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Lagertipp 8: Entlastung durch Retouren

Sinnvolles Retouren-Management im Betrieb

Was gerade eben noch wertiges Kommissionsmaterial war, wird oft nach Abschluss des Auftrags überflüssig. Denn individuelle Beschläge und hochwertige Ersatzteile lassen sich selten für einen anderen Auftrag nutzen. Doch es ist wertloses Material und es werden immense Suchzeiten um diese Kommissionsreste herum aufgebaut, die enorme Kosten produzieren und sich immer weiter vermehren.

Dennoch sträuben sich viele Handwerksbetriebe, das überflüssig gewordene Material zurückzugeben, selbst wenn es sich um bereits bezahlte Kommissionsware handelt. Gleiches geschieht oft mit falsch geliefertem Material: Es wird erst einmal eingelagert, statt es zurückzugeben. In der Regel hat niemand Zeit, sich um die Abholung der Ware und die Überwachung der Gutschriften zu kümmern. Es lohnt sich trotzdem, ein sinnvolles Retouren-Management im Betrieb zu verfolgen. Dabei sollte auf Folgendes geachtet werden:

·      Ungenutztes Material mit intakter Verpackung sollte konsequent zurückgegeben werden, sofern der Händler einverstanden ist.

·      Dabei sollten die Abholkosten den Wert der Artikel nicht überschreiten, sonst lohnt sich die Retoure nicht.

·      Erfahrungsgemäß rechnet sich der Aufwand erst bei Materialkosten mit einem Wert ab 60 Euro, denn die Organisation der Rücknahme und der Gutschriftüberwachung ist relativ zeitintensiv.

Wichtig: Der Händler darf bei der Rücknahme zwanzig bis dreißig Prozent des Einkaufspreises abziehen, weil auch er hohe interne Kosten hat, um das Material wieder einzulagern.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, die eigenen Betriebsprozesse zu vereinfachen, damit Projektleiter mehr Zeit haben, Projekte genauer zu planen, um grundsätzlich weniger Retouren zu erzeugen. Das sorgt auch für wesentlich mehr Umsatz und weniger Kosten für Retouren.

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