Mit einem spektakulären Design-Pavillon präsentiert Spanien seinen internationalen Beitrag zur World Design Capital Frankfurt Rhein-Main. Die begehbare Installation „Drac“ im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt verkörpert von Mai bis Oktober das architektonische Erbe Antoni Gaudís und damit die kreative Innovationskraft des Landes. Ausstellungen, Konzerte und Fach-Talks bilden das Rahmenprogramm. Der Pavillon wurde initiiert von der spanischen Außenhandelskammer ICeX in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Frankfurt. 1200Grad war zur Eröffnungsfeier Ende April in Frankfurt vor Ort zu Gast und entdeckte viele bekannte Gesichter aus der Fliesenbranche.
Die „Drachenschuppen“ bestehen aus mechanisch gefügten Holz- und Keramikmodulen, die mehrere Ab- und Aufbauzyklen durchlaufen können.

Die „Drachenschuppen“ bestehen aus mechanisch gefügten Holz- und Keramikmodulen, die mehrere Ab- und Aufbauzyklen durchlaufen können.
El Drac – Der Drache von Gaudí
Als Beitrag von ICeX – der spanischen Außenhandelskammer – und dem Instituto Cervantes Frankfurt zur World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026 wird vom 30. April bis 30. Oktober 2026 im Garten des Instituts eine begehbare Skulptur errichtet. Der Pavillon mit einer Fläche von 150m² wurde von José Ramón Tramoyeres entworfen und dem Holzspezialisten Manolo García gebaut. Sie steht unverwechselbar in der Tradition der organischen Formsprache des legendären Antoni Gaudí.
Schon der Name des Pavillons „Drac“ (katal. „Drache“) bezieht sich auf jene von Gaudí erschaffene Echsenskulptur aus Mosaikbruchstücken, die sogenannte Trencadís-Technik, die den Eingang des Parc Güell in Barcelona bewacht. In diesem Jahr wird auch der 100. Todestag der katalanischen Architektenlegende gefeiert: Antoni Gaudí, der durch seine Bauten wie die Sagrada Familia oder Casa Batlló berühmt wurde. Bei der Installation mit dem Namen „Drac Gaudí und der urbane Resonanzraum“ handelt es sich um einen modularen Leichtbau, der temporäre kulturelle Räume schaffen soll.
Video-Interview mit Elisa Carbonell, CEO von ICEX, zum Design-Pavillon:
So bestehen die äußeren Module „die Drachenschuppen“ aus Keramik, Textilien und Holz – allesamt hergestellt in Spanien. Sie können mehrere Ab- und Aufbauzyklen durchlaufen. Der gaudianische Drache hinterlässt dabei keine baulichen Spuren, wenn er seine nächste Reise antritt: nach Frankfurt wird es nach Mailand gehen. Im Foyer des Instituto Cervantes Frankfurt dokumentiert eine Ausstellung die Entstehungsgeschichte des Pavillons.

Blick in die Eröffnungsfeier.

Bei einer Flamenco Show zur Eröffnung bewies der neue Pavillon schon seine Ausstrahlung für künstlerische Darbietungen.
Fiesta Vibes: Im Garten des Instituto Cervantes Frankfurt weiß man Sommerfeste zu feiern.
Der Pavillon wird mit einem Programm aus Kultur und Kreativwirtschaft in den Monaten Mai und Juni zum „Wohnzimmer“ der World Design Capital: ein offener Raum, in dem Design, Musik, und Kulinarik bei zahlreichen Events zusammenkommen. Besucherinnen und Besucher erleben neben Ausstellungen auch Konzerte, Talks, Modeformate und vielfältige Begegnungen im lauschigen Garten des Instituto Cervantes Frankfurt, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rothschildpark liegt.
Bei schlechter Witterung werden sie im Saal des Instituto Cervantes Frankfurt stattfinden. Die Installation „Drac Gaudí“ kann zu den regulären Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden (Montag bis Donnerstag, 9–18 Uhr, Freitag 9–15, unter 069 71374970 sind punktuell längere Öffnungszeiten oder Samstagsöffnungen zu erfahren). Vom 30. April bis zum 30. Oktober finden außerdem Führungen und Fachveranstaltungen statt. Ziel ist, auf ihnen die spanische Design- und Architekturbranche international zu präsentieren.

Spanische Fliesen bilden eine keramische Schuppenhaut für den Pavillon-Drachen.
Innovationskraft Spaniens sichtbar machen
Der Pavillon gehört zur Strategie der spanischen Außenhandelskammer ICeX, mit der die Internationalisierung spanischer Unternehmen weitergeschrieben werden soll. Er dient als Bühne für neue deutsch-spanische Kooperationen in Architektur und Design und zeigt die Leistungsfähigkeit der spanischen Kreativ- wie auch der Baubranche im internationalen Kontext.

