Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige
Fotos: Keramikweg
Fotos: Keramikweg

Historisches Schlossbad erstrahlt dank handgefertigter Keramik in neuem Glanz

Das historische, türkisfarbene Bad im Schweizer Schloss Wartegg wurde umfassend saniert und dabei mit handgefertigten Keramikplatten originalgetreu erneuert. Ziel der aufwendigen Arbeiten war es, den einzigartigen Charakter des denkmalgeschützten Badebereichs zu erhalten und gleichzeitig die Dauerhaftigkeit der Anlage langfristig sicherzustellen.

Die Geschichte des außergewöhnlichen Bades reicht bis ins Jahr 1928 zurück. Damals ließen die Eigentümer des Schlosses ein großzügiges Bad mit zwei ovalen Wasserbecken errichten. Charakteristisch waren die türkisfarbenen, handgefertigten Keramikplatten im Farbton „Persisch Blau“, die von der Deutschen Keramik-Manufaktur Körting gefertigt wurden. Ergänzt wurde die Anlage durch kunstvolle Kleinmosaikböden, großformatige Wandplatten sowie vollständig geflieste Nischen und Fensterbereiche.

Historische Substanz erhalten

Nachdem Schloss Wartegg Ende der 1990er Jahre zu einem Hotel umgebaut worden war, konnte auch das historische Bad erhalten und wieder in Betrieb genommen werden. Die Umnutzung brachte jedoch technische Herausforderungen mit sich. So mussten unter anderem eine moderne Wasseraufbereitung und neue Schwimmbadtechnik integriert werden. Bereits damals wurden beschädigte Platten ausgebaut, instand gesetzt und wieder eingesetzt.

In den vergangenen Jahren führten die hohe Luftfeuchtigkeit, die warmen Temperaturen und insbesondere das chlorhaltige Wasser jedoch erneut zu Schäden an Glasuren und Fugen. Zwischen 2013 und 2024 verschlechterte sich der Zustand der Boden- und Stufenplatten zunehmend, sodass eine Reparatur schließlich nicht mehr möglich war.

Handarbeit für den originalgetreuen Farbton

Da die ursprüngliche Keramikmanufaktur nicht mehr existiert, suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative und fanden diese bei Swisskeramik in Sarnen. Das Unternehmen ist auf die Herstellung individueller und historisch angepasster Keramikplatten spezialisiert.

Die Herstellung der neuen Platten erwies sich als anspruchsvoll. Zahlreiche Musterplatten wurden gefertigt, bis Farbton und Glasur dem historischen Original möglichst genau entsprachen. Um eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber chlorhaltigem Wasser zu erreichen, wurden die neuen Platten bei Temperaturen von 1220 Grad Celsius gebrannt. Produziert wurden insgesamt 100 Bodenplatten im Format 30 x 30 cm sowie 14 individuell geformte Stufenplatten.

Präzisionsarbeit auf der Baustelle

Die Sanierungsarbeiten fanden während der Betriebsferien des Hotels im Februar 2026 statt. Zunächst wurden die vorhandenen Boden- und Stufenplatten abgeschliffen und die Flächen mit Epoxidharz abgedichtet. Anschließend verlegte das ausführende Unternehmen die neuen Keramikplatten sowie die speziell angefertigten Formteile für die Zugangstreppe. Trotz zuvor angefertigter Schablonen mussten einzelne Stufenplatten vor Ort noch von Hand angepasst werden. Auch die Verfugung erfolgte mit Epoxidharz, um eine möglichst hohe Dichtigkeit zu gewährleisten.

Aufgrund zusätzlicher Arbeiten und längerer Aushärtezeiten verzögerte sich die Wiedereröffnung des historischen Bades um einige Tage. Seit Februar 2026 steht das sanierte Bad den Gästen wieder zur Verfügung und verbindet historischen Charme mit moderner Technik. Das markante türkisfarbene Ambiente des Schlossbades konnte dabei vollständig erhalten werden.

Anzeige

Anzeige:

Beliebteste Beiträge

Stellenangebote

Logo mit quadratsichen Hintergrund
Logo-Sopro-1200Grad-Stellenanzeigen-1320x743px

Stellengesuche

Bildschirmfoto 2026-09-02 um 07.26
ChatGPT Image 26

Nachfolgerbörse

Bildschirmfoto 2026-06-23 um 09.47
Anzeige: