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Thomas Hasler, CEO Sika Deutschland Foto: Sika
Thomas Hasler, CEO Sika Deutschland Foto: Sika

Sika wächst trotz schwieriger Märkte – Prognose 2026 angehoben

Sika ist trotz eines weltweit anspruchsvollen Marktumfelds erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Halbjahr steigerte der Bauchemie-Spezialist seinen Umsatz in Lokalwährungen um vier Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich das zweite Quartal, in dem sich das Wachstum nochmals beschleunigte. Nach eigenen Angaben gewann das Unternehmen in allen Regionen Marktanteile hinzu und entwickelte sich damit besser als der Baumarkt insgesamt.

CEO Thomas Hasler führt dies vor allem auf neue Produkte, eine leistungsfähige Produktion und eine konsequente Kundenorientierung zurück. Vor allem in Zukunftsmärkten wie Infrastrukturprojekten und Rechenzentren sieht Sika weiteres Wachstumspotenzial.

Deutschland entwickelt sich wieder besser

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika legte der Umsatz um 7,7 Prozent zu. Besonders Osteuropa entwickelte sich stark. Auch in Deutschland verbesserte sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal wieder, nachdem der Jahresauftakt noch verhalten verlaufen war. Wachstumstreiber waren zudem große Infrastrukturprojekte im Nahen Osten. Weniger dynamisch verlief das Geschäft in Asien. Vor allem die anhaltende Schwäche des chinesischen Wohnungsbaus belastete die Entwicklung. Dagegen verzeichneten Indien und zahlreiche Länder Südostasiens ein solides Wachstum.

Digitalisierung und Effizienz  im Fokus

Mit dem konzernweiten Programm „Fast Forward“ treibt Sika den Ausbau der Digitalisierung, effizientere Abläufe und einen verbesserten Kundenservice voran. Gleichzeitig sollen Lieferketten weiter gestärkt und Innovationen schneller auf den Markt gebracht werden. Bereits in diesem Jahr erwartet das Unternehmen Einsparungen von rund 80 Millionen Schweizer Franken. Bis 2028 sollen die jährlichen Einsparungen auf 150 bis 200 Millionen Schweizer Franken steigen.

Auch bei den Mitarbeitern kommt der eingeschlagene Kurs offenbar gut an. Die weltweite Mitarbeiterbefragung erreichte mit einem Engagement-Score von 88 Punkten den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte.

Ausbau der Produktion und weitere Übernahmen

Parallel investiert Sika weiter in den Ausbau ihrer weltweiten Produktionskapazitäten. Neue Werke entstanden unter anderem in Belgien, Bangladesch, Tansania, Argentinien, Kolumbien sowie in den USA. Mit neuen Produktions- und Technikzentren will das Unternehmen Kunden künftig noch schneller und flexibler beliefern.

Darüber hinaus stärkt Sika ihre Marktposition durch Übernahmen. Im ersten Halbjahr wurde der schwedische Mörtelhersteller Finja übernommen. Außerdem soll der türkische Hersteller Akkim, der auf Kleb- und Dichtstoffe spezialisiert ist, noch im dritten Quartal 2026 Teil der Sika-Gruppe werden.

Zuversichtlicher Ausblick

Nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr hebt Sika die Umsatzprognose für 2026 an. Statt eines Wachstums von ein bis vier Prozent rechnet das Unternehmen nun mit drei bis sechs Prozent in Lokalwährungen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und eines insgesamt zurückhaltenden Baumarktes sieht sich Sika mit Investitionen in Innovation, Digitalisierung und Produktion gut aufgestellt, um den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen.

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