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Ströher: Für eine anwendungssichere Verlegesaison

Der Drei-Punkte-Erfolgs-Check: Kenntnis der neuen DIN 18531? Clevere Detaillösungen? Einsatz extrudierter Keramik?

Gerade im Außenbereich entfalten Keramikbeläge ihr ganzes Potenzial. Attribute wie „pflegeleicht“ oder „praktisch“ treffen zwar den Kern ihres Produktcharakters. Doch mit echter Outdoor-Keramik geht ein Vielfaches mehr. Sie liefert leichte Lösungen in puncto Anwendungs- und Gestaltungsfragen – auch nach den neuen DIN- Vorgaben. Am Boden und an der Fassade. Die neuen Abdichtungsnormen der DIN 18531 fordern vom Fliesenleger allerdings einen kleinen Blick über den Gewerke-Tellerrand.

Einer, der etwas vom Thema „leichte Lösungen“ mit Keramik im Außenbereich versteht, ist der auf die Produktion von frostsicherer Boden- und Fassadenkeramik spezialisierte hessische Traditionshersteller Ströher. Gerade erst wurde er mit seinen Produkten von Anwendungsprofis in ganz Deutschland im Rahmen der Verleihung des ibau „Stein im Brett Award 2018“ in der Kategorie Fliese auf Platz 3 gewählt. Bewertungsgrundlage der aus Profiverarbeitern bestehenden Fachjury waren die Aspekte: Produktqualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Verarbeitungsfreundlichkeit und die Frage, ob die Produkte vom Handwerker weiterempfohlen werden würden.

Ströher stellt seine frostsicheren Produkte im Extrudierverfahren her.

Gerhard Albert, vorsitzender Geschäftsführer der Ströher Gruppe: „Für uns ist die hohe Akzeptanz bei den Verarbeitungs-Profis vor allem auch eine Bestätigung dafür, dass die im Extrudierverfahren hergestellte – also traditionell stranggezogene – Ströher Keramik den Anforderungen der Verarbeiter in puncto Verlegesicherheit und Anwendungsperfektion gerecht wird. Denn gemäß der Devise ‚Schlecht verlegt nützt auch die beste Keramik nichts‘ wird im Hause Ströher schon seit 1884 Anwendungswissen großgeschrieben. Gerne geben wir als Outdoor-Keramik-Spezialist unseren Kunden für eine verlegesichere Outdoor-Saison 2018 einen ‚Drei-Punkte-Erfolgs-Check‛ mit an die Hand, der grob skizziert, was unseres Erachtens für ein erfolgreiches Verarbeiten von Keramik im Außenbereich für den Fliesenleger zu beachten ist:

1. Kenntnis und Umsetzung der gewerkeübergreifenden neuen Abdichtungsnorm DIN 18531;

2. anwendungsorientierte und clevere Detaillösungen;

3. Einsatz von frostsicherer extrudierter Keramik.

PUNKT 1: 
Neue „Dachdecker-DIN“ gilt jetzt auch für Fliesenleger: 18531/1-4 regelt Dachterrassen – 18531/5 Balkone, Laubengänge und Loggien. Erdberührte Terrassen werden darin nicht geregelt. Für diesen Anwendungsbereich gilt nach wie vor das ZDB Merkblatt Außenbeläge.

Die Technologien entwickeln sich auch in der Baubranche rasant. Und so ist es kein Wunder, dass die fast 30 Jahre alte Norm DIN 18195 für Verbundabdichtungen von Bauwerken und Bauwerksteilen nicht mehr zu halten war. Die neue DIN 18531 enthält zwar in erster Linie Regelungen für das Dachdeckergewerk. Doch wenn der Dachdecker als Vorgewerk des Fliesenlegers pfuscht und der Fliesenleger auf den nicht DIN-gemäßen Vorarbeiten weiterarbeitet, hat er im Falle eines Schadens jetzt sehr schlechte Karten. Denn für einen Sachverständigen gilt hier immer als Beurteilungsgrundlage der neueste Stand der Technik. Und das ist immer die DIN. Stellt der Verarbeiter einen Mangel fest, muss er diesen schriftlich beim Auftraggeber rügen, sonst droht ihm eine Schadensersatzpflicht.

