Mit dem eLKW für eine klimaneutrale Logistik

Stark untersucht mit der Hochschule Fulda das Potential von eLKW

Als erstes Unternehmen im deutschen Baustoffhandel nimmt Stark Deutschland in Kooperation mit der Hochschule Fulda an einem Praxistest für eLogistik teil. Den Startschuss des Projektes, mit dem das Unternehmen eine Initiative des Landes Hessen zur Förderung von nachhaltigem Verkehr vorantreibt, markierte am 29. November die Inbetriebnahme des voll elektrisch betriebenen 26-Tonners mit elektrischen Mitnahmestapler.

70 Prozent des Güterverkehrs in Deutschland erfolgen per LKW und verursachen damit rund ein Drittel der CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Hochrechnungen der Hochschule Fulda ergeben, dass der CO2-Ausstoß in Hessen allein durch eLKW um rund 210.000 Tonnen im Jahr reduziert werden könnte. Mit dem Ziel, diese Entwicklung aktiv voranzutreiben, hat Stark Deutschland Ende November einen voll elektrisch betriebenen eLKW im Rahmen des ersten großen Praxistests der Branche in Betrieb genommen. Gemeinsam mit der Hochschule Fulda, Industriepartnern und Kunden sollen in den kommenden Monaten Daten gesammelt werden, um das Potential von eLKW im Lieferverkehr zu untersuchen. Langfristiges Ziel ist dabei die insgesamt nachhaltigere Ausrichtung des Logistiksektors in Deutschland.

Grüne Logistik als wichtiger Baustein

Nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung soll bis 2030 ein Drittel der Fahrleistung im schweren Straßengüterverkehr elektrisch oder auf Basis strombasierter Kraftstoffe erbracht werden. Um das zu erreichen, fördert die Bundesregierung eine Reihe von Initiativen, welche die neue Technologie konkurrenzfähig machen und die Planungs- und Investitionssicherheit für Unternehmen erhöhen. Auch das Land Hessen versteht sich als Innovationstreiber: „Wir sind ein Transit- und Logistikland. Es ist wichtig, dass Hessen auf diesem Gebiet zukunftsfähig  bleibt. Deshalb fördern wir bereits seit 2015 Forschungs- und Pilotprojekte zur Elektromobilität. Denn Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit gehen Hand in Hand“, so Dirk Säuberlich, Projektmanager Automotive, Elektromobilität, Luftfahrt, Logistik, Systemtechnik bei der Innovationsförderung Hessen. „Wir unterstützen Maßnahmen, welche die Praxis- und Alltagstauglichkeit von Elektromobilität nachweisen. Projekte wie das von der Hochschule Fulda und Stark Deutschland haben großes Potenzial.“

Forschung zum nachhaltigen Güterverkehr

Prof. Dr. Boris Zimmermann, Leiter des Forschungsprojektes und Professor für BWL mit Schwerpunkt Logistik an der Hochschule Fulda, begrüßt die Teilnahme von Stark Deutschland am Projekt: „Wir freuen uns, dass wir mit Stark Deutschland einen zukunftsorientierten Kooperationspartner für das Projekt gewonnen haben. Unser Forschungsgebiet ist wichtiger denn je und der Praxistest ein wichtiger Schritt in Richtung der Nachhaltigkeit, die wir erreichen wollen. Als führendes Unternehmen im Baustoffhandel kann Stark Deutschland mit ihrer Logistikexpertiese eine bedeutende Rolle in der Vermeidung zukünftiger Emissionen spielen.“

„Als führender deutscher Baustoffhändler tragen wir eine große Verantwortung im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Wir sind sehr stolz, dass wir dabei auf den vollen Rückhalt der Stark Group mit Sitz in Kopenhagen zählen können.“, erklärt Michael Knüppel, CEO bei Stark Deutschland, „Bereits im März 2021 hat sich die Stark Group im Rahmen der „Science Based Targets“ auf das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens verpflichtet. Mit der Anschaffung des eLKW und dem Start des Projektes streben wir diesem Ziel gemeinsam mit der Hochschule Fulda und unseren starken Lieferantenpartnern nun auch in Deutschland noch stärker entgegen! Darüber hinaus arbeiten wir schon jetzt an weiteren Nachhaltigkeitsprogrammen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette.“

Zu den Lieferantenpartnern, die das Projekt mit großem Interesse unterstützen gehören Villeroy & Boch, Ardex, PCI, Wedi, Otto Chemie, Knauf, Bosch, OWA, Sakret, Richter Systeme, Quandt und Rockwool.

Foto: Stark Deutschland

Mit Vollstrom voraus: Der E-Truck

Der eLKW im Zentrum des Projektes ist ein Sondermodell der Marke MAN: Der MAN eTGM. Ausgestattet mit einem 264-kW-Elektromotor besitzt der eTruck eine effektive Reichweite von 150-200km. Zusätzlich ist das Fahrzeug mit einem Mitnahmestapler der Marke Moffett ausgestattet, der eine Traglast von bis zu 2,5 Tonnen aufweist und mit einem 13 kW-Elektromotor betrieben wird. Einsatzgebiet ist die Rhein-Main-Region, mit Ladestationen in den Raab Karcher Niederlassungen in Frankfurt am Main und Darmstadt. Kunden erhalten so die Möglichkeit Baustoffe klimaneutral zum Einsatzort liefern zu lassen.

Der durch das Land Hessen mitfinanzierte 26-Tonner wird in den kommenden Monaten essenzielle Daten liefern, um gemeinsam mit der Hochschule Fulda eine abgesicherte Dekarbonisierungs-Strategie für den Schwerlastverkehr in Ballungsgebieten zu entwickeln. Im Vergleich zu konventionell betriebenen Diesel-LKW stößt der neue eLKW der Stark Deutschland mindestens 30 Prozent weniger CO2 aus, wobei natürlich auch die Emission anderer schädlicher Stoffe wie Methan, Stickoxide, Ammoniak oder Feinstaub eklatant reduziert wird. Da bereits mehr als 95 Prozent der rund 260 Niederlassungen im Markennetzwerk von Stark Deutschland mit Ökostrom betrieben werden, verbessert sich die Klimabilanz des Projektes zudem durch das Betanken mit grüner Energie. Insbesondere in urbanen Gegenden stellt zudem die Geräuschbelastung einen enormen Vorteil des eLKW dar, dar im Gegensetz zu mit Diesen betriebenen LKW fast geräuschlos über die Straßen gleitet.

„Nach zwei Wochen im Einsatz bestätigen uns die Reaktionen unserer Kunden, dass wir mit der Teilnahme an dem gemeinsam Projekt mit der Hochschule Fulda eine richtige und vor allem wegweißende Entscheidung getroffen haben.“, so Timo Kirstein, Geschäftsführer Vertrieb bei Stark Deutschland, „Wir sind sicher, dass das Thema Nachhaltigkeit in Zukunft ein noch stärkerer Erfolgsfaktor sein wird.“

Foto: Stark Deutschland

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