Uzin Utz meldet Ergebnisrückgang

Entwicklung des ersten Halbjahres setzt sich im dritten Quartal fort

Uzin Utz konnte zum dritten Quartal trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen Umsatzerlöse in Höhe von 365,1 Mio. Euro erwirtschaften. Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde somit knapp verfehlt (370,5 Mio. Euro). Im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigte sich aufgrund von Währungskurseffekten, gestiegenen Personalkosten und höheren Abschreibungen ein stärkerer Rückgang. Dieses betrug 26,7 Mio. Euro und fiel somit um 12,5 % geringer aus als im Vorjahr.

„Die gedämpfte Konjunktur in unseren Absatzmärkten hat unsere geschäftliche Entwicklung auch im dritten Quartal maßgeblich beeinflusst. Die gegenwärtigen Bedingungen führten bei unseren Kunden zum Teil zur Stornierung von Projekten, da diese wirtschaftlich nicht mehr umsetzbar waren. Neben ungünstigen Währungskurseffekten sind die infolge der hohen Inflation gestiegenen Löhne und Gehälter, im Berichtsquartal erst langsam fallende Rohstoffpreise, nach wie vor hohe Energiekosten und eine starke Teuerung bei vielen sonstigen Kostenarten eine Herausforderung für das Unternehmen. Dieser Herausforderung begegnen wir mit hoher Kostendisziplin und ständiger Arbeit an Optimierungsmöglichkeiten.“ so Finanzvorstand Christian Richter. „Vor dem Hintergrund dieser konjunkturellen Rahmenbedingungen und des volatilen Marktumfelds sind wir dennoch sehr zufrieden, dass wir an das Niveau der Rekordumsatzerlöse des Vorjahres anknüpfen konnten und den Ergebnisrückgang verringern konnten.“

Konzernkennzahlen zum dritten Quartal

Zum Ende September erzielte Uzin Utz Umsatzerlöse in Höhe von 365,1 Mio. Euro und lag somit um 1,5 % hinter den Umsatzerlösen des Vorjahreszeitraums (370,5 Mio. Euro). Das EBIT lag bei 26,7 Mio. Euro, die EBIT-Marge betrug somit 7,3 % (2022: 8,2 %). Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich im EBIT ein Rückgang in Höhe von 12,5 %. Dieser resultierte, wie bereits zum Halbjahr, maßgeblich aus Währungskurseffekten und gestiegenen Personalkosten. Neben den bereits zum Halbjahr auftretenden Effekten fiel zum dritten Quartal der Anstieg der Abschreibungen stärker ins Gewicht, hauptsächlich aufgrund der Abschreibung des Werkes in Waco (USA).

Aktuelle Marktsituation

Die Preisentwicklung für Rohstoffe und Vorprodukte entspannt sich laut Uzin Utz derzeit. Im Allgemeinen stabilisieren sich die Rohstoffpreise, allerdings lassen die vielen Krisen in der Weltpolitik keine zuverlässige Prognose für die Zukunft zu. Vor allem sind in Deutschland die Preissteigerungen in der Bauwirtschaft in den letzten Monaten massiv ausgefallen. Die Steigerungen betrugen im Jahr 2022 laut Euroconstruct Summary Report 16,4 %. 2023 lagen sie bei 8,0 %. Im Vergleich zum europäischen Ausland lagen die Werte im Jahr 2022 bei 5 bis 7 %. „Der deutsche Markt sticht hier massiv heraus. Die Kostensteigerungen durch Energiepreiserhöhungen spielen hier eine wichtige Rolle“, so Philipp Utz, Mitglied des Vorstands.

Uzin Utz setzt Schwerpunkt im Bereich Sanierungen

Die Anforderungen an Schnelligkeit und Sicherheit am Bau steigen, außerdem werden zunehmend Produkte gefordert, die Ressourcen schonen und den CO2-Fußabdruck mindern. Als Experte für Bodenverlegesysteme bietet Uzin Utz verschiedene Lösungsansätze und konzentriert sich stark auf den Sanierungsbereich.

„Bodensanierungen und Renovierungen sind ein wichtiger Bestandteil in unserem Portfolio, vor allem im deutschen Markt“, betont Julian Utz, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für den Bereich Forschung und Entwicklung. „Werterhalt, Umbau und Umnutzung des Gebäudebestands werden zukünftig eine immer größere Rolle spielen.“ Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die dafür nötigen Produkte. Insbesondere auf kritischen Untergründen muss die Sicherheit der Systemaufbauten gewährleistet sein. Schnelle Alleskönner und Sonderkonstruktionen können dies bieten.

Ausblick

Wie bereits mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen bekanntgegeben, halten die schwierigen Marktbedingungen und somit auch die Auswirkungen auf das Wachstum von Uzin Utz an. Dementsprechend gilt die zum Halbjahr abgegebene Prognose weiterhin, gemäß der bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ein im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibender Umsatz erwartet wird. Für die EBIT-Marge und das EBIT wird aufgrund der verschlechterten Stimmung im Bauhauptgewerbe weiterhin von einem moderaten Rückgang ausgegangen.

Anzeige

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner