Foto: Sopro

Erfolgreiche Schönheitskur fürs große Becken

Komplexe Fliesenarbeiten komplett im Sopro-Schwimmbad-System

„Sympathisch, gastlich und über 1060 Jahre alt“ – so wirbt das geschichtsträchtige Zerbst für einen Besuch der ehemaligen anhaltinischen Residenzstadt. Ganz so alt ist die Zerbster Volksschwimmhalle natürlich noch nicht. Bei der notwendigen Sanierung des aus den 1980er Jahren stammenden Hallenbades setzte der verarbeitende Betrieb, Fliesenprofi Zerbst, sowohl bei der Vorbereitung und der Abdichtung der Untergründe, als auch bei der Verlegung und Verfugung großer Fliesenflächen auf System-Produkte aus dem Sopro-Schwimmbad-Sortiment.

Das zwischen Elbe und Fläming gelegene Zerbst war einst die größte und bedeutendste Stadt in Anhalt. Davon zeugen bis heute die aus dem Mittelalter stammenden mächtigen Stadtmauern. Zarin Katharina II. von Russland, weltberühmt als die „Große“, entstammt dem Fürstenhaus von Anhalt-Zerbst und war im 18. Jahrhundert eine der mächtigsten Herrscherinnen Europas. Zerbst bietet viele Sehenswürdigkeiten und ist architektonisch von den verschiedensten Epochen geprägt. Während einige geschichtsträchtige Bauwerke ihren Reiz sogar noch als Ruine versprühen, erwies sich dagegen der „Zahn der Zeit“, der zunehmend an der Substanz der Zerbster Volksschwimmhalle nagte, als nicht mehr hinnehmbar.

Sanierung in kürzester Zeit

Das aus den 1980er Jahren stammende Hallenbad und allem voran das 25- Meter Schwimmerbecken wies inzwischen eine Vielzahl an teils gravierenden Mängeln auf, die unbedingt behoben werden mussten. Da seit dem Bau der Volksschwimmhalle keine größeren Instandsetzungsarbeiten stattfanden, entschloss man sich für eine Komplettsanierung in mehreren Abschnitten. Dazu zählte insbesondere der Austausch der abgenutzten und scharfkantigen Keramik im Becken. Gleichzeit ergab sich dabei aber auch die Möglichkeit, die immer wieder auftretenden Undichtigkeiten insbesondere an den Durchdringungen zu schließen. Das Becken war im Dickbett verlegt, eine Verbundabdichtung nicht eingebaut. Der alte Dickbettmörtel war entsprechend mürbe geworden Und last but not least konnte im Laufe der Sanierung auch die Schwimmbadtechnik auf den neusten Stand gebracht werden.

Mit den Sanierungsarbeiten am Schwimmbecken beauftragt wurde die Fliesenprofi Zerbst, ein Name, der seit über 25 Jahren für Qualität im Fliesenlegerhandwerk steht. „Unser 6. Sinn ist die Fliese…!“ – unter diesem Motto führen die gut ausgebildeten und erfahrenen Fliesenleger schnell und zuverlässig Arbeiten durch, die vom Kleinmosaik bis zur XXL-Fliese, vom Umbau einer einzelnen Dusche oder – wie hier – bis zur Sanierung eines kompletten Schwimmbeckens reichen. Die Arbeiten standen unter der Leitung von René Tylewski, dem Geschäftsführer bei Fliesenprofi Zerbst. Er hatte mit seinem Team bereits zuvor das Kinderbecken im gleichen Schwimmbad erfolgreich saniert. Da die Volksschwimmhalle nicht nur von der Zerbster Öffentlichkeit, sondern auch von den ortsansässigen Schulen und Vereinen für Schwimmkurse und den Schwimmunterricht verwendet wird, sollte eine längere Schließung des Bades möglichst vermieden werden. Um einen reibungslosen Ablauf ohne Verzögerungen und Ausfälle zu gewährleisten, wurde das Vorgehen daher sehr sorgfältig geplant, sodass die Sanierungszeit so kurz wie nötig gehalten werden konnte. Dazu dienten auch die nachfolgend beschriebenen, besonders „schnellen“ Produkte aus dem Sopro Profi-Sortiment.

Umfangreiche Ausgleichs- und Abdichtungsarbeiten

Detailabdichtung in Ecken mit Armierung. Foto: Sopro

In einem ersten Arbeitsschritt wurde das Becken bis zum reinen Betonkörper freigelegt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde das tatsächliche Ausmaß der Beschädigungen an der ca. 500 qm großen Oberfläche des Betonbeckenkörpers sichtbar. Die freiliegenden und rostenden Bewehrungsstähle mussten fachgerecht instandgesetzt werden. Nach der Entrostung der Bewehrungseisen wurde ein Korrosionsschutz und ein Betoninstandsetzungsmörtel verwendet, um diese Schadstellen fachgerecht zu schließen. Auch die veralteten Abläufe und Durchdringungen, wie Scheinwerfer und Einströmdüsen mussten komplett ausgebaut und ersetzt werden. Zur besseren Durchströmung des Beckens wurde zusätzlich moderne Schwimmbadtechnik im Betonkörper verbaut.

