Quester setzt 2018 Standortausbau weiter fort

Österreichisches Bauunternehmen erweitert sein Angebot im Fliesenbereich

Im Großen und Ganzen fällt der Vergleich des österreichischen Bauunternehmens Quester zum Vorjahr also positiv aus. Das bestätigt Quester Geschäftsführer Mag. René Rieder: „Die Baukonjunktur in Österreich, speziell im Osten, hat sich sehr positiv entwickelt. Getrieben ist sie durch den mehrgeschossigen Wohnbau und Büroflächen, vor allem im Wiener Zentralraum, aber ebenso im Raum Graz. Hier konnte Quester als Baustofffachhändler, neben den Gewerken im Innen- und Außenbereich, zusätzlich in den Allgemeinflächen etwas beitragen.“

Rieder sieht auch die Quester Inhouse-Aktivitäten als Erfolgsbringer: „Wir sind mit unseren Volumina deutlich über dem Marktdurchschnitt gewachsen und haben so einiges aus den kritischen Vorjahren wieder gutgemacht. Das schlägt sich auf der Ergebnisseite entsprechend positiv nieder. Dadurch und durch die Optimierung der internen Prozesse konnten wir eine deutliche Leistungsverbesserung erreichen und die Mehrzahl unserer qualitativen und quantitativen Ziele erfüllen. Positiv hat dazu vor allem unsere eingeschlagene Sanierungsoffensive, die wir in den Standorten begonnen haben, beigetragen. Speziell hervorzuheben ist die Entwicklung des Fliesen Flagshipstores in Wien Heiligenstädter Lände, wo aufgrund der Sortimentsausrichtung und Konzentration auf den hochwertigen Designbereich ganz neue Zielgruppen erreicht werden können.“ Für 2018 zeigt sich Rieder optimistisch.

Dennoch äußert Rieder Wünsche an die Politik: „Es sollten endlich Lösungen für die Wohnraumverdichtung in Wien und Umgebung gefunden werden. Die Konzentration der Flächen, das Aufstocken und Verdichten, würden dem Baustoffhandel massiv helfen.“ Denn wo der Wohnungsbedarf groß ist und Grundstückflächen das größte Hindernis darstellen, könnte die Hebung der Mietzinsgrenzen, speziell in den Kategorien B und C, für enorme Motivation bei Immobilienentwicklern und Eigentümern sorgen und diese zum Investieren ermutigen. Dann würde die Sanierung in ihren Volumina vermutlich nicht mehr hinter dem Neubau nachhinken. Deshalb engagiert sich Quester seit mehreren Jahren bei der „Initiative pro Bauen“, um Veränderungen herbeizurufen.

Vorbereitungen auf BIM

Quester ist als Baustoffhändler die Schnittstelle zwischen der herstellenden und bauausführenden Industrie, und dementsprechend von diesen in Sachen BIM informationsmäßig abhängig. Rieder: „Wir bereiten uns intern auf das Thema BIM vor und sehen eine massive Notwendigkeit, Ressourcen zu schaffen und den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. In skandinavischen Ländern erhält diese Art der Bauausführung und Planung mittlerweile einen höheren Stellenwert und auch in Österreich führt kein Weg daran vorbei sich digital so aufzustellen, um eine entsprechende Plattform für etliche Ausschreibungen, Ausführungen und Logistikplanungen bieten zu können. Alles was im Bereich BIM integriert ist, ist abzudecken“, resümiert Rieder.

Quester setzt seinen Geschäftsplan von 2017 fort. Rieder: „Die Standortneueröffnung in Leoben hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt – und zwar sowohl in der Abholung wie auch in der Zustellung. Die Ergebnisse lagen weit über dem prognostizierten Business-Plan.“ Dies bestätigt die Relevanz der unternommenen Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen. 2018 wird weiter in die Gestaltung der Shops und das Ausstattungsequipment investiert. Im Fokus stehen weiterhin Fliesen, die Weiterführung des Großformatsortiments, die Eigenmarkenstrategie, sowie Gartenprodukte und der Gartenbau. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 800m² an Gartenschaufläche installiert und heuer sollen neue Schaugärten in dieser Größenordnung entstehen. Das neuüberarbeitete Shop-Konzept wird fortgesetzt und in den Filialen in Wien Süd, Langenzersdorf und in der neuen Filiale in Wien 22 in der Percostraße umgesetzt

Gehobenes Privatkundensegment im Fokus

Neben dem Thema Fliesen wird Quester im laufenden Jahr die Aktivitäten im Trockenbau und Tiefbau weiter ausbauen. Das erfolgreiche Konzept des konzentrierteren Key-Account Managements wird österreichweit weiter fortgesetzt, um der Bauindustrie ein guter Partner zu sein. So wird beispielsweise im Raum Graz ein zweiter Architektenbetreuer für die Anfragen von Architekten und Bauträgern verantwortlich sein.

Schon im Vorjahr widmete sich Quester allerdings dem verstärkten Zugang zum Privatkunden. Rieder: „Die Verstärkung der Großkundenbeziehung ist für uns sehr wichtig und im Kern wird Quester immer ein Baustofffachhändler für den Gewerbebetrieb sein. Wir versuchen aber zusätzlich, den hochwertigen Privatkunden für uns zu gewinnen, der intensive Beratung in architektonisch anspruchsvollen Segmenten wie Fliesen oder Gartenlandschaften benötigt, aber auch grundliegende Bauausführungsberatung sucht.“ Für Quester bedeutet dies, eine besondere Qualität an Beratung zu ermöglichen sowie Planungsunterstützung und Baustellenlogistik, die ganz speziell auf dieses Segment abgestimmt sind. In ausgewählten Standorten sind spezialisierte Vertriebsmitarbeiter vorzufinden, die sich mit den Themen Familienhausbau und Sanierung für Privatkunden bestens auskennen und in diesen Bereichen qualifiziert Auskunft geben können.

