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Foto: Stark Deutschland
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Stark Group: EU-Anforderungen verändern Rollen in der Baubranche

Neue Anforderungen an Produktklimadaten und Umweltdokumentationen werden den Baustoffmarkt in den kommenden Jahren deutlich verändern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Sustainability Market Outlook Report“ der Stark Group. Demnach entwickelt sich die Umweltdokumentation von Baustoffen zunehmend von einer Anforderung einzelner Projekte zu einem wichtigen Kriterium für den Marktzugang.

Die steigenden Anforderungen an CO₂-Bilanzdaten und Umweltdokumentationen wirken sich nach Einschätzung des Berichts auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Lieferanten müssen künftig umfassendere und verifizierte Produktdaten bereitstellen. Gleichzeitig müssen Handwerksbetriebe und Bauunternehmen ihre Materialauswahl zunehmend dokumentieren.

Damit verändert sich auch die Rolle des Baustoffhandels. Händler sollen nicht mehr ausschließlich Produkte bereitstellen, sondern zunehmend auch die dazugehörigen Daten, Unterlagen und Informationen. Die Stark Group sieht darin eine wachsende Bedeutung des Handels als Schnittstelle zwischen Herstellern und verarbeitenden Unternehmen.

„Die Bauindustrie steht vor einem bedeutenden Wandel. Daten und Dokumentation werden zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, erklärt Louise Askær-Hune, Senior Director Group Nachhaltigkeit & ESG bei der Stark Group.

Gleichzeitig steige der Bedarf, die zunehmende Komplexität für die Marktteilnehmer handhabbar zu machen. Unternehmen, die Daten und Dokumentationen in praktikable Lösungen und Beratungsangebote übersetzen könnten, würden nach Einschätzung der Stark Group künftig besser positioniert sein.

Steigende Anforderungen an Produktdaten und Dokumentationen

Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben bereits in Klimadaten, digitale Tools und die Schulung von Nachhaltigkeitsbotschaftern. Damit sollen Kunden und Lieferanten bei den steigenden Anforderungen an Produktdaten und Dokumentationen unterstützt werden.

„Der Bericht zeigt, dass Dokumentation, Daten und Beratung zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor in der Bauwirtschaft werden“, so Askær-Hune.

Der „Sustainability Market Outlook Report 2026“ wurde von The Footprint Firm in Zusammenarbeit mit der Stark Group erstellt. Grundlage ist eine Analyse regulatorischer Entwicklungen, der Marktdynamik und verschiedener Trends in Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Deutschland, Österreich und Großbritannien.

Nach Angaben des Reports wird die Entwicklung unter anderem durch europäische Rechtsvorschriften wie die Bauprodukteverordnung (CPR) und die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) vorangetrieben.

Insbesondere dem Baustoffhandel weist der Report damit eine zunehmend wichtige Funktion zu. Händler sollen künftig nicht nur die Verfügbarkeit von Produkten sicherstellen, sondern verstärkt auch die für Planung, Ausschreibung und Verarbeitung benötigten Umweltdaten und Dokumentationen bereitstellen.

Die Stark Group sieht darin eine Weiterentwicklung der klassischen Vertriebsrolle hin zu einer stärkeren Beratungs- und Datenfunktion innerhalb der Baubranche.

 

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