+ Für ein Mindestgefälle haftet jetzt auch der Fliesenleger

Die neue Richtlinie für Flachdachabdeckungen fordert für Dachterrassen jetzt ein Mindestgefälle von 2 % und für Balkone, Loggien und Laubengänge wurde ein Mindestgefälle von 1,5 % festgesetzt. Die Gefällearbeiten sind zwar vom Dachdecker auszuführen. Doch die Pflicht des Fliesenlegers ist es, diese Gefälle zu überprüfen, bevor er mit seinen Arbeiten auf Split, Stelzlager oder festverlegt beginnt.

Das Mindestgefälle nach Geltungsbereich wurde neu definiert. Foto: Sopro

+ Bahnenabdichtungen sind nur vom Dachdecker auszuführen

Gerade vor Belagsarbeiten auf einer Dachterrasse muss der Begriff Bahnenabdichtung der DIN 18531 vom Fliesenleger genau verstanden werden. Denn diese schon in der alten DIN 18195 begriffsdefinierten Bahnen wie Bitumen- oder Polymerbahnen werden in der Regel nur vom Dachdecker verarbeitet. Das Gleiche gilt für Dampfsperren oder das Anbringen von Dämmmaterialien auf dem Dach. Dennoch muss der Fliesenleger auch hier prüfen, ob soweit alles passt. Die dem Fliesenleger bekannten, vlieskaschierten Abdichtungs- oder Entkopplungsbahnen (AIV-B) sind für den Außenbereich nicht geregelt und bleiben auf Balkonen, Loggien und Laubengängen eine Sonderkonstruktion. Der Fliesenleger dichtet hier normgerecht flüssig im Verbund ab (AIV-F).

+ Abdichtungshöhe an aufgehenden Bauteilen: 15 cm verbindlich

Die neue DIN liefert für Außenabdichtungen Vorgaben, die jetzt klar in Bauweisen zu unterteilen sind: Die Anwendung der DIN 18531/1-4 bezieht sich auf die Anwendungsbereiche über bewohntem Raum wie Dachterrassen; die DIN 18531/5 widmet sich ausschließlich Konstruktionen über nicht bewohntem Raum wie Balkone, Loggien und Laubengänge. Hier gilt jetzt auch verbindlich die Abdichtungshöhe an aufgehenden Bauteilen für Verbundabdichtungen von 15 cm. Erdberührte Terrassen und Außentreppen werden in der DIN 18531 nicht geregelt. Hier ist das ZDB Merkblatt „Belagskonstruktionen mit Fliesen und Platten außerhalb von Gebäuden“ in der ergänzten Fassung von August 2012 hilfreich. Auch dieses befindet sich gerade in Überarbeitung, ist aber noch gültig.

PUNKT 2:
Anwendungsorientierte, clevere Detaillösungen: Ästhetische Klinkerriemchen-Wand statt 15 cm Keramik-Abdichtungsrand. Und eine Detailperfektion durch Formteilvielfalt.

Patrick Schneider, Geschäftsführer der Ströher Gruppe und verantwortlich für den Vertrieb Inland: „Für viele Architekten, Planer und auch Bauherren ist die 15-cm-Randabschlussvorschrift der neuen DIN unter ästhetischen Aspekten ein absolutes No-Go. Für uns gibt es eine ganz einfache Lösung: Aus dem verpönten 15-cm-Keramikrand wird eine angesagte Keramikwand. Zumindest liegt das für uns, da wir auch Fassadenkeramik herstellen, auf der Hand. Fassaden-Teilbekleidungen liegen zudem absolut im Trend. Die Einheits-Putzfassade war gestern. Heute setzt man an der Gebäudeaußenhaut auf individuelle Akzente. Und bei Anwendungsperfektion auf die cleveren Detaillösungen mit Keramik-Formteilen.“

Für Architekten, Planer und Bauherren sind ein 15 cm hoher Sockel ein No-Go. (Bild Schlüter).

+ Die ganze Wand mit Keramik bekleiden statt nur den Rand

Im Ströher Sortiment findet man Klinkerriemchen in top-aktuellen Längen und Formaten. Im Blaubrand, mit Sinterpatina, Handformkanten oder mit angesagtem Wasserstrich. Klinkerriemchen sind eine absolut frostsichere, langlebige Fassadenbekleidung. Und mit den zur Flächenware passenden Eckwinkeln auch sehr verarbeitungsfreundlich. Also warum nicht statt eines 15-cm-Sockels eine Fassadenteilbekleidung der ganzen Wand? Für wertige und doch natürlich anmutende Fassadenakzente.

