Tschüss Üwi!

Ein Nachruf auf einen geschätzten Kollegen und Wegbegleiter

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Uwe Hennig und ich 1982 als junge und völlig unerfahrene Volontäre beim Verlagshaus Wohlfahrt unsere journalistische Ausbildung begannen. Der damalige Chefredakteur und Herausgeber Gert Wohlfahrt nahm uns unter seine persönliche Fittiche und brachte uns das Ein-mal-Eins des Journalismus bei. Eine Zeit, die uns beide nachhaltig geprägt und verbunden hat.

Anfang der Neunziger Jahre trennten sich unsere beruflichen Wege. Uwe Hennig machte in seinem Ausbildungsverlag weiter Karriere und übernahm schließlich sogar beide Positionen seines Ziehvaters als Chefredakteur und Herausgeber des BDB-Verbandsorgans. In dieser Position war Uwe Hennig viele Jahre eine der prägenden Persönlichkeiten der Baustoffbranche.

Privat war der Bochumer ein leidenschaftlicher Bass-Spieler. Ein Hobby, das ihn mit einer Rock-Band sogar auf einige Bühnen brachte. Üwi, wie sein Spitzname bei Kollegen war, füllte seinen Beruf mit Leidenschaft und Hingabe aus. Der persönliche Draht, das Menschliche, war ihm dabei immer wichtiger als eine reißerische Schlagzeile. So habe auch ich über fast 40 Jahre nie den Kontakt zu meinem ehemaligen Kollegen verloren. Sogar die Anfangszeiten von 1200Grad hat er noch kurzzeitig ein kleines Stück mit begleitet.

Mit besonders viel Herzblut und Hingabe verabschiedete er mit liebevollen Zeilen – privat per Brief oder gedruckt im Heft – langjährige Wegbegleiter der Branche, egal ob sie nur aus dem Beruf schieden oder gar aus dem Leben. Dass ich nun einmal selber einen Nachruf auf ihn schreiben muss, erfüllt mich großer Trauer. Mach´s gut Üwi!

 

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