Uzin Utz schließt Geschäftsjahr mit Rekordwerten ab

Strategie PASSION 2025 zeigt trotz weltweiter Pandemie erste Ergebnisse

Die Uzin Utz AG kann – wie bereits im April gemeldet – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurückblicken. Die Aktionärinnen und Aktionäre des Komplettanbieters für Bodensysteme haben auf der heutigen Hauptversammlung eine Dividende von 1,55 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 beschlossen. Das neue Vergütungssystem für den Vorstand, bei dem die variablen Zahlungen erstmals auch an das Erreichen von Strategiezielen gekoppelt sind, wurde mit großer Mehrheit gebilligt. Die Hauptversammlung wurde – wie im Vorjahr – virtuell abgehalten.

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Uzin Utz AG haben auf der virtuellen Hauptversammlung alle Tagesordnungspunkte angenommen. So stimmte die Mehrheit der zur Hauptversammlung angemeldeten Anteilshabenden unter anderem dem Vorschlag eines neuen Vorstandsvergütungssystems zu. Mit ihm werden die Vorgaben des neuen Deutschen Corporate Governance Codex umgesetzt, es unterstützt die Umsetzung der Unternehmensstrategie PASSION 2025 und die langfristige Orientierung der Konzernleitung. Wesentliche Eckpfeiler der Unternehmensstrategie sind die vier Stoßrichtungen Planet – People – Profit – Products & Services. Dahinter verbergen sich unternehmensweite Ziele wie die Reduktion klimaschädlicher Emissionen um 25 %. Außerdem soll die Unternehmenskultur noch mehr in den Fokus gestellt werden, um eine hohe Weiterempfehlungsrate als Arbeitgeber zu erreichen. Uzin Utz strebt im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von mehr als 550 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von über 8 % an. Innovationen und neue Geschäftsmodelle sollen signifikant zum Zielumsatz beitragen.

Rekordwerte im Geschäftsjahr 2020

Uzin Utz verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 ein Umsatzplus von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr und schloss mit einem Gesamtumsatz von 383,6 Mio. Euro ab. Mit 40,1 Mio. Euro lag das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) im Konzern weit über dem Vorjahr (30,2 Mio. Euro). Heinz Leibundgut, Vorstand für Finanzen, unterstrich die Widerstandsfähigkeit der Uzin Utz Unternehmensgruppe angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie: „Wir haben die Corona-Herausforderungen bisher stabil gemeistert. An den Zahlen lässt sich ablesen, was das Team von Uzin Utz im vergangenen Jahr geleistet hat. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Lieferanten und Kunden. Unsere Beschäftigten haben einen fantastischen Job gemacht. Das Jahr 2020 hat gezeigt, wozu wir gemeinsam fähig sind. Im ersten Quartal 2021 konnten wir den positiven Trend fortsetzen“, so Leibundgut weiter.

Erstes Quartal 2021

Die Uzin Utz Group setzt ihren Wachstumskurs im ersten Quartal 2021 fort. Die 2020 ergriffenen strategischen Maßnahmen zeigen durchgängig Wirkung. So beläuft sich der Konzernumsatz im ersten Quartal auf 104,6 Mio. Euro (98,2 Mio. Euro Q1/2020), was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um 6,6 % entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg überproportional um 36,6 % von 8,7 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro. „Wir sind sehr gut in das Jahr 2021 gestartet. Nichtsdestotrotz werden wir in den kommenden Monaten um unser Ergebnis kämpfen müssen und abwarten, welche konkreten Auswirkungen die Rohstoffkrise auf unser Geschäft haben wird. Deutliche Preiserhöhungen bei bestimmten Rohstoffen werden das Ergebnis im zweiten und dritten Quartal belasten“, so Heinz Leibundgut.

Nachhaltigkeit weiter im Fokus

Trotz der Widrigkeiten der Pandemie hat Uzin Utz den Klimaschutz nicht aus den Augen verloren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden grundlegende Strukturen für den weiteren Aufbau des Klimamanagements in der gesamten Uzin Utz Unternehmensgruppe etabliert. Erklärtes Ziel ist es, ressourcenschonende Produkte und Verpackungen weiterzuentwickeln, Produkte mit nachwachsenden Rohstoffen zu verwenden und mit klimaoptimierten Prozessen den ökologischen Fußabdruck insgesamt zu verbessern. „Wir wollen zukünftig einen noch größeren Beitrag hinsichtlich einer transparenten und nachhaltigen Wertschöpfungskette leisten und Vorbild für die Branche sein“, erklärt Philipp Utz, Mitglied des Vorstands, in seiner Präsentation. In einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess erhöht der Ulmer Bauchemiehersteller in enger Zusammenarbeit mit der BASF zudem den Anteil an Rohstoffen mit biobasiertem Ursprung in seinen Produkten, um kostbare und begrenzte Ressourcen zu schonen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Allein durch den Einsatz von Biomasse statt erdölbasierten Ressourcen lassen sich die CO2-Emissionen bei Uzin Utz rohstoffseitig um nahezu 3.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

„Wir haben die Herausforderungen der Coronapandemie als Team hervorragend gemeistert und dabei Wege gefunden, unsere Unternehmenskultur erfolgreich in die digitale Welt zu übertragen“, sagt Julian Utz, Mitglied im Vorstand von Uzin Utz. Die Ergebnisse der weltweiten Mitarbeiterbefragung zeichnen laut Utz ein äußerst positives Bild von der Stimmung im Unternehmen. „Gerade in diesem Jahr gibt uns das Feedback unserer Belegschaft eine stabile Grundlage und große Hoffnung, die Herausforderungen, welche durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, gemeinsam im Team zu meistern. 85 % der Belegschaft in unseren Kern- und Wachstumsländern würden Uzin Utz als Arbeitgeber weiterempfehlen. Dieses tolle Ergebnis betont in besonderer Weise die Loyalität und die Identifikation mit unserer Unternehmensgruppe“, so Julian Utz weiter. Im Berichtsjahr zählte der Konzern im Jahresdurchschnitt 1.335 (1.318) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon arbeiteten 713 (687) in Deutschland und 622 (631) in den anderen Ländern, in denen Uzin Utz mit eigener Präsenz aktiv ist. Zusätzlich wurde 49 (49) jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht.

Ausblick

Bereits in den vergangenen Monaten konnte ein Preisanstieg wichtiger Rohstoffe beobachtet werden. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Der Wirtschaftsaufschwung in China und ein Mangel an Frachtkapazitäten, coronabedingte Produktionsengpässe, Produktions- und Lieferausfälle durch den heftigen Wintereinbruch in den USA, die Blockade des Suezkanals und die übliche saisonale Steigerung der Nachfrage machen sich bemerkbar. Trotz vorausschauender Beschaffungspolitik und Bevorratung schlägt diese Entwicklung nun auch bei Uzin Utz voll durch. „Wir beobachten eine weiterhin starke Baukonjunktur in vielen Ländern und sind zuversichtlich, dass die hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Systemlösungen im Neubau sowie in der Sanierung auch über das Jahr weiterhin anhalten wird“, so Philipp Utz. Des Weiteren ist für den neuen Produktionsstandort in Waco, Texas, gegen Ende des zweiten Quartals der Baubeginn in Form des Spatenstichs geplant.

Anzeige

Erhalten Sie Echtzeit-Updates über 1200Grad Beiträge direkt auf Ihrem Gerät. Jetzt kostenfrei abonnieren!

 Consent Management Platform von Real Cookie Banner