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Cevisama 2025, Foto: EPDA
Cevisama 2025, Foto: EPDA

Verärgerung über Cevisama-Verlegung

Die Aussteller der Wohnkulturmesse Hábitat in Valencia, zu denen Möbel- und Heimtextilunternehmen zählen, zeigen sich verärgert über die Entscheidung, die internationale Keramikmesse Cevisama im Februar 2026 abzusagen und stattdessen im September parallel zur Hábitat durchzuführen. Kritisiert wird insbesondere, dass diese strategisch bedeutende Änderung ohne Rücksprache mit den betroffenen Branchen getroffen wurde.

Laut Branchenquellen erfuhr die Möbelindustrie erst aus der Presse von der Verschiebung. Selbst Alejandro Bermejo, Präsident des Dachverbands Fevama und Vizepräsident des Verwaltungsrats der Feria Valencia, wurde nach eigenen Angaben nicht informiert – obwohl er die Unternehmer in diesem Gremium unter dem Vorsitz von Industrieministerin Marián Cano vertritt. Die Kritik richtet sich auch gegen den zunehmenden Einfluss der Regionalregierung, die nach der Übernahme der Messeleitung viele Mitglieder des Verwaltungsrats bestimmt. Die Entscheidung sei hinter verschlossenen Türen zwischen Cevisama, der Messeleitung und der Regionalregierung gefallen, so der Vorwurf.

Ein Sprecher der Feria Valencia räumte gegenüber „El Periódico del Azulejo“ ein, dass es Beschwerden über die einseitige Entscheidung gebe. Man verteidige jedoch das Vorgehen mit dem Verweis auf die Autonomie der Messeleitung in Abstimmung mit dem Ministerium. Es handele sich nicht um eine Zusammenlegung beider Veranstaltungen, sondern lediglich um eine zeitliche Überschneidung. Eine inhaltliche Vermischung sei derzeit nicht vorgesehen, könnte jedoch in Zukunft geprüft werden.

Veranstaltungen sprechen ähnliche Käufergruppen an

Die Messe argumentiert außerdem, dass beide Veranstaltungen ähnliche Käufergruppen ansprechen. Der häufig geäußerten Sorge aus der Möbelbranche über Platzprobleme entgegnet die Messeleitung: Bei der letzten Ausgabe 2024 belegte die Hábitat acht Hallen, die Cevisama hingegen nur 50.000 Quadratmeter – deutlich weniger als noch 2024. Zusätzlich stünden weitere 70.800 Quadratmeter in den Hallen 5 bis 8 zur Verfügung, die bisher ungenutzt blieben.

Die Entscheidung zur Terminänderung begründet die Messeleitung mit dem Rückgang der Cevisama, der unter anderem durch das Fernbleiben großer Hersteller bedingt sei. Diese empfingen ihre Fachbesucher zunehmend direkt in Castellón, statt auf der Messe auszustellen.

Man greift nun auf ein Konzept zurück, das bereits vor einem Jahrzehnt erfolgreich war: Damals wurde Hábitat von September auf Februar verlegt und parallel zur Cevisama veranstaltet. Das führte zur Stabilisierung der Möbelmesse, die später wieder zu ihrem angestammten Termin im September zurückkehrte. Heute habe Hábitat Cevisama in ihrer Bedeutung sogar überholt. Nun wolle man das Modell in umgekehrter Richtung anwenden, um Cevisama zu stärken – mit der Hoffnung, sie mittelfristig wieder im Februar etablieren zu können. Immerhin habe die letzte Ausgabe 60.000 Besucher verzeichnet. Ziel sei es, der Krise frühzeitig entgegenzuwirken.

Kritik wegen Überschneidung mit Cersaie

Die neue Terminplanung bringt die Cevisama allerdings in direkte Konkurrenz zur Cersaie in Bologna – der wichtigsten Keramikmesse weltweit. Die Messeleitung verteidigt den Schritt mit dem Hinweis, dass auch die Hábitat durch die damalige Terminverschiebung näher an die Branchenleitmesse in Mailand gerückt sei.

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