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Einzelhandels-Meeting 2026 mit über 220 Teilnehmer in Hamburg. Fotos: Eurobaustoff
Einzelhandels-Meeting 2026 mit über 220 Teilnehmer in Hamburg. Fotos: Eurobaustoff

Eurobaustoff Einzelhandels-Meeting in Hamburg

Nach Neuss und Leipzig in den Jahren 2024 und 2025 führte das diesjährige Einzelhandels-Meeting der Eurobaustoff die Teilnehmer vom 24. bis 25. Februar nach Hamburg. Peter Abraham, Bereichsleiter Fachmarkt, Baumarkt & Ausstellung, eröffnete die Tagung am 24. Februar und stimmte die 221 Teilnehmer aus dem Gesellschafterkreis, die für eine neue Bestmarke und eine ausgebuchte Veranstaltung sorgten, auf zwei informative Tage mit aktuellen Branchenthemen, neuen Konzepten und Impulsen für das Tagesgeschäft ein.

In diesem Jahr stand am ersten Veranstaltungstag der Besuch eines Gesellschafterprojekts auf dem Programm. Ziel war das neue i&M Bauzentrum Lüchau in Uetersen. Geschäftsführer Jochen Lüchau stellte den Standort vor und berichtete, wie das Unternehmen Anfang 2025 die Gelegenheit nutzte, einen bisherigen Standort der Hagebau zu übernehmen und sich in Uetersen neu aufzustellen. Neben den Eckdaten zeigte er auf, wie ein umfassender Marktumbau inklusive der Integration einer neuen Ausstellung sowie der Umrüstung auf die Eurobaustoff-Fachhandelsmarke i&M Bauzentrum bei laufendem Betrieb realisiert wurde. Bevor die Teilnehmer zur Standortbesichtigung aufbrachen, stellte Christian Sturm, Leiter Konzeptentwicklung und Einrichtung, das neue Marktgestaltungskonzept der Eurobaustoff vor, das bei Lüchau erstmalig umgesetzt wurde.

Peter Abraham, Bereichsleiter Fachmarkt, Baumarkt & Ausstellung.

Peter Abraham, Bereichsleiter Fachmarkt, Baumarkt & Ausstellung.

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer bei einem Rundgang vor Ort selbst ein detailliertes Bild von dem umfassenden Umbauprojekt machen und nutzten zugleich die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit dem Lüchau-Team. „Wir bedanken uns bei Jochen Lüchau und seinen Mitarbeitern für die Einladung und die Möglichkeit, den neu gestalteten Standort live zu erleben“, so Peter Abraham.

Eigeninitiative in vier Handlungsfeldern

Den zweiten Veranstaltungstag eröffnete Peter Abraham und stimmte die Gäste auf einen abwechslungsreichen Tag ein. Es folgten die Grußworte der Eurobaustoff Geschäftsführung mit Dr. Eckard Kern (Vorsitzender) und Patrick Dietrich, verantwortlich für das Beschaffungsmanagement. Dabei nutzte Patrick Dietrich die Gelegenheit, sich den anwesenden Gesellschaftern persönlich vorzustellen. Auch Torsten Hamann, Sprecher des Fachbeirats und Vorstandsvorsitzender der RHG Mittelsachsen, begrüßte die Teilnehmer in Hamburg und rückte dabei das „Wir“ in den Fokus: „Die DIY-Branche bleibt heute und in Zukunft ein stabiler Bestandteil des stationären Handels. Entscheidend für unseren Erfolg ist nicht die Marktlage, sondern das menschliche Miteinander. Das ist unser Wettbewerbsvorteil vor Ort im Fach- und Baumarkt sowie in unserer Kooperation.“

Unter der Überschrift „Neues aus Markt und Branche“ eröffnete Peter Abraham die Vortragsreihe, ging auf die aktuelle Marktsituation ein und zeigte dem Plenum konkrete Handlungsfelder für die Zukunft auf. Im Fokus standen insbesondere die Chancen in den Bereichen Kundenorientierung, Mitarbeiterpotenziale, Sortiment sowie Standort- und Flächengestaltung. Dabei bewertete Abraham die geschäftliche Entwicklung im Rückblick auf 2025 trotz eines leichten Umsatzrückgangs im Vergleich zur Gesamtbranche als weiterhin solide und betonte die Notwendigkeit, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen zu hoffen. Dazu gab er den Teilnehmern vier Handlungsfelder mit.

