Es kann passieren, dass die gemeinsam erarbeitete Lageroptimierung nur so lange funktioniert, bis neue Mitarbeiter kommen. Wenn diese nicht in ihre Zuständigkeiten eingewiesen werden und sich daran halten, fängt man schlimmstenfalls wieder bei null an.
Vor allem, wenn jemand Neues eine leitende Position übernimmt, kann es schwierig werden. Ein typischer Fall: Nach Umsetzung der Lageroptimierung wird ein neuer Meister als Arbeitsvorbereiter eingestellt, der vom vorherigen Betrieb eine andere Arbeitsweise mitbringt: Er weist arglos die Werkstattmitarbeiter an, Kommissionsreste ins Standardmateriallager zu legen oder Reste unbedingt aufzubewahren. Aber so bricht in kürzester Zeit das System zusammen, weil die Mindestmengen nicht mehr abgelesen werden können.
Folgende Vorgehensweise ist besser:
Es gibt Zuständige, die die Weisungsbefugnis im jeweiligen Lager haben. Der neue Vorgesetzte hat – obwohl er in der Hierarchie als Meister über den Facharbeitern steht – den Zuständigen in Sachen Lagerhaltung nichts anzuweisen. Denn sie haben die Zuständigkeit für ihr Lager, nicht der Meister. Am besten bekommt der neue Mitarbeiter einen Paten im Betrieb zugewiesen, der zu allen Dingen rund um das bestehende Lagersystem, inklusive Organisationsregeln, Restedefinitionen und Betriebsstrukturen, befragt werden kann und muss.
Background Paulus






