Kaufoption für Übernahme von Tagina durch Mandarin & Cerit

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Gerade noch haben wir über die Übernahme von Emilceramica durch die Marazzi-Gruppe berichtet, da flattert schon das neuste Verkaufsgerücht ins Haus. So wird auf dem italienischen Markt gerade über die Übernahme des italienischen Fliesenherstellers Tagina durch Cerit-Ceramica Italiana spekuliert. Diverse italienische Medien haben schon über die Kauf- bzw Verkaufsabsichten berichtet. Nun scheint eine Einigung im Frühjahr 2017 in Reichweite.

Das Unternehmen Tagina Kunstkeramik wurde 1973 von diversen Managern in Gualdo Tadino in Umbrien gegründet. Das kleine Unternehmen machte sich schon bald in der Fliesenbranche mit ausfallenden Designideen einen Namen und exportiert auch erfolgreich in den deutschen Markt. Besonders bekannt wurde Tagina in den Achtziger Jahren mit den Fliesen der Designerin Laura Biagotti. Inzwischen liegt der Exportanteil bei rund 70 Prozent.

Cerit-Ceramica Italiana wird von Dr. Graziano Verdi in einer Partnership mit dem Investmentfond Mandarin Capital geführt. Somit besteht eine Kaufoption, die eine eventuelle Übernahme der Firma Tagina durch Mandarin & Cerit nach vorgegebenen Bedingungen vorsieht. Die Übernahme bis zum  Frühling erscheint zum aktuellen Zeitpunkt möglich, heißt es in den italienischen Medien.

Mario Moriconi, Vorsitzender der Tagina, äußerte sich auch ihm Namen seiner Teilhaber gegenüber der italienischen Presse mit großer Zufriedenheit über die getroffene Einigung mit Cerit & Mandarin Capital: Dadurch wird es Tagina ermöglicht, „in einen bedeutungsvollen Umsatz- und Kompetenzsumfeld einzutreten.“

Dr. Stanca, Managing Partner und Geschäftsführer der Mandarin Capital, fügt hinzu: „Wir sind von der Wirksamkeit eines Zusammenschlusses der Leader-Unternehmen im Keramikbereich überzeugt, und arbeiten eng mit Dr. Graziano Verdi zusammen, um dieses Ziel zu verwirklichen. Tagina ist ein angesehener Name, der sich gut mit unseren Vorstellungen decken würde.“

Auf der Internetseite der Mandarin Capital ist zu erfahren, dass die Gruppe in mittelgroße europäische Unternehmen investiert. Die Hauptkriterien für die Investitionen seien – so auf der Homepage – ein stark Export orientiertes Unternehmen, bedeutungsvolle Wachstumsaussichten, ein gutes Marktpotential in China und eine Leadership-Position in einer Marktnische.

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