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Die Joint-Venture-Initianten Michael Schüepp, Head of Ventures Sulzer, und Ivo Schädler, Head of Construction Sika. Beide Unternehmen freuen sich darauf, gemeinsam die Transformation der Bauindustrie zu mehr Nachhaltigkeit voranzutreiben. Foto: Sika
Die Joint-Venture-Initianten Michael Schüepp, Head of Ventures Sulzer, und Ivo Schädler, Head of Construction Sika. Beide Unternehmen freuen sich darauf, gemeinsam die Transformation der Bauindustrie zu mehr Nachhaltigkeit voranzutreiben. Foto: Sika

Sika und Sulzer wollen zusammenarbeiten

Sika und Sulzer haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet, um das Kunststoffrecycling im Bauwesen voranzutreiben. Ziel ist es, die Stärken beider Unternehmen zu bündeln: Sikas umfassende Expertise in Polymeranwendungen und Hochleistungsbaustoffen und Sulzers führendes Prozesswissen im chemischen Recycling. Das Joint Venture mit Sitz im Raum Zürich wird als eigenständig operierendes Unternehmen gegründet, an dem beide Partner mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Die operative Tätigkeit startet im zweiten Halbjahr 2025 mit ersten Pilotprojekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Allein in der europäischen Bauindustrie fallen jährlich rund 2 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an. Die Wiederverwertung der komplexen Materialien ist bislang stark fragmentiert, technisch anspruchsvoll und oft wenig effizient. Der überwiegende Teil dieser Baukunststoffe wird folglich am Ende des Lebenszyklus entsorgt, da bestehende mechanische Recyclingverfahren häufig nur zu Materialien von geringer Qualität führen, die für eine Wiederverwertung ausscheiden.

Partnerschaft für nachhaltige Transformation der Bauindustrie

Mit dem Joint Venture entwickeln Sika und Sulzer ein System zur Sammlung, Aufbereitung und Wiederverwendung von Baukunststoffen mithilfe mechanischer und chemischer Verfahren.

Ivo Schädler, Head of Construction Sika: „Das Joint Venture ist ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Zirkularität im Bauwesen. Durch die Umwandlung von Abfall in hochwertige Ausgangsstoffe hilft das Projekt, Scope-3-CO₂-Emissionen zu senken. Gleichzeitig unterstützt es Unternehmen dabei, steigende ESG-Standards zu erfüllen und neue Wertschöpfungsströme zu erschließen. So leisten wir gemeinsam einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Bauindustrie und damit zur Zukunftsfähigkeit der Branche und unserer Kunden.“

Systematische Verwertung von Baukunststoffen

Das Joint Venture von Sika und Sulzer schließt Lücken in der Wertschöpfungskette der Bauindustrie und bietet künftig den Kunden ein umfassendes, kosteneffizientes Leistungspaket an. Ergänzt wird das Angebot durch lokale Partner wie beispielsweise Logistik- und Recyclingunternehmen, die gezielt in einzelne Prozessschritte eingebunden werden. Die rezyklierten Stoffe sollen dabei wieder in den Herstellungsprozess einfließen.

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