Elisa Carbonell, CEO von ICeX, begrüßte in Frankfurt die Gäste bei der feierlichen Eröffnung.
Elisa Carbonell, CEO von ICeX, erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit dem Spanish Design Pavilion einen Beitrag zur World Design Capital leisten zu können. Hier vereinen sich spanische Kreativität und Talent mit technologischer Innovation. Der Pavillon spiegelt das Beste wider, was unser Land sowohl in künstlerischer Hinsicht als auch im Bereich der Ingenieurskunst und Materialwirtschaft zu bieten hat. Unser Ziel ist es, im Herzen Frankfurts einen besonderen Ort zu schaffen, an dem sowohl das Fachpublikum als auch die breite deutsche Öffentlichkeit erfahren können, wie viel Spanien zur Steigerung der Bau- und Designstandards in diesem Land beizutragen hat.“

Auch der deutsche Fliesenhandel war in Frankfurt zu Gast: Peter Erfeling (r.), Geschäftsleiter Fliese bei Stark Deutschland, mit Alberto Echavarría García, Generalsekretär des Herstellerverbandes ASCER.
„Im Zentrum des Pavillons steht die Auseinandersetzung mit dem Werk von Antoni Gaudí, dessen Einfluss auch 100 Jahre nach seinem Tod die Architektur – auch über Spanien hinaus – immer noch prägt und beflügelt“, freut sich Ferran Ferrando Melià, Direktor des Instituto Cervantes Frankfurt. Dabei wird deutlich, wie Gaudís Denken aktuelle Fragestellungen der Architektur vorwegnimmt und Lösungen für die Gegenwart anbietet.
Über den Architekten

José Ramon Tramoyeres ist ein zur neuen digitalen Avantgarde zählender Stararchitekt, der in zwei der bekanntesten Architekturbüros Europas gearbeitet hat.
José Ramon Tramoyeres ist ein zur neuen digitalen Avantgarde zählender Stararchitekt, der in zwei der bekanntesten Architekturbüros Europas gearbeitet hat: bei Santiago Calatrava (Valencia) wie auch bei Zaha Hadid in London. Beide Büros sind maßgebliche Verfechter ikonischer, parametrischer wie auch skulpturaler Architektur – und ihre Einflüsse finden sich auch in Tramoyeres‘ Arbeiten wieder.
„Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung ganz unterschiedlicher Materialien und Bauweisen. Der Pavillon demonstriert neue Ansätze im Zusammenspiel von Keramik, Holzbau und textilen Strukturen. Diese Kombination eröffnet nicht nur ästhetische Möglichkeiten, sondern auch funktionale und nachhaltige Perspektiven für eine Architektur der Zukunft“, erklärt der Architekt.
Der Pavillon dient als Schaufenster für die spanische Bau- und Designindustrie. Er zeigt, wie leistungsfähig und vielfältig sie ist – von experimenteller Architektur über Materialinnovationen bis hin zu kulturellen Formaten. Spanien präsentiert sich damit als kreativer Impulsgeber und attraktiver Partner für zukunftsorientierte Projekte.

Im Foyer des Instituto Cervantes Frankfurt dokumentiert eine Ausstellung die Entstehungsgeschichte des Pavillons.
Über ICEX und das Instituto Cervantes Frankfurt
Spanish Design Pavilion ist ein Projekt der spanischen Außenhandelskammer ICEX und des Instituto Cervantes Frankfurt für die World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026. Die Live-Konzerte werden von der Initiative „Sounds from Spain“ gefördert. ICEX ist eine öffentliche Einrichtung in Spanien, die darauf spezialisiert ist, die Internationalisierung spanischer Unternehmen zu fördern und ausländische Investitionen in Spanien zu unterstützen.
Das Instituto Cervantes Frankfurt ist seit 2008 im ehemaligen Amerika-Haus nahe des Opernplatzes beheimatet und ein wichtiger kultureller und gesellschaftlicher Ort für die spanischsprachige Community sowie für Spanien- und Lateinamerikainteressierte in Frankfurt und weit darüber hinaus.

Auch verschiedene Repräsentanten der spanischen Fliesenindustrie ließen es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung des Pavillons in Frankfurt vor Ort zu sein und sich live ein Bild davon zu machen, wie ihre Fliesen für den Drachen eingesetzt wurden (v.l.n.r.): Raul Carnicer Geschäftsführer und Eigentümer Cevica, Verónica Obrero, Export-Managerin Decocer, Alberto Echavarría García, Generalsekretär des spanischen Herstellerverbandes ASCER und Ana Montes, Exportleiterin Deutschland Cevica.
Zu den Partnern, welche die hochwertigen Materialien für den Drac liefern, gehören Cevica The Tile Atelier, Decocer Coverings, Emedec und Francisco Simó Pinturas. Ebenfalls maßgeblich beteiligt sind Ide Lightec, Lastra y Zorrilla, Natucer Cerámica sowie Truss 30, S.L., die gemeinsam die Vielfalt und Qualität zeitgenössischer spanischer Fertigungskunst repräsentieren.