Erfolgsprodukt Fliesen

Das Segment Fliesen macht konstant rund 20% des Gesamtumsatzes von Quester aus. Mit 7,3 Mio. m² an verkauften Produkten hält der Baustofffachhändler einen Marktanteil von 12 %. „Die führende Rolle bei den keramischen Belägen hat sich das Unternehmen unter anderem dank der hohen Verfügungskapazität erarbeitet. Auch bei großen Formaten können Kunden jederzeit auf das breite Sortiment von Quester zurückgreifen“, so Martin Strobl, Einkauf Fliesen/Parkett bei Quester. Mit einem breiten Angebot und dem Erkennen der neuesten Trends, hat sich der Unternehmer eine starke Position auf dem Markt aufgebaut.

Der Trend zu Großformaten verstärkt sich in allen Kundengruppen. Daher forciert Quester weiterhin die MaxFine-Produktlinie. Strobl: „Dieses neue Konzept der Oberflächengestaltung für zeitgenössische Projekte nutzt das gesamte Potential des Feinsteinzeugs in einem Produkt.“ Die MaxFine Großformat-Produktlinie ist strapazierfähig, vielseitig und eignet sich mit seiner minimalen Dicke ideal für alle Oberflächen und Verwendungszwecke. Mit einer Farbpalette von 51 Farben und den verschiedenen Oberflächentypen bietet sie allen Designern und Privatkunden die Möglichkeit, ihr Wunschkonzept zu verwirklichen. Ab April führt Quester in Österreich ein neues marktgerechtes Format 2,60m x 1,50m ein.

Fliesen anders eingesetzt

Klassische Verwendungszwecke waren gestern, denn Quester Fliesen können heute viel breiter eingesetzt werden. Strobl: „Die Platten der Iris Ceramica und MaxFine Fliesenserie schaffen in ihren verschiedenen Versionen großzügige Flächen mit raffinierten kleinen Details. Sie eignen sich perfekt als Boden- oder Wandbelag oder für die Gestaltung verschiedener Wohnbereiche und Einrichtungsgegenstände.“ Im Innenbereich kommen die maßgefertigten Fliesen insbesondere bei Duschtassen, Heizkörpern, Waschtischen, Sitzbänken, Stufen, Küchenrückwänden, Türverkleidungen, Tischen, Badewannenumrahmungen, Trennwänden und Arbeitsplatten zum Einsatz. Im Außenbereich können sie für Fassaden oder beispielsweise als Sichtschutz angewendet werden. „Durch das innovative Design ermöglichen die großformatigen MaxFine Fliesen eine anspruchsvolle Umsetzung moderner Bauprojekte und eröffnen der individuellen Gestaltung neue Spielräume“, so Strobl.

Foto und Copyright: Diesel Living with Iris

Neu: Fliesen als Designerware

Wie neue Designfliesen entstehen, präsentieren Iris Ceramica und Diesel Living gemeinsam am Quester Stand auf der H.O.M.E.D.E.P.O.T. Aus der Idee des Trendsetters aus Vincenza entstand eine Zusammenarbeit, bei der Innovation und Qualität an erster Stelle stehen. Die Kreativ-Teams beider Partner haben gemeinsam Leitlinien für die Kooperation erstellt und die jeweiligen Stilsprachen miteinander kombiniert. Auf diese Weise entstand eine neue Produktlinie, die technischem Feinsteinzeug eine neue Ausdrucksform und Identität verleiht. Inspiriert wurden die Designer durch den besonderen Mix aus Materialien wie Beton, Glas, Metalle, Stoffe, Jute und Leinen. Gewagt, aber elegant – ein Projekt das Feinsteinzeug und technische Keramik mit dem außergewöhnlichen Stil von Diesel Living verbindet. Die breite Produktpalette, präsentiert in den Kollektionen Concrete, Industrial Glass, Camp, Stage und Hard, kann überall in der Innenausstattung angewendet werden. Jedes Jahr soll die Palette entsprechend erweitert werden und im Zusammenhang mit der Möbel Messe in Mailand, die neusten Trends auf dem Markt präsentieren.

Weitere Informationen: unter http://www.itkt.at/index.php?id=49&no_cache=1, www.Quester.at, www.irisceramica.com

Background: Baumarkt Österreich

Die Konjunktureinschätzungen der österreichischen Bauunternehmen gingen nach dem deutlichen Anstieg zu Jahresbeginn im Februar zurück. Der Index aktueller Lagerbeurteilungen sank auf 30,6%, dennoch verbleibt er über der historischen 30-Punkte-Marke und bestätigt damit die anhaltend gute Stimmungslage bei den befragten Bauunternehmen. Um 2 Prozentpunkte steigen im Februar die Nennungen zu „Arbeitskräftemangel“ auf 29 % und machen diesen Faktor zum aktuell wichtigsten Produktionshemmnis.

Obwohl der Anteil der Unternehmen, welche von zumindest ausreichenden Auftragsbeständen berichten, im Februar um einen Prozentpunkt auf 89% sank, bleibt er im Vergleich zum Vorjahr wesentlich höher (81% in Jänner 2017). Die unternehmerischen Erwartungen liegen bei 16,8 Punkten, was einen fast 10-Pünktigen Aufstieg zum Vorjahr bedeutet. Der Zugewinn beruht auf besseren Beschäftigungserwartungen für die nächsten Monate.

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