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Neuer_hagebaumarkt_in_Ratingen-Breitscheid

Insolvenz bei Buhrens Hagebaumärkten

Die anhaltende Schwäche im deutschen Baumarktsegment trifft zunehmend auch etablierte mittelständische Betreiber. Ein aktuelles Beispiel liefert die Hagebaumarkt Mülheim GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer Hartmut Buhren, die sich seit Februar in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindet.

Wie aus Informationen der WAZ vom 11.04.2026 hervorgeht, sind zwei Standorte in Mülheim und Ratingen mit insgesamt 75 Beschäftigten betroffen. Beide Märkte bleiben zunächst geöffnet, während der Fachhandel explizit nicht Teil des Insolvenzverfahrens ist. Zum Fachhandelsbereich des 1953 gegründeten Unternehmens Harbecke gehören ein Baustoffzentrum in Mülheim und ein Fliesen+ Marmorhandel in Mülheim.  Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 150 Mitarbeiter.

Gespräche zur Fortführung beider Standorte

Im Fall Buhren laufen derzeit Gespräche zur Fortführung beider Standorte. Ziel ist es, eine Lösung im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu finden. Buhren beschreibt die Lage in der WAZ unmissverständlich: Die Konsumenten halten ihr Geld zusammen, insbesondere außerhalb des Lebensmittelbereichs. Für Sortimente wie Fliesen, Badmodernisierung oder Wohnraumgestaltung bedeutet das konkret: Projekte werden aufgeschoben oder reduziert.

Die Entwicklung ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines klaren Branchentrends. Nach den außergewöhnlichen Umsätzen im ersten Corona-Jahr 2020 – getrieben durch Homeoffice, Renovierungswellen und eine neue Heimwerkerkultur – folgte bereits 2021 ein deutlicher Einbruch. Diese Abwärtsbewegung hat sich verstetigt: 2025 markiert laut Branchenzahlen das dritte Minusjahr in Folge. Der Gesamtumsatz liegt mit 20,6 Milliarden Euro rund sieben Prozent unter dem Höchststand von 2020.

Markt in Mülheim an der Ruhr. Foto: hagebau

Marktbereinigung setzt sich fort

Die strukturellen Folgen sind bereits sichtbar: Die Zahl der Baumarktstandorte in Deutschland ist seit 2020 rückläufig, Verkaufsflächen werden reduziert. Branchenexperten erwarten eine weitere Konsolidierung. Standortschließungen, Flächenverkleinerungen und neue Nutzungskonzepte wie Shop-in-Shop-Modelle gelten als wahrscheinliche Maßnahmen.

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