Einzelhandels-Meeting 2026 mit über 220 Teilnehmer in Hamburg.Fotos: Eurobaustoff

Die Teilnehmer beim Standortbesuch des neuen i&M Bauzentrums Lüchau in Uetersen.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Bereichsleiter, seiner zuvor formulierten Botschaft folgend, verhalten optimistisch und zitierte in diesem Zusammenhang Klaus Teipel, der in der Branche als „Zahleninstanz“ gilt. Dieser hatte für die DIY-Branche ein neutrales bis leicht positives Wachstum bei Bau-, Renovierungs- und Gartenartikeln für das Jahr 2026 prognostiziert. „Was uns darüber hinaus Hoffnung machen sollte“, so Abraham, „ist die Tatsache, dass es bei der Mehrzahl der Kunden nicht am Geld hängt, wenn DIY-Projekte aufgeschoben werden. Es liegt also an uns, hier aktiv zu werden und mit mehr Experimentierfreude sowie gezielten Aktionen die Lust auf DIY-Projekte zu wecken.“

Marius Wegmann, Vertriebsleiter, widmete sich in seinem Vortrag aktuellen Vertriebsthemen und hob die zunehmende Preissensibilität der Kunden hervor. Diese führe zu einem intensiveren Wettbewerb – nicht nur innerhalb der Branche, sondern verstärkt auch mit Restpostenbörsen sowie Discountern aus dem Food- und Nonfood-Bereich. Das sei laut Wegmann ein deutliches Zeichen für die zunehmende Preissensibilität der Kunden. Um die Wettbewerbsfähigkeit vor diesem Hintergrund zu stärken, sei es entscheidend, das Preisimage gezielt zu optimieren, Einkaufsaktionen konsequent zu nutzen sowie Schnelldreher klar zu identifizieren, zu bevorraten und aufmerksamkeitsstark zu präsentieren.

Denkanstöße aus dem Bereich Personal und Qualifizierung

Kathrin Geuer, Fachbereichsleiterin der Eurobaustoff Akademie, gab den Teilnehmern Denkanstöße aus dem Bereich Personal und Qualifizierung mit auf den Weg und stellte ein Laufbahnkonzept für Führungskräfte und Marktleiter vor, um in Zeiten des Fachkräftemangels eine gezielte Förderung und langfristige Bindung von Talenten zu gewährleisten. Ihr folgten Jürgen Grün und Melina Rohrmann aus der Unternehmenskommunikation, die mit campusNET die neue Extranet-Lösung der Kooperation für den Austausch mit den Gesellschafterhäusern präsentierten. Andreas Friederichs, Bereichsleiter Marketing, präsentierte aktuelle Entwicklungen in seinem Segment. Dazu zählte unter anderem ein neues digitales Loyalty-App-Konzept zur stärkeren Kundenbindung. Auch das Thema, Beilagenkampagnen mit einem Social-Media-Paket zu nutzen, um die Kundenfrequenz zu steigern, spielte in Hamburg eine Rolle.

Als Nächstes stand Joachim Schock, Leiter Einkauf und stellvertretender Bereichsleiter, mit seinem Vortrag über Neuigkeiten und Trends zu Sortimenten und Lieferanten auf der Agenda.

Für einen unterhaltsamen und zugleich praxisnahen Abschluss des Einzelhandels-Meetings sorgte Gastreferentin Katrin Hansmeier mit ihrem Vortrag „Joy sells – mit Humor Kunden gewinnen“, der den Teilnehmern Denkanstöße und Impulse für das Tagesgeschäft gab.

„Für uns ist das Einzelhandels-Meeting zum Jahresauftakt der ideale Startpunkt, um mit neuen Themen und Konzepten sowie viel Rückenwind in das neue Geschäftsjahr zu starten“, resümierte Peter Abraham zum Abschluss der Veranstaltung.

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