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Mentale Stärke: Ein Hoch für das Team

Handwerksexpertin Andrea Eigel greift in der neuen 1200Grad Serie Fragestellungen zu mentaler Stärke auf

Das Betriebsklima fühlt sich nach 14 Tagen Regenwetter an? Nicht gut für Motivation und Produktivität in der Firma! Drei Tipps, wie Sie als Führungskraft den Hochdruckeinfluss auf Ihr Team dauerhaft verstärken.

Alle schleichen durch die Gänge, das „Morgen“ fällt knapp aus und das „Guten“ davor spart sich so mancher gleich ganz? Wenn dicke Luft wie eine Glocke über der Mannschaft im Betrieb hängt, steigt die persönliche Unzufriedenheit und sinkt die Leistungsfähigkeit im selben Maße. Die wenigen Fälle außen vor gelassen, in denen richtig schwerwiegende Unternehmensprobleme die Ursache sind, lässt sich die Team-Stimmung aufhellen. Und zwar dauerhaft und schnell spürbar, wenn die Führungskraft die richtigen Tools aus dem Mentale Stärke-Werkzeugkoffer zückt und sie konsequent ansetzt. Wovon die Rede ist?

Das Team in die positive Stimmung mitnehmen

Schauen wir uns zunächst die typischen Mechanismen an. Wenn einmal der Wurm in der betrieblichen Stimmung steckt, ist schnell das ganze Team mit miesepetriger Laune infiziert. Mitarbeiter fokussieren sich dann auf negative Erlebnisse mit Kunden und Kollegen. Es wird sich geärgert und gegenseitig beschuldigt, gemotzt und geschimpft – mit der Folge, dass die Stimmung weiter in den Keller geht. Genau an dieser Stelle kann man ins Positive nachsteuern. Übrigens mit sehr einfachen Maßnahmen und analog der Guten-Stimmungs-Arbeit, die im ersten Blogbeitrag zur mentalen Stärke beschrieben steht. Es geht wiederum darum, den Fokus auch auf die guten Dinge, die passieren, zu richten:

  1. Die Macht der negativen Gedanken klarmachen: Erklären Sie Ihren Mitarbeitern, wie die Fixierung auf Negativaspekte die Wahrnehmung verändert, die Stimmung dämpft und demotiviert: Negatives bringt mehr Negatives hervor!
  2. Positives bewusst einbinden: Machen Sie es sich zur Regel, in Mitarbeiter-, Baustellen- und Projektbesprechungen auch darüber zu reden: Was hat jeweils gut geklappt? Welche Projekte sind erfolgreich abgeschlossen worden? Welche Kunden haben wie gelobt? So geben Sie den guten Ereignissen und Erfolgen einen festen Platz in Ihrer Mitarbeiterkommunikation.
  3. Probleme lösungsorientiert besprechen: Natürlich sollen Teams auch austauschen, was nicht gut gelaufen ist. Verzichten Sie allerdings auf die Frage, warum etwas schief lief. Damit wird am Ende nur ein Schuldiger benannt und das Problem nicht gelöst. Besser, lösungsorientierter und stimmungsfreundlicher ist, die Frage danach, was alle tun können, damit es beim nächsten Mal besser klappt. So zeichnet man einen erfreulichen, positiven Weg auf und bleibt nicht bei negativen Schuldverteilungen stecken.

Etablieren Sie die Tipps 2 und 3 fest in ihre Führungsroutine. Sie werden sehen – es wirkt. Denn nur wer genügend positive Gedanken in seinem Arbeitsumfeld hat, kann sich darin auch gut fühlen!

Mehr Infos zu Andrea Eigel

Andrea Eigel. Foto: Kaleidoskop Marketing-Service GmbH

Wir leben in spannenden Zeiten. Krisen, schnelle Veränderungen, hohe Marktansprüche und Fachkräftemangel fordern enorm viel von Führungskräften und Mitarbeitern im Handwerk. Wie geht man all diese Herausforderungen an, bewahrt Ruhe und Zuversicht? Woher nimmt man die Kraft für diese Aufgaben? Handwerksexpertin Andrea Eigel greift in unserer neuen Serie entscheidende Fragestellungen zu mentaler Stärke auf und gibt als Beraterin, Coach und Referentin gewohnt pragmatische Tipps. Seit über 20 Jahren unterstützt Andrea Eigel Handwerksbetriebe dabei, nachhaltig die richtigen Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Außerdem hält sie Vorträge und Seminare und ist Dozentin an der Dualen Hochschule für das Thema Handwerksmarketing. Mehr Informationen gibt es unter: www.andreaeigel.de

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