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Westerwälder Elektro Osmose muss Betrieb einstellen

Insolvenzverfahren von März scheint gescheitert zu sein

Nach den uns vorliegenden Informationen und einer Veröffentlichung des Amtsgerichts Montabaur vom 01.07.2022 ist der Insolvenzantrag der  Westerwälder Elektro Osmose GmbH & Co.KG gescheitert und das Unternehmen muss nun wohl den Betrieb einstellen. Bereits Mitte März hatten wir vom Insolvenzantrag und dem Kampf um den Fortbestand des Westerwälder Keramikherstellers berichtet (siehe unser Bericht hier). Insgesamt sind 128 Arbeitsplätze betroffen.

Neben einem Sachverwalter war im Frühjahr auch ein vorläufiger Gläubigerausschuss eingesetzt worden für ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. Die Produkton lief – etwas runtergefahren – erst einmal weiter. Daneben gab es seit März intensive Gespräche mit Banken, Lieferanten und Kunden – wie wir hörten auch mit potentiellen Investoren bzw. Übernahme-Kandidaten.

Background Westerwälder Elektro Osmose

Das bereits 1916 gegründete Familienunternehmen hatte sich im Laufe der Jahrzehnte mit einer breiten Palette an Produkten auf dem Keramikmarkt eine Namen gemacht. Neben extrudierten Steinzeugfliesen fertigte Osmose auch Steinzeugrohre und Schornsteinsysteme, Terrassenplatten-Elemente und Feinsteinzeugfliesen. Hier gehörte Osmose 1998 zu den ersten deutschen Herstellern, die in die Feinsteinzeugproduktion eingestiegen waren. Der Geschäftsbereich Fliesen bildet aktuell mit einer Jahreskapazität von 3,5 Millionen Quadratmetern das Kerngeschäft des Unternehmens. Die letzte Investiton in die keramische Fertigung erfolgt jedoch bereits 2015, in den beiden letzten Geschäftsjahren schrieb das Unternehmen bereits rote Zahlen.

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