen in Santiago de Chile, Mexiko-Stadt und Lagos in Portugal. Parallel dazu setzte Porcelanosa seinen Weg der digitalen Transformation konsequent fort. Das Unternehmen integrierte neue Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz, um industrielle und vertriebliche Prozesse effizienter zu gestalten, Abläufe zu optimieren und die Analyse von Geschäftsdaten zu verbessern. Ziel ist es, Entscheidungen künftig noch schneller und präziser treffen zu können.

Auch auf gesellschaftsrechtlicher Ebene setzte Porcelanosa 2025 einen wichtigen Schritt: Die Porcelanosa Corporación schloss den Rückkauf von 1.836.837 Aktien ab, die sich im Besitz eines Minderheitsaktionärs befanden. Damit stärkt das Unternehmen sein langfristiges Engagement für die Gruppe und die Stabilität seines Geschäfts- und Führungsmodells.

Showroom Porcelanosa Shanghai

Showroom Porcelanosa Shanghai

Internationale Märkte bleiben Wachstumstreiber

Die starke internationale Ausrichtung der Porcelanosa-Gruppe zeigt sich auch in der regionalen Umsatzverteilung. Im Geschäftsjahr 2025 wurden 70,05 % des Umsatzes außerhalb Spaniens erwirtschaftet, während 29,95 % auf den Heimatmarkt entfielen. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft in Europa, wo der Umsatz um 3,78 % zulegte. In mehreren europäischen Märkten, in denen Porcelanosa seine Vertriebsaktivitäten zuletzt gezielt ausgebaut hat, lag das Wachstum sogar bei 10 %. Auch auf der Iberischen Halbinsel konnte die Gruppe deutlich zulegen: In Spanien stieg der Umsatz um 8 %, in Portugal sogar um 12 %.

Anders entwickelte sich der US-amerikanische Markt. Dort ging der Umsatz um mehr als 10 % zurück. Als wesentlichen Grund nennt das Unternehmen die Unsicherheit im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik im ersten Halbjahr 2025. Diese führte unter anderem dazu, dass verschiedene Immobilienprojekte verschoben oder vorübergehend gestoppt wurden. Im ersten Halbjahr 2026 zeichnete sich jedoch bereits eine Trendwende ab. Die Umsätze in den USA stiegen um 8 %, was nach Einschätzung des Unternehmens auf eine schrittweise Erholung und eine Annäherung an das Umsatzniveau von 2024 hindeutet.

Auch die lateinamerikanischen Märkte, in denen Porcelanosa erst seit einigen Jahren stärker vertreten ist, entwickelten sich dynamisch. Der Umsatz stieg dort um 13 %. Damit setzte sich der positive Trend in den Ländern fort, in denen die Gruppe ihre Vertriebsaktivitäten in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut hat. Eine anhaltend positive Entwicklung verzeichnete Porcelanosa zudem in Asien und Afrika. Beide Regionen gewinnen für die internationale Expansion der Gruppe zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2025 baute das Unternehmen seine Präsenz dort mit neuen Standorten in Shanghai (China), Manila (Philippinen) und Abidjan (Elfenbeinküste) weiter aus.

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