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Im Mapei-Geschäft ist Musik drin

Wie in den Medien zu lesen war haben die Musiker, die sich in der neuen Hamburger Elbphilharmonie zur ersten Probe getroffen hatten, anschließend Tränen in den Augen. So überwältigend war der Musik- und Klanggenuss im neuen Konzertsaal. Allerdings dürften auch einige Baufachleute und Politiker angesichts von Kostenexplosionen und Bauproblemen bei diesem Objekt in den letzten Jahren mehrfach Tränen in den Augen gehabt haben. Doch nun ist das neue Schmuckstück der Hansestadt fertig. Die Firma Mapei hat daran ein Stück weit mitgeholfen.

Atemberaubende Aussichten, puristische Luxusausstattung: In der Elbphilharmonie eröffnete Anfang November 2016 das Westin Hotel Hamburg. Rund 12.000 m² der Bodenflächen wurden mit MAPEI-Systemprodukten verlegereif vorbereitet und anschließend mit hochwertigen Bodenbelägen ausgeführt. Foto: Mapei/Michael Zapf
Atemberaubende Aussichten, puristische Luxusausstattung: In der Elbphilharmonie eröffnete Anfang November 2016 das Westin Hotel Hamburg. Rund 12.000 m² der Bodenflächen wurden mit MAPEI-Systemprodukten verlegereif vorbereitet und anschließend mit hochwertigen Bodenbelägen ausgeführt. Foto: Mapei/Michael Zapf

img_8794Grund genug, die diesjährige Pressekonferenz mit einem Rundgang durch dieses außergewöhnliche Referenzobjekt zu verbinden. Das Wort FERTIG strahlt quasi sieben Stockwerke hoch und 70 breit über der Skyline des Hamburger Hafens. Jedenfalls ist die Erlösung allen Beteiligten nach fast zehn Jahre Bauzeit anzumerken. Nachdem sich die Kosten für die Stadt zwischen 2005 und 2013 von 77 auf 789 Mio. Euro fast verzehnfacht hatten und zahlreiche Bau-Skandale das architektonische Prunkstück begleitet haben, glaubten viele Beteiligte schon nicht mehr an eine Fertigstellung. Die Elbphilharmonie drohte sogar zu einem ähnlichen Millionen-Grab zu werden wie der skandalöse Berliner Flughafen.

Die nette Stadtführerin zeigte ein Foto auf dem man erkennen kann, wie es früher am Platz der heutigen Elbphilharmonie ausgesehen hat.
Die nette Stadtführerin zeigte ein Foto auf dem man erkennen kann, wie es früher am Platz der heutigen Elbphilharmonie ausgesehen hat.

In der Elbphilharmonie eröffnete Anfang November auch das Westin Hotel Hamburg. Rund 12.000 qm der Bodenflächen wurden mit Mapei-Systemprodukten verlegereif vorbereitet und anschließend mit hochwertigen Bodenbelägen ausgeführt. Nicht ohne Stolz führten deshalb Dr. Uwe Gruber, Geschäftsführer der Mapei Deutschland GmbH, und seine Kollegen die Journalisten durch das neue Gebäude.

Wachstumsdynamik der letzten Jahre setze sich in 2016 fort

Nicht minder stolz ist man in der deutschen Mapei Führungsebene auf die weiterhin hervorragende Marktentwicklung des Unternehmens. Die Wachstumsdynamik der letzten Jahre setze sich auch in 2016 nahtlos fort. Für das laufendes Geschäftsjahr rechnet man bei 247 Mitarbeitern mit einem Gesamtumsatz von rund 93 Mio. Euro. Damit ist Deutschland weiterhin der größte und einer der erfolgreichsten Ableger der gesamten Gruppe.
Zum Umsatzwachstum haben alle sechs Geschäftsfelder des bauchemischen Vollsortimenters beigetragen. Das Segment Keramik und Natursteine nimmt mit einem Anteil von über 50 % am Gesamtumsatz weiterhin den größten Anteil ein. Kein Wunder also, dass es im Bereich Keramik und Naturstein dementsprechend zahlreiche Innovationen für das kommende Jahr gibt, wie z.B. die neue Fließspachtelmassen Novoplan Maxi sowie Planex Maxi (ausführlicher Bericht unter Produkte hier).

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Blick in die diesjährige Pressekonferenz.

Auch in Zukunft weiter wachsen

Mapei Deutschland will auch in Zukunft weiter wachsen. Dr. Gruber sieht auf dem Markt einen nach wie vor hohen Bedarf, der höchstens von dem vorhandenen Engpass im Handwerk ausgebremst werden kann. Sein Unternehmen will jedenfalls weiterhin investieren – in Steine und Beine. Bei den Mitarbeitern wuchs die Zahl der Stellen seit 2010 um über 50 %. Bei der Pulverproduktion wurden die Kapazitäten erheblich ausgebaut. Außerdem folgte dieses Jahr der Umzug in ein neues Verwaltungsgebäude.

Auch im Marketing will Mapei wieder erfolgreich den Hebel ansetzen. Ein Ausbau der bestehenden Regalsysteme für den POS ist ebenso angedacht wie neue Kommunikationsstrategien mit Anzeigen, Flyern etc. Besonders im Fokus stehen bei Mapei die sogenannten „mobilen Generalisten“. Inzwischen, so schätz man, gehören fast ein Viertel der derzeit auf dem deutschen Markt tätigen Handwerker dieser Gruppe an. Tendenz weiter wachsend. Die hagebau, die sich seit geraumer Zeit ebenfalls mit dieser Zielgruppe intensiv auseinandersetzt, sieht bis 2020 einen Zuwachs auf 30 %.

Im Bereich Schulungen und Weiterbildung drückt der italienische Kleberspezialist ebenfalls auf das geschäftliche Gaspedal. Seminare („Wissenswerkstatt“), Workshops vor Ort beim Handel, Apps mit Verbrauchsrechnern, Online-Schulungen („Mapinar“ – siehe Bericht hier) und Verkaufsaktionen („Best project Award“) sollen den Umsatz auch in 2017 weiter ankurbeln.

Hermann Meier (lks.), ehemaliger Geschäftsführer der Mapei Deutschalnd und übergangsweise weiter als Berater des Unternehmens tätig, verabschiedete sich auf der Pressekonferenz 2016 von den Presseleuten, zu denen er jahrelang Kontakt pflegte. Rechts Dr. Uwe Gruber.
Heinrich Meier (lks.), ehemaliger Geschäftsführer der Mapei Deutschland, verabschiedete sich auf der Pressekonferenz 2016 endgültig von den Presseleuten, zu denen er jahrelang Kontakt pflegte. Rechts Dr. Uwe Gruber.

Konzern ebenfalls erfolgreich

Ähnlich erfolgreich wie die deutsche Tochter entwickelte sich 2015 der Gesamtkonzern. Insgesamt konnte die Gruppe, zu der weltweit 81 Gesellschaften und 70 Werke in 53 Länder gehören, ein Plus von 12,4 % verzeichnen. Der Umsatz lag mit 8363 Mitarbeitern bei 2,145 Mrd. Euro, woran der Bereich Keramik einen Anteil von 36 % hatte. Von den Auslandsmärkten wiesen vor allem Amerika (+ 30,7 % ) und Asien (+ 34,1 %) eine positive Entwicklung auf. Westeuropa zählte mit einem Anteil von 27,7 % am Gesamtumsatz weiterhin zu den stärksten Regionen.

Unser Video zur Mapei-Pressekonferenz:

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