Die insolvente Baumarktkette Hellweg (wir berichteten bereits hier) steht vor einer weitreichenden Neuordnung. Wie das Onlineportal T-Online und andere Medien übereinstimmend berichten, gibt es für große Teile des Filialnetzes konkrete Übernahmeangebote. Einen Investor für die gesamte Unternehmensgruppe gibt es dagegen nicht. Hellweg wird damit voraussichtlich in mehrere Teile zerlegt.
Betroffen sind die Hellweg Profi-Bau- & Garten-Märkte sowie die zum Konzernverbund gehörenden BayWa Bau- & Garten-Märkte. Der Investorenprozess sei inzwischen weit fortgeschritten, teilten die Sanierungsgeschäftsführer mit. Für zahlreiche Standorte liegen demnach Angebote vor, bei einigen Märkten der BayWa Bau- & Garten-Sparte gibt es ebenfalls Interessenten.
Entscheidung über die Standorte steht bevor
Noch müssen die zuständigen Gläubigerausschüsse den geplanten Transaktionen zustimmen. Die Geschäftsführung erwartet, innerhalb von etwa zwei Wochen mitteilen zu können, welche Märkte an welche Betreiber gehen. Für Filialen, für die bislang kein Übernahmeangebot vorliegt, soll die Suche nach Investoren bis Ende August weiterlaufen.
Damit besteht für einen großen Teil des Filialnetzes eine Perspektive. Wie die einzelnen Märkte künftig heißen und unter welcher Marke sie betrieben werden, hängt allerdings von den jeweiligen Käufern ab. Ein Fortbestand von Hellweg als einheitliches Filialunternehmen unter einem gemeinsamen Eigentümer ist nach dem bisherigen Stand nicht zu erwarten.
Für die Beschäftigten bedeutet die geplante Aufteilung unterschiedliche Perspektiven. Wer in einem übernommenen Markt arbeitet, wird künftig mit dem jeweiligen neuen Betreiber zu tun haben. Für Standorte ohne Übernahmelösung bleibt dagegen offen, wie es weitergeht.
Zentralen in Dortmund und Garching werden geschlossen
Die Neuordnung trifft auch die bisherigen Unternehmensstrukturen. Die Zentralen von Hellweg in Dortmund und Garching bei München sollen geschlossen werden. Wenn die Märkte künftig von verschiedenen Betreibern geführt werden, wird eine gemeinsame Konzernverwaltung in der bisherigen Form nicht mehr benötigt.
Von den Schließungen der beiden Zentralen sind rund 340 Beschäftigte betroffen. Für sie sowie für Mitarbeiter an Standorten, für die bislang keine Übernahmelösung gefunden wurde, sind die Gehälter nach Angaben des Unternehmens bis einschließlich November 2026 gesichert.