+ Anwendungsperfektion im Detail mit Keramik-Formteilen

Anwendungslösungen für kniffelige Details aus einer Hand sind ein Komfort, der Planern und Ausführenden Zeit, Nerven und auch Kosten spart. Ströher ist Marktführer in Sachen Formteilvielfalt und liefert ausgefeilte Abschlüsse oder Stufen passend zur Flächenware. Loftecke®, Loftstufe®, Loftschenkel®, Loftsockel®, Setzecke usw.: Ströher liefert ein modernes Formteil-Sortiment, das vor allem auch für Anwendungsperfektion steht. Vom Boden bis an die Wand.

PUNKT 3:

Extrudierte Outdoor-Funktionskeramik: Festverlegt zeigt sie ihr ganzes Können. Atmungsaktive Kapillare – entwässernde Teilchenstruktur. Ströher nennt es den „Membran-Effekt“.

René Skotarczyk, Marketingleiter der Ströher Gruppe: „Egal was der Endkunde vorher auch sagt, rückblickend will jeder im Außenbereich letztlich doch einen pflegeleichten und strapazierfähigen Boden. Gerne auch für barfuß und für ein gutes Trittgefühl. Auf der Suche nach diesem Outdoor-Anspruch führt unseres Erachtens kein Weg an der Empfehlung glasierter extrudierter Keramik vorbei. Und vor allem auch nicht an einer verfugten Festverlegung.“

+ Verschmutzungsresistenz mit Extrutec® Hardglaze und Verfugen

Die zeit- und kostenintensive Unterhaltspflege eines Outdoor-Bodens lässt sich mit einer Verfugung zwischen den einzelnen Platten und einer unporösen Oberflächenstruktur der Platte vermeiden. Die Oberflächen der Ströher Outdoor-Keramik werden dafür extra mit einer speziellen Extrutec® Hardglaze Glasur ausgestattet. Diese Glasur liefert ein Plus an Trittsicherheit, Pflegeleichtigkeit und Verschmutzungsresistenz. Moos und Algen gewähren diese Spezialoberflächen keine Brutstätte. Rotweinflecken und Grillfettspritzer werden lediglich mit Wasser weggewischt. Eine verfugte Festverlegung erübrigt auch zwischen den Platten das Fugen-frei-von-Unkraut- und Moos-Gekratze.

Für eine anwendungssichere Outdoor-Verlegesaison: mit Tipps und Keramik von Ströher.

+ Extra frostsicher dank Membran-Funktion

Festverlegung ist mit extrudierter – also stranggezogener – Keramik eine verlegesichere Sache. Denn da diese aus einem feuchten Tonstrang gezogen und nicht aus verdichtetem trockenen Tongranulat gepresst wird, verfügt extrudierte Keramik über „atmungsaktive“ Kapillarkanäle mit einer entwässernden homogenen Teilchenstruktur. Selbst kleinste Mengen Schwitzwasser können so auf natürlichem Wege entweichen. Sie müssen sich nicht den Weg durch die Fliese sprengen. Ströher nennt es den Membran-Effekt.

+ Hohlraumfreie Verlegung – gutes Trittgefühl statt Wackelplatten

Die Rückseitenbeschaffenheit extrudierter Keramik ist herstellungsbedingt stark strukturiert und ermöglicht so optimale Verzahnungseigenschaften zwischen Fliese, Kleber und Untergrund. Für den Boden und als Klinkerriemchen an der Wand. Das ermöglicht einen bestmöglichen Haftzug auch bei thermisch bedingter Spannung und erleichtert die hohlraumfreie Verlegung. Für ein gutes Trittgefühl ganz ohne Wackelplatten. Das gilt auch für das Klinkerriemchen-Sortiment.

So sieht der richtige Aufbau einer Verbundabdichtung (AIV-F) auf einem Balkon aus.

Eine gelungene Ausführung ist immer auch das Ergebnis einer guten Planung. Wer genau um die Anforderungen seines Projektes weiß und über eine Produktkenntnis verfügt, die er je nach Anwendungsbereich auch variieren kann, der findet verarbeitungssichere und detailleichte Lösungen. Leicht kalkulierbar und über die Fläche hinaus – vom Boden bis an die Wand. Hier gilt Angebotstreue statt Regiestundenflut. Für eine anwendungsleichte Verlegesaison. Outdoor Keramik Können: mit DIN-Norm 18531, anwendungsorientierten Detaillösungen und frostsicher extrudierter Keramik.

 

 

 

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