Co-Living-Projekt für Senioren gewinnt Architektenpreis

Gewinner des APE Grupo Architecture Awards gekürt

Das in Toledo angesiedelte Projekt Vitápolis bietet eine neue Art des Wohnens für Senioren, die auf ihre praktischen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse eingeht. Die ausgezeichneten Projekte veranschaulichen die Vielfalt der Keramik in der Architektur und Innenarchitektur sowie die internationale Reichweite des Wettbewerbs, an dem u.a. Projekte aus den Philippinen, Costa Rica, Belarus, Frankreich und Spanien teilnahmen.

Den Vorsitz der internationalen Jury für die erste Ausgabe der Preisverleihung hatte Benedetta Tagliabue inne und an ihrer Seite standen Tomás Alía und Santa Morro (Architektenkammer von Castellón).

Nun steht der Gewinner der ersten Ausgabe der APE Grupo Architecture Awards fest, einer Preisverleihungsserie, die von dem Fliesenunternehmen mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, den Stellenwert der Keramik in der Architektur und Innenarchitektur hervorzuheben.

Vitapolis RomeroVallejo Foto:angelsegura
Vitapolis RomeroVallejo Foto:angelsegura

Das von dem Studio Romero&Vallejo entwickelte Projekt „Vitápolis“ im spanischen Toledo hat den ersten Preis gewonnen, nachdem die renommierte Jury, bestehend aus der preisgekrönten italienischen Architektin Benedetta Tagliabue (EMBT Architects), Tomás Alía (Caramba Estudio), Träger der Goldmedaille für Verdienste in der bildenden Kunst, und Santa Morro, Vertreter der Architektenkammer von Castellón, ihr Urteil gefällt hatte.

Bei „Vitápolis“ handelt es sich um ein neuartiges Wohnkonzept: eine Coliving-Anlage für Senioren. Für die Jury steht das Projekt „für eine soziale, lebensfrohe und funktionale Architektur, die trotz der Proportionen des Gebäudes sehr gut gelöst ist“. Sie lobte die „stimmige und natürliche Verwendung von Keramik“ von APE Grupo, „mit einer traditionellen Materialsprache, die dem Ganzen eine fröhliche und moderne Atmosphäre verleiht“.

Dabei lobte die Jury „den sozialen Ansatz des Projekts, der es schafft, auf die neuen funktionalen und emotionalen Bedürfnisse der Senioren einzugehen und eine neue Konzeption von Räumen voller Leben und Licht zu schaffen“.

Insgesamt lobte die Jury einstimmig die Qualität und Vielfalt der für die Ape Grupo Architecture Awards eingereichten Werke, die den Reichtum und die Möglichkeiten von Keramikmaterialien in der Architektur und Innenarchitektur veranschaulichen. Auch zeigte sie sich erfreut über die internationale Reichweite der Beiträge, die von verschiedenen Kontinenten kamen.

Aus diesem Grund wollte die Jury die Qualität von drei weiteren Projekten besonders hervorheben und hat sie jeweils ehrenvoll erwähnt. Eines dieser Projekte war „Maison les Marquises“ in Frankreich von dem Architekturstudio Atelier d’Architecture Amasa.

Vitapolis RomeroVallejo Foto:angelsegura
Vitapolis RomeroVallejo Foto:angelsegura

„Maison les Marquises“ (Frankreich), Atelier d’Architecture Amasa

Die Jury würdigte „die Schönheit und die architektonische Rigorosität des Projekts in seiner Gesamtheit, das es versteht, die beiden Materialien Holz und Keramik in einer sehr ganzheitlichen und stimmigen Weise zu kombinieren“.  Sie betonte, dass „eine einzige Keramikkollektion strategisch in verschiedenen Räumen des aus Holz gebauten Hauses eingesetzt wird, was dem Projekt einen ganz eigenen Charakter verleiht“.

Auch das Wohnprojekt „Cliff House Villas“ auf den Philippinen aus der Hand des Studios Zubu Design Associates wurde besonders erwähnt. Die Jury lobte insbesondere die Tatsache, dass “ein elegantes Haus mit „misianischem“ Charakter mit einer freiliegenden Metallstruktur und Glas geschaffen wurde, in dessen Konzept die Keramik auf saubere Weise integriert ist und sowohl bei der Innen- als auch bei der Außenanwendung zum Kernstück des Projekts gehört”.

„Cliff House Villas“ (Philippinen), Zubu Design Associates

Die dritte Ehrung ging an das Projekt „Loft en una Mercería“ in der spanischen Hauptstadt Madrid vom Büro OOIIO Arquitectura, bei dem die Jury „die Strategie der Umnutzung von Räumen in Großstädten, die von einem Kurzwarengeschäft (Mercería) in eine Wohnung umgewandelt wurden“ schätzte. Nach Ansicht der Jury ist das neue Projekt „sehr gut gelöst, mit einem gut identifizierten und gut koordinierten Farbkonzept, bei dem eine rot glasierte Keramik in Flockenform auf gewagte Weise eingesetzt wird“.

„Loft en una Mercería” Madrid (Spanien), OOIIO Arquitectura

Die Finalisten waren die „Jung Offices“ (Spanien) des Studios Wanna, das Wohnhaus „Blossom“ (Belarus) des Studios Savicki Design und das Projekt „Planos y Fondos“ (Spanien) des Studios Argo Arquitectura.

Die APE Grupo Architecture Awards richten sich an Spezialisten und Projekte aus Spanien und der ganzen Welt, und der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Alle Einzelheiten zu dieser Auszeichnung finden Sie hier.

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