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Ströher Objekt: Klinkerimpressionen in der dritten Dimension

Zukunftsweisend & traditionsbewusst in Hamburger Gebäudekomplex

Innerstädtisches, stark verdichtetes Wohnen steht in vielen Fällen für eine uniforme, wenig ansprechende Einheitsarchitektur. Für die Menschen, die dort leben, bedeutet dies häufig, auf Wohnansprüche verzichten zu müssen. Dass es anders geht, beweist das Anfang 2020 fertiggestellte Wohn- und Geschäftshaus an der stark befahrenen Hoheluftchaussee in Hamburg. Erhöhte Schallschutzanforderungen und die im Bebauungsplan geforderte Bautiefe von lediglich 15 Metern stellten das Büro „Architekten Martin Förster“ hinsichtlich der Grundrissorganisation sowie des Brand- und Schallschutzes vor eine komplexe planerische Aufgabe. Die Lösung überzeugt: Neben einer 600 m2 umfassenden Gewerbefläche im Erdgeschoss entstanden auf insgesamt 1.700 m2 Wohnfläche 22 lichtdurchflutete, gut geschnittene Eigentumswohnungen mit einem begrünten Innenhof, die eine hohe Wohn- und Lebensqualität bieten.

Für die Fassade des Gebäudekomplexes wählten die Architekten Klinker – und damit ein Material, das seit dem Mittelalter das Stadtbild der Hansestadt prägt. Und wie viele renommierte Architekten der 1920er Jahre erzielten die Planer durch verschiedene dezente gestalterische Besonderheiten eine lebendige und interessante Fassadenanmutung, wie Martin Förster in seiner Richtfestrede des Projekts hervorhob. Denn zum einen erfolgte die Anordnung der Klinkerriemchen von Ströher auf bestimmen Bereichen der Fassade in einer dreidimensional wirkenden Verlegeanordnung. Dabei wurde jede zweite Mauerwerksschicht nach vorne stärker ausgeführt, sodass einzelne Steine leicht aus der Fläche ragen und die jeweilige Fassadenfläche lebendig betonen. Um diesen Effekt zu ermöglichen musste das Ströher Architekturbrand-Klinkerriemchen in zwei Materialstärken produziert werden. Mit dem so gestalteten Erdgeschoss verschafften die Planer dem gesamten Gebäude optisch einen festeren Stand.

Foto: Ströher

Andererseits erzielte eine silbergraue Verfugung des ebenfalls in verschiedenen Grau- und Braunnuancen changierenden Riemchens eine Tiefengliederung des besonderen Verbandes. In Kombination mit der Verarbeitung verschiedener Formate und Riemchenstärken schufen die Architekten ein individuelles Fassadenbild, das zugleich unverwechselbar als auch unaufgeregt wirkt – eine Fassadengestaltung, die nicht modisch, sondern zeitlos und beständig ist, wie Martin Förster in seiner Richtfestrede hervorhob. Den Beinamen „Hohe Luft am Puls der Stadt“ trägt das Quartier, das mit knapp 20.000 Einwohnern je Quadratkilometer zu den am dichtest besiedelten Stadtteilen Deutschlands zählt, nicht von ungefähr: Ambitionierte Neubauprojekte wie dieses fügen sich harmonisch in die weitgehend erhaltene Gründerzeitarchitektur des Stadtteils „Hohe Luft“ ein. Das Projekt an der Hoheluftchaussee passt sich architektonisch stimmig in die Umgebung des Viertels ein und schlägt mit der Klinkerfassade die Brücke zwischen Bautradition und den zeitgemäßen Anforderungen an eine hervorragend wärmegedämmte, langlebige und wartungsfreie Gebäudehülle.

Weitere Informationen zum Projekt unter: www.architekten-mf.de

Informationen zur Fassadengestaltung mit Klinker unter: www.stroeher.de

Foto: Ströher

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