Die ASCER Tile of Spain Awards würdigen die besten Werke der Architektur und Innenarchitektur sowie Master-Abschlussarbeiten, in denen spanische Keramik zum Einsatz kommt. Die diesjährigen Gewinnerprojekte reichen von industrialisierten Modulhäusern und sensiblen Restaurierungsarbeiten an Kulturgütern bis hin zu kreativen und ausdrucksstarken Innenausstattungen in Wohn-, Hotel- oder Gewerberäumen.
Ende 2025 kam die hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz des renommierten Architekten Julio Touza im Hauptsitz von ASCER zusammen, um die 24. Keramikpreise in den Kategorien Architektur, Innenarchitektur und Masterarbeiten zu vergeben. In den Bereichen Architektur und Innenarchitektur wurden erstmals Unterkategorien eingeführt, die die Vielfalt der Keramiktypen widerspiegeln.
Die ersten Preise sind in den vier professionellen Unterkategorien Architektur (Aa, Ab) und Innenarchitektur (Ia, Ib) mit jeweils 8.000 Euro dotiert, in der Kategorie TFM für Architekturstudierende beträgt die Dotierung 3.000 Euro.
Kategorie Architektur
Gewinner Unterkategorie Aa: „Casa Marratxí“ – Casas inHAUS
Durch die Verwendung von Keramik in Standardformaten sowohl außen als auch innen wird das Konzept des modularen Wohnens hervorgehoben. Die großflächige Anordnung der Keramik betont zudem die Architektur und zeigt, dass sich das natürliche Material ideal für Vorfertigungsprozesse eignet.

Foto: Alfonso Calza
Gewinner Unterkategorie Ab:
„Intervenciones en el Monasterio de Santa María de Sijena“ – Pemán y Franco Arquitectos / Sebastián Arquitectos
Die Jury lobte den sorgfältigen Ansatz bei der Restaurierung, durch den das bestehende Ensemble bewahrt und aufgewertet wird. Der Keramikboden mit dreieckigen Fliesen, die bewusst natürlich verlegt und dezent von den Wänden abgesetzt wurden, unterstreicht die Schönheit des Klosters und verleiht dem Raum Authentizität und Charakter.

Foto: Iñaki Bergera
Special Mention:
„Pabellón Ferrobús“ – EOVASTUDIO
Die großformatigen Lamellen aus extrudiertem Steinzeug verleihen der Fassade dieses Industriegebäudes Identität und Ausdruckskraft. Die widerstandsfähige Keramik verbindet Ästhetik mit energetischer Effizienz und beweist, dass das natürliche Material einzigartige Lösungen ermöglicht.

Foto: Fernando Alda
Special Mention:
„El Camino de la Almazara“ – CARPE STUDIO / Miguel Hernández Alonso – Piano Piano Studio
Die Jury würdigte dieses Projekt, bei dem Keramik als „Erde in der Erde“ die Verbindung zwischen Architektur und Landschaft verstärkt. Die Einbindung des ästhetisch ansprechenden Materials in Promenaden, Bänke und Details des Außenbereichs erfolgte mit Sensibilität und tiefem Respekt vor der Natur.

Foto: Milena Villalba
Kategorie Innenarchitektur
Gewinner Unterkategorie Ia: „Brickell Penthouse Miami“ – François Guglielmina – TOGU Miami Design
In diesem Penthouse, das mit einer vom Neo-Pop inspirierten Ästhetik und einer außergewöhnlichen räumlichen Raffinesse überzeugt, spielen großformatige Keramikfliesen die Hauptrolle. Im Dialog mit der natürlichen Lichtführung wird ihr mineralischer Charakter betont und die Strahlkraft des Raumes verstärkt.

Foto: Troy Benson
Gewinner Unterkategorie Ib:
„Boc Beach“ – Il Mio Design
Bei diesem innovativen Projekt im expressiven Rock-’n’-Roll-Stil der 1960er-Jahre betonte die Jury den kreativen Umgang mit Farbe und texturierten Fliesen. Die Kombination verschiedener Formate verbindet den Innen- und Außenbereich auf gelungene Weise.

Foto: José Salto
Special Mention:
Special Mention: „Hotel Kimpton Los Monteros“ – El Equipo Creativo
Die Jury lobte die gelungene Neugestaltung dieses legendären Hotels. Dank der eleganten Keramikfliesen hat das Gebäude wieder jene Ausstrahlung zurückerhalten, die es einst zu einem der elegantesten Hotels Spaniens gemacht hat. Der einzigartige Bodenbelag, eine mutige Mischung aus Fliesen und Mustern, sorgt für ein stimmiges Gesamtkonzept

Foto: Veerle Evens
Special Mention:
„Lapis Domus“ – RUIZVELAZQUEZ STUDIO
Showroom mit außergewöhnlichem Charakter: Hervorgehoben wurde die ausgewogene Kombination aus Architektur, Innenarchitektur und Emotion, die der Keramik ein Höchstmaß an Ausdruckskraft verleiht. Die kühnen geometrischen Formen und das Farbenspiel schaffen eine nahezu museale Atmosphäre und machen keramische Materialien auf emotionale Weise erlebbar.

Foto: Nacho Uribe Salazar
Special Mention:
„Hipotels Don Juan“ – Il Mio Design
Die Jury hob die authentische Modernisierung hervor, durch die der ursprüngliche Charme des Hotels bewahrt wurde. Gleichzeitig wurde eine mutige und farbenfrohe Keramikpalette mit verschiedenen Texturen, Formaten und Typen eingeführt, die den historischen Charakter des Gebäudes neu interpretiert.

Foto: José Salto
Kategorie Masterarbeit
Gewinner: „Manos Cerámicas“ – Manuel Alexander Fustamante Mori (Universidad CEU San Pablo, Madrid)
In diesem poetischen Projekt wird Keramik als strukturelles und identitätsstiftendes Element eines revitalisierten Dorfensembles auf La Gomera eingesetzt. Gewürdigt wurden der tiefgreifende Bezug zur lokalen Tradition und das präzise Studium keramischer Muster und Kompositionen.
Special Mention:
„Garoé“ – Marta Morato Costa (ETSA Madrid)
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine ruhige, naturverbundene Intervention, die durch ihre lyrische Qualität und ihre zurückhaltende gestalterische Sprache überzeugt.
Über den Award
Ziel des ASCER Tile of Spain Awards ist es, die Verwendung spanischer Fliesenmaterialien in der Architektur und Innenarchitektur sowohl in Spanien als auch im Ausland zu fördern. Der Preis genießt in der Architekturwelt hohes Ansehen.







