Gewinner des 20. Tile of Spain Architecture Awards

Drei Kategorien für Profis und Studierende

Die 20. Tile of Spain Architecture Awards gingen an MRM arquitectos für den neuen Hauptsitz der „Fundación Laboral de la Construcción de la Comunidad Valenciana“, an Estudio vilablanch für das Projekt „Habitar un Coderch“ sowie an Gonzalo López Elorriaga für seine studentische Abschlussarbeit mit dem Titel „Castilla La MaRcha. Un resort para la España Motivada“.

Ende November gab die hochkarätige Jury unter Vorsitz von Architekt Carlos Ferrater (OAB) die Gewinner des 20. Tile of Spain Architecture Awards bekannt. In drei Kategorien konnten Profis und Studierende erneut zeigen, wie vielfältig sich architektonische Projekte mit keramischen Fliesen umsetzen lassen.

Kategorie Architekur

Das Studio MRM arquitectos (Miguel Alonso Flamarique, Roberto Erviti Machain, Mamen Escorihuela Vitales) überzeugte die Jury mit dem neuen Hauptsitz der „Fundación Laboral de la Construcción de la Comunidad Valenciana“. Für die Gebäudehülle wurden großformatige Keramikfliesen verwendet, die strukturgebend und nachhaltig sind und eine zeitlose Ästhetik widerspiegeln. Das Stiftungsgebäude befindet sich in der Provinz Valencia, in der seit Jahrhunderten keramische Fliesen hergestellt werden. Sie gehören zu den Vorzeigeprodukten der ländlich geprägten Region.

Eine besondere Erwähnung gab es für die Fakultät für Psychologie und Sprachtherapie der Universität Malaga von Llps arquitectos (Eduardo Pérez Gómez, Miguel Ángel Sánchez García). Die Jury hob die innovative, glänzende, durchgehende keramische Außenhülle hervor, die für das gesamte Gebäude entwickelt wurde, wobei runde glasierte Fliesen sowie weitere kleinere Fliesen in den Zwischenräumen zum Einsatz kamen. Um die Verlegung zu erleichtern, wurde ein Netzsystem verwendet.

Foto: Mikel Muruzabal

Kategorie Innenarchitekur

Foto: Jordi Folch

Die Jury lobte die rigorose Innenarchitektur des Projekts „Habitar un Coderch“ von Estudio vilablanch, die eine Hommage an die Architektur von José Antonio Coderch darstellt. Hervorgehoben wurde neben der geschickten Auswahl der Materialien auch die große Sorgfalt, mit der das Projekt realisiert wurde. Bei dem Projekt ging es um die vollständige Renovierung einer Wohnung in Barcelonas emblematischem Banco Urquijo-Gebäude, wobei die ursprüngliche Essenz der Coderch-Architektur im zeitgenössischen Stil wieder aufgenommen wurde.

„JM55“ von BURR wurde lobend erwähnt: Durch die konsequente Verwendung eines einzigen zentralen Kachelelements konnten auf kleinster Fläche lebendige Innenräume geschaffen werden. Für „Cal Garrofa“ von Julia Tarnawski und Albert Guerra gab es ebenfalls eine besondere Erwähnung. Die Jury hob die radikale konzeptionelle Philosophie hervor, mit der ein traditionell anmutendes Haus wiederbelebt wurde. Auch die Verwendung von starken Farben und Keramikfliesen, durch die ein Raum mit poetischen Konnotationen entsteht, wurde gelobt.

Kategorie Abschlussarbeit

Die Jury hob die Innovationskraft des Projekts „Castilla La MaRcha. Un resort para la España Motivada“ von Gonzalo López Elorriaga hervor. Dabei handelt es sich um die Planung eines Freizeit- und Unterhaltungszentrums, das sich von herkömmlichen Zentren abhebt und eine ländliche Umgebung fördert, indem es zum Anziehungspunkt für die ganze Region wird. Die Hauptrolle bei dem Projekt spielen Keramikfliesen im traditionellen Format, die auf bahnbrechend neue Weise verwendet werden.

Foto: Tile of Spain

Lobend erwähnt wurde „Alojamiento temporal y centro cívico en la antigua fábrica La Asunción“ von Mariona Dalmau Benavent. Das Projekt umfasst die Gestaltung von Einrichtungen für ein Viertel mit einem Bürgerzentrum und einer vorübergehenden Unterkunft für vertriebene Familien. Die Jury hob die zurückhaltende Nüchternheit des Projekts hervor. Das bestehende Gebäude wird von einer Reihe kastenförmiger Volumina umgeben, die so verteilt sind, dass das ursprüngliche städtebauliche Raster von Cerdà beibehalten wurde. Das gesamte Ensemble ist ökologisch effizient und ein eindrucksvolles Beispiel für modernes Stadtdesign.

Das Projekt „Hortus Conclusus“ von Teresa Clara Martínez López, für das es ebenfalls eine besondere Erwähnung gab, zielt darauf ab, die Altstadt von Lissabon mit der Burg San Jorge zu verbinden und die bestehenden Gärten am Fuße des Hügels durch eine Reihe von Plattformen auf verschiedenen Ebenen zu verlängern. Die Jury hob die Präzision des Projekts hervor, bei dem Keramikfliesen verwendet werden, um eine ausdrucksstarke, kreative Zukunftsvision der Stadt zu entwickeln.

Über den Award

Ziel des Tile of Spain Architecture Awards ist es, die Verwendung spanischer Fliesenmaterialien in der Architektur und Innenarchitektur sowohl in Spanien als auch im Ausland bekannt zu machen. Die Auszeichnung ist bei Fachleuten aus der Welt der Architektur hoch anerkannt.

Weitere Informationen unter: www.tileofspainawards.com

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