Die Niederlasssung Eisenberg. Foto: Köbig

Niederlassung Eisenberg macht Köbig wieder Freude – Fliesen verstärkt gefragt

Mehrere Jahre war die Geschäftsleitung der J.N. Köbig GmbH in Mainz mit der Entwicklung der Niederlassung Eisenberg nicht zufrieden. Doch nach einer erfolgreichen Restrukturierung geht es an dem nordpfälzischen Standort wieder aufwärts. „Eisenberg avancierte vom Sorgenkind zum Wachstumstreiber“, bilanzierte der geschäftsführende Köbig-Gesellschafter Markus Thurn.

Gemeinsam mit dem Eisenberger Team freute er sich über ein Umsatzplus 2015 von 1,5 Millionen Euro. Zahlen für 2016 wollte Markus Thurn noch nicht nennen. Traditionell gibt Köbig auch keine Umsatzwerte für die einzelnen Niederlassungen bekannt.
Dafür berichtete der Großhändler für Baustoffe, Fliesen, Produkte der Haustechnik (Sanitär/Heizung) und des Garten- und Landschaftsbaus Ende November dieses Jahres über einen voraussichtlichen Umsatzsprung auf erstmals über 170 Mio. Euro. Dies entspräche einem Plus gegenüber 2015 von2,5 Prozent. Für 2017 peilt Köbig ein Umsatzwachstum von 4,5 Prozent an.

Größere Markterfolge verspricht sich Köbig insbesondere im Baustoffgeschäft (derzeit 50 vom Köbig-Gesamtumsatz). Es soll schneller wachsen als der Markt. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf einem neuen Geschäftsführer. Gerhard Menzel (58) trägt seit Anfang November die Verantwortung für die Köbig-Geschäftssparte Baustoffe (wir berichteten). Mit ihm besteht die Geschäftsleitung jetzt aus vier Personen. Außer den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Stefan Thurn (53) und Markus Thurn (52) ist dies nicht zuletzt – seit Januar 2015 – die aus Imsweiler stammende Isolde Keck (60).

Köbig Eisenberg: Vom Sorgenkind zum Wachstumstreiber

Menzel war zuvor Geschäftsführer Marketing, Vertrieb, Entwicklung und Innovation bei Jeld-Wen im bayerischen Oettingen. Mit seinem Engagement will Köbig auch den digitalen Vertrieb der allein im Baustoffgeschäft verfügbaren rund 70.000 Artikel (vom Kanal bis zum Dachziegel) vorantreiben. Mit dem E-Commerce tut sich der Baustoffhandel generell bislang noch schwer. Köbig arbeite derzeit an einer „Digitalstrategie 2020“.

Für den Aufwärtstrend in Eisenberg nennt Markus Thurn verschiedene Gründe. Einerseits seien die Fliesen von Köbig bei vielen privaten Bauherrn verstärkt gefragt. Andererseits habe das „Bauträgergeschäft“ angezogen. Bemerkenswerte Umsatzerfolge – so Thurn – hätten auch der Hochbau (Wandbaustoffe) plus Trockenbau/Holz (Innenausbau) und die „Werkers Welt“ (auf den Einzelhandel ausgerichtetes Fachmarktkonzept) erzielt.

Seit 2014 bald eine Million Euro investiert

In die knapp über 600 Quadratmeter große Ausstellungsfläche („BauPark“) – eine wichtige Maßnahme für den Umsatzzuwachs – hat Köbig in den letzten zwei Jahren deutlich über 200.000 Euro investiert. Insgesamt betrug die Investitionssumme in Eisenberg seit 2014 bis heute zirka 875.000 Euro. Der Vollsortimenter Köbig versteht sich als „Vermittler zwischen Profis und Bauherrn“.

Das Unternehmen beschäftigt an den nunmehr 14 Standorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg (seit Mai 2016 auch in Mannheim) und Sachsen aktuell rund 650 Mitarbeiter; in Eisenberg sind es 77 Personen. Die derzeitige Ausbildungsquote liegt bei der J.N. Köbig GmbH bei 13 Prozent (86 Auszubildende, in der Niederlassung Eisenberg bei annähernd 16 Prozent (12 Azubis).

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