Sika ist im ersten Halbjahr 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Lokalwährungen weitergewachsen und hat gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres die Gewinnmarge auf EBITDA-Stufe gesteigert. Der schwächere US-Dollar, der im zweiten Quart 10% gegenüber dem Schweizer Franken an Wert verloren hat, sowie die anhaltenden Unsicherheiten auf den Weltmärkten haben sich in den Ergebnissen niedergeschlagen.
Thomas Hasler, CEO: „In einem herausfordernden Marktumfeld ist es uns wiederum gelungen, über dem Branchentrend zu wachsen und weitere Marktanteile zu gewinnen. Besonders stark sind wir im Projekt- und Infrastrukturbereich positioniert – dazu zählen insbesondere zukunftsweisende und wachstumsstarke Segmente wie der globale Ausbau von Gebäudestrukturen im Bereich künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur“.
Steigerung der EBITDA-Marge
Im ersten Halbjahr 2025 steigerte Sika den Umsatz in Lokalwährungen um 1.6%. Der Fremdwährungseffekt belief sich infolge der US-Dollar-Schwäche auf -4.3%. Damit erzielte Sikae inen Umsatz in Schweizer Franken von CHF 5.68 Milliarden (Vorjahr: CHF 5.83 Milliarden). In einem rückläufigen Gesamtmarkt ist es Sika gelungen, ein positives organisches Wachstum von 0.6% zu erzielen. Die Materialmarge konnte mit 55.1% auf einem konstant hohen Niveau gehalten werden (Vorjahr: 55.1%). Vor dem Hintergrund stabiler Inputkosten, zusätzlicher Effizienzgewinne und starker Synergiedynamik, konnte die EBITDA-Marge auf 18.9% gesteigert werden (Vorjahr: 18.7%). Die MBCC-Synergieziele wurden um CHF 20 Millionen angehoben (neues Ziel 2025: CHF 160-180 Millionen, neues Ziel 2026: CHF 200-220 Millionen). Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) erreichte im ersten Halbjahr mit CHF 1.070.4 Millionen einen leicht tieferen Wert gegenüber dem Vorjahr, was auf starke Fremdwährungseffekte zurückzuführen ist.
Im Einklang mit dem mehrjährigen Durchschnitt, jedoch unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert, lag der operative freie Geldfluss von Sika bei CHF 181.9 Millionen (Vorjahr: CHF 401.3 Millionen). Die Reduktion ist auf einen Anstieg des Nettoumlaufvermögens, ungünstige Währungsentwicklungen sowie hohe Investitionen in zukünftiges Wachstum zurückzuführen. Der Grossteil des operativen freien Geldflusses wird in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaftet und wird durch gruppenweite Initiativen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens unterstützt.
Investitionen als Motor für weiteres Wachstum
Im ersten Halbjahr 2025 hat Sika gezielt in die Stärkung der globalen Marktposition investiert und vier Unternehmen akquiriert sowie sieben neue Werke in Betrieb genommen. Mit über 400 Produktionsstandorten in 102 Ländern verfügt das Unternehmen über ein flächendeckendes globales Fertigungsnetzwerk und produziert seine Spitzentechnologien direkt vor Ort. Dadurch ist Sika weitgehend unabhängig von Handelszöllen und kann ihre Kunden auch unter anspruchsvollen Marktbedingungen zuverlässig beliefern.
In allen Regionen konnten Marktanteile hinzugewonnen werden. Darüber hinaus wurden weltweit Investitionen getätigt – sowohl in ergänzende, kleinere Akquisitionen als auch in den Ausbau der Produktionskapazitäten zur Unterstützung zukünftigen Wachstums. Ein strategisch wichtiger Schritt war die Minderheitsbeteiligung an Giatec Scientific Inc., einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich digitaler Betontechnologien mit Sitz in Kanada.
Weltweite Marktanteilsgewinne
Das erste Halbjahr zeigte eine leichte Erholung der Baumärkte in der größten Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), mit einem gesteigerten Wachstum von 3.1% in Lokalwährungen im zweiten Quartal (1. Quartal: 0.7%). Für den gesamten Berichtszeitraum lag das Umsatzwachstum in Lokalwährungen bei 1.9% (Vorjahr: 13.5%). Deutliche zweistellige Umsatzsteigerungen verzeichnete Sika in den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas. Auch in Osteuropa zeigen die Baumärkte erste Anzeichen einer Erholung. In Deutschland ist Sika mit ihrer starken Vertriebsorganisation hervorragend positioniert, um vom kürzlich verabschiedeten Infrastrukturpaket der Regierung zu profitieren. Dieses sieht Investitionen über einen Zeitraum von zehn Jahren von EUR 500 Milliarden in die Modernisierung und den Ausbau der nationalen Infrastruktur vor.
Ausblick
Trotz der anhaltend unsicheren Marktentwicklung, die insbesondere aus fortbestehenden Handelskonflikten resultiert, will Sika weiterhin stärker als der Markt wachsen und legt dabei den Fokus auf die Verbesserung der Marge. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Sika eine leichte Umsatzsteigerung in Lokalwährungen. Das Unternehmen geht unverändert von einer überproportionalen EBITDA-Steigerung und einer EBITDA-Marge von 19.5% bis 19.8% aus.





