Feuerprobe bestanden

Bereits seit März 2016 koordiniert die Krefelder Feuerwehr alle Notrufe und Einsätze aus der hochmodernen Leitstelle der neuen Hauptfeuerund Rettungswache. Offiziell eröffnet wurde der als PPP-Projekt erstellte Neubau Anfang Juni 2015. Die Verlegung der knapp 10.000 m² Fliesenbeläge erfolgte durchgängig mit bewährten Systemen und Produkten der Sopro Bauchemie.

Zwischen 550 und 1000 Anrufe erreichen täglich die Leitstelle der Krefelder Feuerwehr. Bereits seit Jahren stand der Wunsch der Krefelder Berufsfeuerwehr nach einer neuen Wache ganz oben auf der Agenda. Nicht aus Prestigegründen, sondern weil der bisherige Stützpunkt an der Florastraße den Anforderungen eines modernen Feuerwehr- und Rettungsdienstes nicht mehr gerecht wurde. Die Einsatzfahrzeuge waren zwar auf dem neuesten Stand, passten allerdings mit ihren Maßen nicht in die Hallen des über hundert Jahre alten Gebäudes. Die Folge: der komplette Fuhrpark musste tiefer gelegt werden und wenn die Fahrzeuge zum Einsatz ausrückten, klappten die Floriansjünger aufgrund der zu engen Tore auch noch die Spiegel ein. Von den räumlichen Kapazitäten ganz zu schweigen.

 

Auch der künstlerische Aspekt kam nicht zu kurz.
Auch der künstlerische Aspekt kam nicht zu kurz.

Im Oktober 2013 gab die Stadt Krefeld daher grünes Licht für das Projekt „Neubau und langfristige Bewirtschaftung der Hauptfeuer- und Rettungswache Krefeld“. Ziel war die schlüsselfertige Errichtung des neuen Stützpunktes, eine optimale Struktur für den Betrieb sowie eine zeitgemäße Arbeitsqualität für die Einsatzkräfte.

Neues Gebäudekonzept mit funktionaler Zuordnung

Der Neubau der Feuerwache Krefeld wurde als Ensemble aus zwei Gebäuderiegeln sowie einem verbindenden Erschließungsbau konzipiert. Dieser Grundtypus (H-Typ) ermöglicht eine optimale funktionale Zuordnung in die jeweiligen Gebäudezonen. So beinhaltet der Gebäuderiegel A, orientiert zur Neuen Ritterstraße, die Funktionen der Einsatzwachen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, die Leitstelle, die Sporthalle und die Kleiderkammer nebst Wäscherei/Schneiderei. Gebäuderiegel B, parallel zum Bahndamm am nördlichen Grundstücksrand gelegen, bezieht dagegen die Fachbereichsleitung, die Fachabteilungen, die Instandhaltung, die Logistik und die Bürgerinformation mit ein.

Vorbildlich: die Umkleide-kabinen.
Vorbildlich: die Umkleidekabinen.

Beide Gebäude sind durch einen Glaskörper, das Foyer, verbunden. Dieses dient auch als Anlaufstelle für sämtliche Informationsveranstaltungen, Führungen und Festlichkeiten. Hofseitig schließt sich an das Foyer die Fahrzeugwerkstatt an, die als separater Baukörper in der Höhe so moduliert ist, dass künftig die internen Betriebsanforderungen an die Raumhöhen (Kranbahn, Hebebühnen) voll gewährleistet sind.

Darf in keiner Feuerwache fehlen: die Rutschstangen.
Darf in keiner Feuerwache fehlen: die Rutschstangen.

Der Bau der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache Krefeld ist als ein sogenanntes PPP (Publicprivate-Partnership) -Projekt angelegt, also einer Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand – in diesem Falle der Stadt Krefeld – und einem Unternehmen der Privatwirtschaft. Mit der SKE Facility Management GmbH aus Mannheim stand dabei ein kompetenter privater Partner für das PPP-Projekt an der Seite der Stadt Krefeld, denn die SKE ist ein ausgewiesener Spezialist im Bereich Facility Management innerhalb der weltweit agierenden VINCI-Gruppe. Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt knapp 90 Mio. Euro, davon entfallen rund 40 Mio. auf das Bauvolumen und 50 Mio. auf die Finanzierungskosten und den Betrieb. Bei PPP-Projekten bzw. ÖPP (Öffentlichprivate Partnerschaft) -Projekten profitieren die öffentlichen Auftraggeber in der Regel von kurzen Bauzeiten, fachübergreifenden Dienstleistungen, Synergieeffekten und langfristig gesehen auch von einer deutlich verbesserten Instandhaltungsqualität.

