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Klinkerkosmos zwischen Tradition und Moderne

Urbanes Grünquartier im Herzen von Düsseldorf

Im Osten der Landeshauptstadt wächst seit 2012 auf einem Gelände, auf dem früher Lokomotiven montiert wurden, das Wohnquartier Grafental. Düsseldorfs jüngster Stadtteil profitiert von den vielen Vorteilen, die das Wohnen „zwischen Stadt und Wald“ mit sich bringt: eine gewachsene, innerstädtische Infrastruktur vor der Haustüre – und trotzdem gleich mehrere der beliebtesten Düsseldorfer Naherholungsgebiete wie der Naturpark Flingern, der Grafenberger Wald, die Rennbahn oder der Golfplatz quasi „ums Eck“. Mit Fertigstellung des letzten Bauabschnitts wird das neue Stadtviertel mehr als 1600 Etagenwohnungen, Penthouses sowie einige Townhouses umfassen.

Trotz typischer innerstädtischer Blockbebauung hebt sich der fünfte Bauabschnitt des Quartiers wohltuend vom monotonen Einerlei vieler Neubauviertel ab und bietet mit verschiedenen Wohnungstypen und Grundrissgestaltungen urbanen Wohnkomfort für verschiedenste Zielgruppen. Genau dies war das Ziel des Büros „konrath und wennemar – architekten und ingenieure“, das die Baublöcke in klar ablesbare Einzelhäuser gliederte und die gesamte Architektursprache konsequent an der klassischen Moderne des internationalen Stils der 40er und 50er Jahre orientierte, wie Sebastian Knoll erläutert, der das Projekt seitens des Büros betreute: „Entspannte Leichtigkeit, Internationalität und ein wiedererkennbares, klares Erscheinungsbild sind die Zielvorgaben des Entwurfs. Dabei sollen die einzelnen Häuser einer gemeinsamen Gestaltungsidee folgen und trotzdem ablesbar bleiben.“ Ein Ansatz, den die Architekten überaus gelungen in die Praxis umsetzen konnten: Beim Gang durchs Quartier springen die Fassaden, das Mauerwerk variiert in Farbe und Form, und tatsächlich sieht das Neubauareal an jeder Ecke anders aus.

Zur gestalterischen Idee der Fassadenarchitektur, die sich an der Umgebungsbebauung orientiert, erläutert Sebastian Knoll weiter: „Aus dem Formenkanon des Baustils entwickelten wir auch die elementaren Bestandteile der Fassaden mit ihren rundlichen Loggien und Balkonen sowie den dazugehörenden Brüstungselementen. Die Treppenhäuser sind konsequent in den Fassaden ablesbar und bilden so jeweils den Anker, um den sich die einzelnen Hausfassaden anordnen. An den einzelnen Gebäuden wechseln sich verklinkerte und verputzte Flächen ab; dabei sorgt der Klinkersockel dafür, dass beide in Würde altern können. Der Klinkersockel ist außerdem das verbindende gestalterische Element und fügt die Einzelfassaden wieder zu einem Gesamtensemble zusammen.“

Neben der Serie „Zeitlos“ aus dem Standardsortiment des Extrudierspezialisten Ströher kamen bei den verschiedenen Bauabschnitten weitere, in enger Abstimmung mit den Planern projektspezifisch gefertigte Sonderserien und Spezialprodukte zum Einsatz. Die Fassadengestaltungen der Grafental-Gebäude zeigen mit zahlreichen Vorsprüngen und verkleideten Rundungen, welche optische Vielfalt und gestalterischer Variationsreichtum das Material Klinker auszeichnet. Dabei bietet sich das breit gefächerte Sortiment von Ströher mit Langformaten und haptisch ansprechenden, unregelmäßigen Oberflächeneffekten gestalterisch für eine moderne Fassadenarchitektur mit Klinker an. Andererseits erfüllen Klinkerriemchen „Made in Dillenburg“ alle Anforderungen an ein langlebiges, wartungsfreies und nachhaltiges Fassadenmaterial und sorgen im Verbindung mit einem WDVS für die geforderte Energieeffizienz der Gebäudehülle.

Foto: Ströher

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