Als Urlaubsland wird die Türkei seit vielen Jahren in Deutschland sehr geschätzt, auf der europäischen Fliesen-Landkarte ist die Türkei jedoch erst in den letzten Jahren spürbar in Erscheinung getreten. Inzwischen gibt es eine Reihe von interessanten Werken in Kleinasien, die mit moderner Produktionstechnik und zeitgemäßen Design auch zunehmend auf dem deutschen Markt Fuß fassen.

Helme und Schutzwesten gehören bei einer Werksbesichtigung natürlich zur Ausstattung.
Einer davon ist die Firma NG Kütahya, über die wir bereits Ende des letzten Jahres ausführlich berichtet haben (siehe Bericht hier). NG Kütahya wurde 1970 gegründet und ist im Besitz der Familie Güral. Das türkische Unternehmen hat drei Sparten: Porzellan (100 Mio. Euro Umsatz), Fliesen (260 Mio. Euro Umsatz), Hotels (90 Mio. Euro Umsatz) sowie das Minengeschäft. Im Bereich Fliese sind 1.300 Mitarbeiter beschäftigt.
Eigentlich ist NG Kütahya so etwas wie das „Villeroy & Boch der Türkei“. Sprich: Kütahya kennt in der Türkei jedes Kind. Das Unternehmen wirbt großflächig mit der türkischen Nationalmannschaft und der Fußball Süper Lig (vergleichbar mit der 1. Bundesliga) und die Geschirrshops findet man nicht nur in NG Kütahya selbst, sondern in der gesamten Türkei.

Viele Fragen gab es an der modernen Continua Plus Anlage.
Top moderne Produktion
Umso gespannter waren die Teilnehmer auf die Eindrücke bei der Werksbesichtigung in Kütahya. In der top modernen Produktion gibt es sogar einige der wenigen Continua Plus Anlagen der neuesten Generation in Europa.
Bei den Produkten ist man aktuell technisch in der Lage, eigentlich alles zu fertigen. Das fängt an bei gängiger Marktware in 60×60, 60×120, 120×120 cm etc. mit Antislip Veredelung und geht bis hin zum 2 cm Outdoor Material und riesigen Slabs in 120×280 cm. Mit insgesamt vier neuen Continua Plus Linien sind auch durchgefärbte Scherben Adern (vena passante) möglich und die vorhandene Digital- und Poliertechnik erlaubt fast alle Oberflächen und Designs. Selbst 3 mm dünne Großplatten bis 320 cm für die Möbelindustrie laufen in NG Kütahya vom Band.

Die Leser im Gespräch mit Tomas Matlari (rechts).
Ebenso begeistert zeigten sich die Teilnehmer der 1200Grad Leserreise in die Türkei von der Tatsache, dass NG Kütahya auch in Sachen Design inzwischen ein marktfähiges Programm für den deutschen Markt im Portfolio hat, das sich hinter spanischen und italienischen Werken nicht verstecken muss. Heiß diskutiert wurden mit Tomas Matlari, der für den Vertrieb der Kütahya Produkte in den DACH-Länder zuständig ist, sowie mit Gökmen Kösele, Kütahya -Exportleiter Europa und UK, auch die Lieferfähigkeit und Logistik der Waren aus der Türkei. Hier will NG Kütahya mit einem bereits fest geplanten Lager in der Nähe von Heidelberg schon bald für eine schnelle Warenverfügbarkeit auch kleinerer Abnahmemengen sorgen.

Gökmen Kösele, Kütahya -Exportleiter Europa und UK (rechts), erläuterte das Programm.
Resümee der 1200Grad-Leser (siehe Video-Interviews): Die Türkei ist nicht nur als Urlaubsland immer eine Reise wert, sondern inzwischen auch für seine moderne Fliesen-Produktion.