Abdichtungs- und Verlegearbeiten im Sopro-Komplettsystem

Bei der Ausgestaltung des Neubaus spielen keramische Beläge eine ganz zentrale Rolle – sowohl aus optischen, vor allem aber aus funktionalen Gründen. Denn gerade im Objektbereich zählen die Vorteile keramischer Fliesen und Platten ganz besonders. Sie sind nicht nur extrem strapazierfähig und langlebig, sondern auch pflegeleicht, hygienisch, farb- und lichtecht. Sie sind nicht brennbar und überstehen die härtesten Belastungen. In nahezu allen Bereichen der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache Krefeld, angefangen bei den Mannschafts- und Umkleideräumen über die Duschen bzw. WC-Anlagen und die Großküche bis hin zu den Treppenhäusern und dem bereits oben erwähnten Foyer wurden daher keramische Beläge in den unterschiedlichsten Formaten und Farben verlegt.

Ausgeführt wurden die Verlegearbeiten von der Fliesen Körkemeyer GmbH, einem mittelständischen Unternehmen mit Sitz in Ahaus, das sich auf die Verlegung von Fliesen aller Art – vor allem auch im Objektbereich – spezialisiert hat. Planer und Verarbeiter vertrauten dabei auf die Systeme und Produkte der Sopro Bauchemie. Sämtliche Abdichtungs- und Fliesenarbeiten wurden daher nach den Aufbauempfehlungen der Sopro Objektberatung mit Produkten aus dem Profi-Sortiment „im System” ausgeführt.

Foto aus der Bauphase bei der Fliesenverlegung
Foto aus der Bauphase bei der Fliesenverlegung

So wurden die 30 x 60 cm großen Fliesen in den Foyers beispielsweise mit No. 1 Flexkleber verlegt, einem zementären, sehr ergiebigen, hoch verformbaren S1 Flexkleber (C2 TE S1 nach DIN EN 12004) mit hoher Kunststoffvergütung. Insbesondere in der Großküche sowie den Dusch- und WC-Anlagen mussten vor Ausführung der Fliesenarbeiten umfangreiche Abdichtungsarbeiten durchgeführt werden, um speziell in diesen sensiblen Bereichen die Untergründe nachhaltig vor Feuchte- und Wassereintrag zu schützen. Zum Einsatz kam dabei eine Verbundabdichtung. Der große Vorteil dieser Variante: Die Abdichtung befindet sich direkt unter dem Fliesenbelag, die Flüssigkeiten können also nicht weiter in den Untergrund einziehen.

Abdichtungs- und Entkopplungsbahn für die Großküche

Im Bereich der Großküche fiel bei der Abdichtung der Wände die Wahl auf die AEB Abdichtungs- und Entkopplungsbahn. Sie ist dünnschichtig, wasserundurchlässig und rissüberbrückend aus hochwertigem Polypropylen und beidseitig mit einem speziellen Vliesgewebe beschichtet. Das Vliesgewebe bewirkt einen optimalen Haftverbund zwischen Abdichtungs- und Entkopplungsbahn und zementärem Fliesenkleber. Sie eignet sich zum sicheren und flexiblen Abdichten von Wand- und Bodenflächen unter keramischen Fliesen und Platten sowie Naturwerksteinfliesen in Bädern, Duschen und Nassräumen.

Die Abdichtung der Böden in der Küche erfolgte mit PU-FlächenDicht. Es handelt sich dabei um ein lösemittelfreies, weißpigmentiertes, zweikomponentiges Polyurethan-Flüssigharz zur Herstellung von Verbundabdichtungen unter keramischen Belägen. Als standfeste Konsistenz für Wandbereiche (PU-FD 570) und selbstverlaufende Konsistenz für Bodenflächen (PU-FD 571). Für Anwendungen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, wie z.B. Schwimmbäder, Großküchen, gewerbliche und industrielle Bereiche, auf Balkonen und Terrassen. Geeignet für die Beanspruchungsklassen A, B und C gem. Bauregelliste A (abP) sowie A0 und B0 gem. ZDB-Merkblatt.

Rustikale Waschbecken zur Säuberung der Kleidung und Stiefel.
Rustikale Waschbecken zur Säuberung der Kleidung und Stiefel.

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