Fliesen Röhlich hat bei einem der größten Infrastrukturprojekte Europas, dem Bau des Terminal drei des Flughafen Frankfurts, einen Großteil der Fliesen- und Natursteinarbeiten umgesetzt. Auf einer Bruttogeschossfläche von 403.000 Quadratmetern entstanden im neuen Terminal Bereiche, die täglich von Tausenden Menschen genutzt werden. Ob Check-in-Halle, Kontrollbereiche, Marktplatz, Ankunftsbereich oder Gepäckausgabe: Seit der Eröffnung im April 2026 haben jährlich 19 Millionen Passagiere festen Boden unter den Füßen.
Sobald man das neue Terminal drei am Frankfurter Flughafen betritt, geht der Blick nach oben: zu den hohen Decken, den weiten Hallen und den großen Glasflächen. Ein Terminal für Millionen Passagiere besteht aber nicht nur aus Stahl, Glas und Beton. Es braucht auch Flächen, die jeden Tag zuverlässig funktionieren.

Geschäftsführer Martin Röhlich am Terminal drei.
Die Reisenden checken ein, warten, kaufen ein und laufen zu den Gates – ohne dem Boden unter ihren Füßen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Doch bevor die ersten Reisenden im April 2026 abheben konnten, musste am Boden erst einmal alles stimmen. Die großen Flächen sollten nicht nur optisch überzeugen, sondern dauerhaft belastbar, funktional und präzise ausgeführt sein. Im eng getakteten Bauablauf trafen damit architektonischer Anspruch, technische Anforderungen und handwerkliche Detailarbeit unmittelbar aufeinander.
Einmaliges Projekt
Für Fliesen Röhlich begann damit ein Auftrag in außergewöhnlicher Größenordnung. „Das war ein absolut besonderes Projekt. Vergleichbare Bauvorhaben gibt es nur selten, und ein Auftrag in dieser Größenordnung ist vermutlich einmalig in einer Handwerkerkarriere“, sagt Regionalleiter und Projektverantwortlicher Mike Linke. Außergewöhnlich waren nicht nur die Dimensionen und Zahlen, sondern auch die Anzahl der Beteiligten.
Mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung war die Fraport Ausbau Süd GmbH, kurz FAS, betraut. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fraport, der Bauherrin, Investorin und Betreiberin des Frankfurter Flughafens. Das Projekt wurde in mehr als 500 Einzelvergaben aufgeteilt.
Fliesen Röhlich setzte sich im Wettbewerb um vier Vergabeeinheiten durch. „Rund 85 Prozent unseres Auftrags entfielen auf Natursteinarbeiten an Böden und Fassaden. Darüber hinaus führten wir Fliesenarbeiten in WC-Bereichen und Küchen sowie umfangreiche Betonwerksteinarbeiten in den Treppenhäusern aus“, beschreibt Geschäftsführer Martin Röhlich den Leistungsumfang.
Vom Rohboden bis zum Natursteinbelag
Der Leistungsumfang reichte ab der Rohdecke über Dämmung und Estrich bis zur Verlegung der Natursteinplatten. Damit lag der komplette Bodenaufbau der betreffenden Flächen in der Verantwortung von Fliesen Röhlich. „Die größten Herausforderungen lagen in der Materiallogistik, der Personalplanung und den engen Zeitfenstern – auch mit Blick auf die erforderlichen Vorleistungsprüfungen“, sagt Mike Linke. Der ursprüngliche Zeitrahmen von zwölf bis 13 Monaten erwies sich jedoch als kaum realistisch, da nicht alle Flächen gleichzeitig zur Verfügung standen. „Planung und Realität liegen bei solchen Projekten nicht immer nah beieinander. Die Realität holt einen dann schnell ein“, so Linke. Bereits beim Bau des Terminal 2 am Münchner Flughafens hatte er Erfahrungen mit Projekten dieser Art gesammelt.

Flexibilität und Weitsicht waren bei diesem Projekt besonders gefragt – etwa beim Einbau der Dämmung. Die vorgesehenen Schaumglasplatten werden üblicherweise mit Heißbitumen verklebt. Im Innenbereich durfte jedoch kein Bitumenkocher betrieben werden; zugleich wären die Transportwege für das heiße Material zu lang gewesen. „Ich hatte bereits Erfahrungen mit mineralischem Flexkleber und habe das als Alternative ins Rennen geworfen“, so Linke. Nach Abstimmung mit den Projektbeteiligten fiel die Entscheidung auf die von Fliesen Röhlich vorgeschlagene Alternative. Die Lösung bewährte sich auf den großen Flächen: Der mineralische Kleber ließ sich direkt vor Ort anmischen und verarbeiten, ermöglichte einen schnelleren sowie emissionsärmeren Bauablauf und war nicht brennbar.
Nach Einbringen des Estrichs folgte die Verlegung des Natursteinbelags. In der Leistungsbeschreibung standen drei Natursteine zur Auswahl. „Wir haben uns für Jura Kalkstein gelb entschieden, von der Firma Franken-Schotter, die über eigene Steinbrüche verfügt“, so Linke. Um die Flächen schneller für nachfolgende Arbeiten freigeben zu können, wurde bei rund 40 Prozent der Verlegefläche ein schnell erhärtender Verlegemörtel eingesetzt: Sopro’s No. 1 Silver. „Eine Maßnahme, die aufgrund des eng getakteten Bauablaufs sinnvoll war“, bringt es Linke auf den Punkt.
Handwerkliche Präzision trifft auf Kondition
Insgesamt verlegte das Team 32.500 Quadratmeter Natursteinbelag auf Bodenflächen und 8.800 Quadratmeter an Fassadenflächen sowie rund 800 Quadratmeter an Deckenflächen, 12.000 Quadratmeter Wand- und Bodenfliesen, 2.400 Quadratmeter Betonwerkstein, 1,5 Kilometer Fensterbänke – große Zahlen, die sich aber noch weiterführen lassen. Im regulären Bauablauf waren täglich rund 35 Mitarbeiter von Fliesen Röhlich im Einsatz, in besonders intensiven Phasen bis zu 60 Personen. Allein die Bauleiter legten täglich zwischen 12.000 und 15.000 Schritte zurück – das verlangte nicht nur handwerkliche Präzision, sondern auch eine gehörige Portion Kondition.
Und am Ende? Da hat alles gepasst. „Die vielen Gewerke so zu koordinieren, dass die Baustelle nicht stillstand, war nicht einfach. Aber insgesamt hat die Zusammenarbeit gut funktioniert“, sagt Linke. „Es macht natürlich stolz, an einem solchen Projekt beteiligt gewesen zu sein. Das gilt für die Menschen vor Ort ebenso wie für diejenigen hinter den Kulissen. Das Projekt wäre ohne unser technisches Team einschließlich Mitarbeitern, Nachunternehmern – insbesondere auch die Finanzabteilung – gar nicht möglich gewesen, denn als Handwerksunternehmen geht man ja in der Regel in Vorleistung“, schließt Martin Röhlich ab. Ein Erfolg des gesamten Teams und der Beleg dafür, dass Fliesen Röhlich auch bei Projekten dieser Größenordnung „ready for take-off“ ist.





