In einem Handwerksbetrieb gibt es grundsätzlich nur zwei Materialströme: einen für Standardmaterial, welches immer verfügbar sein muss und einen für Kommissionsware, die im Auftrag des Kunden zu beschaffen ist. Wenn man diese beiden Ströme intelligent verknüpft, ist das der Schlüssel zur Kostensenkung.
Und so gelingt es:
– Standardmaterial ist zu definieren und sollte in einer übersichtlichen, stets aktuell gehaltenen Artikelliste definiert sein – inklusive Angabe des jeweiligen Lagerortes sowie der Mindest- und Maximalmenge des Vorrats.
– Das Material hat einen einzigen, definierten Lagerplatz – dort wird es bewirtschaftet. Fahrzeuge und Arbeitsplätze sind sogenannte dezentrale Lager, die vom zentralen Lager aus befüllt werden.
Ziel ist, dass sich die Arbeitsvorbereitung stets erst aus dieser Liste bedient, denn mit der Mindestmenge kann fest geplant werden. Außerdem kann über die Artikelliste im Blick behalten werden, was im Betrieb bewirtschaftet wird und wie hoch die Mindestmenge ist. Ist der Bedarf höher als die Mindestmenge, wird die gesamte Menge als Kommissionsmaterial eingekauft und bei Ankunft im Betrieb wegkommissioniert.
Wenn der Bedarf kleiner ist als die festgelegte Mindest-Menge, darf der Mitarbeiter das Material aus dem Regal entnehmen. Bei Unterschreitung der Mindestmenge wird eine Bestellung über die Verwaltung ausgelöst.
Hilfreich ist also ein breites Sortiment, aber mit geringen Lagermengen im Betrieb. Außer bei dem Material, welches in sehr großen Mengen für die Fertigung benötigt wird.
Background Paulus






