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Praxistipp 10: Materialströme intelligent verzahnen

Die richtige Verknüpfung ist der Schlüssel zur Kostensenkung

In einem Handwerksbetrieb gibt es grundsätzlich nur zwei Materialströme: einen für Standardmaterial, welches immer verfügbar sein muss und einen für Kommissionsware, die im Auftrag des Kunden zu beschaffen ist. Wenn man diese beiden Ströme intelligent verknüpft, ist das der Schlüssel zur Kostensenkung.

Und so gelingt es:

– Standardmaterial ist zu definieren und sollte in einer übersichtlichen, stets aktuell gehaltenen Artikelliste definiert sein – inklusive Angabe des jeweiligen Lagerortes sowie der Mindest- und Maximalmenge des Vorrats.

– Das Material hat einen einzigen, definierten Lagerplatz – dort wird es bewirtschaftet. Fahrzeuge und Arbeitsplätze sind sogenannte dezentrale Lager, die vom zentralen Lager aus befüllt werden.

Ziel ist, dass sich die Arbeitsvorbereitung stets erst aus dieser Liste bedient, denn mit der Mindestmenge kann fest geplant werden. Außerdem kann über die Artikelliste im Blick behalten werden, was im Betrieb bewirtschaftet wird und wie hoch die Mindestmenge ist. Ist der Bedarf höher als die Mindestmenge, wird die gesamte Menge als Kommissionsmaterial eingekauft und bei Ankunft im Betrieb wegkommissioniert.

Wenn der Bedarf kleiner ist als die festgelegte Mindest-Menge, darf der Mitarbeiter das Material aus dem Regal entnehmen. Bei Unterschreitung der Mindestmenge wird eine Bestellung über die Verwaltung ausgelöst.

Hilfreich ist also ein breites Sortiment, aber mit geringen Lagermengen im Betrieb. Außer bei dem Material, welches in sehr großen Mengen für die Fertigung benötigt wird.

Background Paulus

Doris Paulus ist Expertin für die Optimierung von Lagerprozessen im gesamten Bauhandwerk. Die Diplom-Ingenieurin (Fachrichtung Architektur) vereint theoretisches Wissen und langjährige Praxiserfahrung. Alle Prinzipien des Paulus-Lagers® hat sie zunächst im eigenen Betrieb ausführlich getestet und sehr erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Die Paulus-Lager GmbH mit Sitz in Greven bietet seit 2002 professionelle Lageroptimierung für Bauhandwerksbetriebe an. Das Team besteht aus fünf Mitarbeitern, deutschlandweit wurden bisher rund 350 Betriebe optimiert. Weitere Informationen unter www.paulus-lager.de.

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