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„Hier passen Aussteller und Besucher perfekt zusammen“

Linnenbeckers „CeramVision 2018“ öffnete am 8.März in Hamm ihre Tore

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Am 8.März 2018 öffneten sich bereits zum zwölften Mal die Tore zur bedeutendsten deutschen Fliesen-(Haus)-messe. Auf insgesamt 32 Ständen präsentierten die nationalen wie internationalen Top-Lieferanten der Wilhelm Linnenbecker GmbH & Co. KG auf der diesjährigen CeramVision ihre aktuellen Sortimente und Kollektionen. Insgesamt hatten sich mehr als 2000 Kunden aller Linnenbecker-Standorte zu dieser Veranstaltung angemeldet, die nun wieder am gewohnten Standort in der beeindruckenden Industriearchitektur der Alfred-Fischer-Halle in Hamm an vier Tagen (bis zum kommenden Sonntag) über die Bühne geht.

Eine Messe mit großer Kontinuität

Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern: Gut ein Drittel der Auszubildenden versammelte sich für ein Gruppenfoto, bevor es auf einen Messerundgang ging. Insgesamt bildet Linnenbecker etwa 90 junge Menschen in verschiedenen Berufen aus.

Im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung in Rheda-Wiedenbrück sei die diesjährige Messe etwas gewachsen, erklärten die verantwortlichen Organisatoren Tom Reppin und Jan Ingwersen in einem Gespräch mit der Redaktion 1200Grad. Sie hatten diese anspruchsvolle Aufgabe von Christoph Krüger und Andreas Gillner übernommen. „Was die Ausstellerbeteiligung angeht, verzeichnen wir eine hohe Kontinuität über die Jahre“, so Reppin. Die CeramVision erfreue sich einer hohen Akzeptanz sowohl bei den ausstellenden Unternehmen als auch den Besuchern, die zum Teil weite Anfahrtswege vom östlichsten Rand der Republik auf sich genommen hatten. Die imposante Alfred-Fischer-Halle fiel in den vergangenen zwei Jahren als Austragungsort aus, weil sie als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde.

Der Fliesen- und Baustoffhändler mit Zentrale in Bad Salzuflen ist in Hamm mit drei eigenen Ständen präsent, auf denen das Handelsunternehmen zum einen seine Eigenmarke „Aventuro“ zeigt, außerdem das vor einem Jahr installierte Bestellsystem „Li.FLEX24“ sowie einen Profi-Shop im Eingangsbereich „mit den Dingen des alltäglichen Bedarfs für Handwerker“, so Ingwersen. An dem Li.FLEX-Stand können die Messebesucher vor Ort Ihre Erfahrungen mit dem neuen System machen – ein Angebot, das bereits am ersten Tag kräftig genutzt wurde.

Jörg Thimm, NordCeram-Vertriebsleiter Deutschland (l.) und Steuler-Geschäftsführer Peter Wilson.

Neben den etwa 2000 Kunden aus den Niederlassungsregionen hatten sich auch über 100 Architekten nicht nur für einen Messerundgang, sondern für das eigens für sie vorbereitete Vortragsprogramm angemeldet. Themen sind hier unter anderem die neue Abdichtungsnorm, Designtrends bei keramischen Fliesen sowie das derzeit alle bewegende Top-Thema Building Information Modeling (BIM). Hierzu hatte Linnenbecker hochkarätige Referenten verpflichtet. Aber auch der Endverbraucher steht verstärkt im Visier der Marktbearbeitung. Eigens für diese Zielgruppe entwickelte Linnenbecker auf Basis bestehender Systeme ein Online-Planungs-Tool.

Agrob Buchtal-Marketing-Managerin Alexandra Kupke erläuterte den Messebesuchern das neue Trockenverlegesystem „DryTile“.

Schlendert man die Gänge in der Alfred-Fischer-Halle entlang, ist das wie ein „Who is who“ der Branche. In Hamm treffen die großen deutschen Hersteller aufeinander sowie die Big Player aus der internationalen Keramikszene. Die „Protagonisten“ kennen sich teilweise seit Jahren bzw. Jahrzehnten und so ist die CeramVision in gewisser Weise auch immer eine äußerst kommunikative Veranstaltung, auf der Freundschaften gepflegt und Kontakte vertieft werden. Dennoch weist Jan Ingwersen darauf hin, dass die CeramVision für Aussteller und Kunden in erster Linie eine „Arbeitsmesse“ sei, auf der – äußerst effizient, wenngleich auch in sehr familiärem Rahmen – die Weichen für die Zusammenarbeit der kommenden Monate gestellt werden. Es sei eben diese Kombination aus freundschaftlichem, kollegialem Schnack und den erzielten Ergebnissen, die von Ausstellern und Kunden gleichermaßen geschätzt werde.

Bau-Boom versus Handwerker-Engpass

Bereits vor Jahresfrist äußerte sich Andreas Wiemers, Geschäftsbereichsleiter Fliesen, zur derzeitigen Entwicklung „am Bau“. Zum einen boome die Branche in bislang nicht gekanntem Ausmaße, zum anderen fehle es an allen Ecken und Enden an qualifizierten Handwerkern. „Die Fliesenleger kommen an ihre Kapazitätsgrenzen und auch die Zersplitterung der Unternehmen nach dem Wegfall des Meisterzwangs zeigt ihre Auswirkungen: es fehlt schlicht und ergreifend am Nachwuchs“, so Wiemers. Vor Jahren beschäftigte Linnenbecker selbst über 100 Verleger, bis man sich dazu entschied, sich voll und ganz auf den Handel zu konzentrieren; auch hatte man nicht weiter in den Wettbewerb auf Verarbeiterseite mit den eigenen Kunden treten wollen, so Wiemers.

Konsequenterweise steht das Thema Ausbildung und Generierung von Nachwuchs auf der Linnenbecker-Agenda ganz oben. Derzeit befinden sich an allen Unternehmensstandorten 90 junge Leute in der Ausbildung, sie erlernen u. a. die Berufe des Groß- und Außenhandelskaufmanns, des Facharbeiters in der Lagerlogistik oder können im Rahmen einer dualen Ausbildung ihren Bachelor-Abschluss machen. Für den Bereich Nachwuchsförderung und Ausbildung wurde eigens eine Mitarbeiterin eingestellt; außerdem ist Linnenbecker auf Jobmessen sehr aktiv sowie in den Sozialen Medien präsent, um das Interesse der jungen Leute an einem Ausbildungsplatz zu wecken.

Auch in diesem Jahr waren in Hamm wieder alle großen Marken im Fliesen- und Zubehörbereich vertreten.

Hier noch ein paar Impressionen in unserer Galerie:

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