Im nächsten Schritt galt es, den Beckenkörper, welcher aufgrund der Abbrucharbeiten eine sehr zerklüftete Oberfläche bot, mit Betoninstandsetzungsmörtel zu ertüchtigen. Erst danach, sowie nach dem Bestehen der ausführlichen Prüfung der Oberflächenhaftzugfestigkeit auf den Betonuntergründen im Schwimmbecken, konnten die weiteren Arbeiten starten. Die extremen, im Rohbau vorgefundenen Toleranzen wurden in großen Teilen mit dem Sopro SchwimmBadPutz ausgeglichen. Es handelt sich hierbei um einen standfesten, schnell erhärtenden Putz- und Spachtelmörtel. Er dient zum Herstellen von flucht- und lotrechten sowie ebenflächigen Untergründen für das anschließende Ansetzen bzw. Verlegen keramischer Belagsbaustoffe sowie Natur- und Betonwerksteine. In Schichtdicken von 3 – 30 mm lässt sich das chromatarme Material als Ausgleichsputz im Schwimmbad- und Beckenbau einsetzen. Die Mörtelzusammensetzung dieses PCC-Mörtels erfolgt ohne Zusatz von Kalkhydrat und entspricht dem Merkblatt des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes ZDB „Schwimmbadbau – Hinweise für Planung und Ausführung keramischer Beläge im Schwimmbadbau, Juli 2008“.

Geschickte und technisch funktionierende Lösung

Der Boden wurde aufgrund der notwendigen Gefällegebung und der entsprechend großen Schichtdicken mit einem Schnellzementestrich als Verbundkonstruktion egalisiert. Zum Einsatz kam dabei mit dem Sopro Rapidur B5 SchnellEstrichBinder ein kunststoffvergütetes Spezialbindemittel zur Herstellung schnell erhärtender und früh belegereifer Zementestriche in Anlehnung an DIN 18 560 an, der an der Baustelle mit Zuschlag (Estrichsand) angemischt wird. Der Beckenumgang sollte im Zuge der Sanierungsarbeiten nicht verändert werden, sodass eine geschickte und technisch funktionierende Lösung an der Stelle geplant werden musste. In diesem Zug standen die Experten von der Sopro auch immer beratend zur Seite. Als zusätzliche technische Herausforderung musste die Bauteilfuge, die das Becken in zwei Teile trennt, unter Verwendung von doppellagig verbautem Dichtband und Sopro PU-FlächenDicht, einer hochflexiblen Polyurethanharzabdichtung, abgedichtet werden.

Die normgerechte Verbundabdichtung unter den Fliesenbelägen in dem Becken und am Beckenkopf erfolgte mit der Sopro TurboDichtSchlämme, einer schnell abbindenden, zweikomponentigen, flexiblen, zementären Hochleistungsdichtschlämme zum Erstellen von rissüberbrückenden Abdichtungen. Sie eignet sich im Nassbereich, auf Balkonen und Terrassen sowie im Schwimmbadbereich. Die auf der Sopro MicroGum-Technologie basierende Dichtschlämme zeichnet sich durch höchste Flexibilität sowie einen sehr niedrigen Verbrauch aus. Zur Prüfung der Dichtigkeit des Beckens und der Mangelfreiheit der Verbundabdichtung erfolgte nach dem Abdichten eine 14-tägige Probebefüllung mit gechlortem Wasser.

Fliesenverlegung nach Probebefüllung. Foto: Sopro

Fachgerechte Verlegung und Verfugung im Sopro-System

Die Verlegung der neuen Fliesenbeläge erfolgte weitgehend hohlraumfrei im kombinierten Verfahren mit Sopro’s No. 1 Flexkleber. Er ist, wie die Einstufung C2 TE S1 nach EN 12004 zeigt, hochverformbar und sorgt mit seiner hohen Kunststoffvergütung und Faserverstärkung für eine gute Stand- und Haftzugfestigkeit. Dank der Leichtzuschläge weist Sopro’s No.1 eine sehr hohe Ergiebigkeit auf, die sich in der Fläche bezahlt macht. Für den Verarbeiter von entscheidendem Vorteil ist auch die geschmeidige und sahnige Verarbeitung des sehr emissionsarmen Produkts. Besonders wichtig für Terminbaustellen: Die Beläge sind bereits nach ca. 12 Stunden begeh- bzw. verfugbar.

Verfugt wurden die Beläge mit der TitecFuge breit, einem zementären, hochfesten und schnell erhärtenden Fugenmörtel (CG2 WA nach DIN EN 13 888) zum Verfugen von Steinzeug, Feinsteinzeug, Beton- und Naturwerkstein sowie von Mosaik – in Fugenbreiten von 3 bis 30 mm. Er zeichnet sich durch hohe mechanische Belastbarkeit und Abriebfestigkeit aus und ist daher ideal für Schwimmbäder und Wellnessbereiche. Anschluss- und Bewegungsfugen wurden mit Sopro SanitärSilikon geschlossen.

Von der Planungsphase an bis in die Ausführungsphase, standen die Mitarbeiter der Sopro Planer- und Objektberatung dem verarbeitenden Betrieb beratend zur Seite – sei es bei der Ausschreibung, bei detaillierten Aufbauempfehlungen oder den notwendigen Prüfungen vor Ort.

Das fertig sanierte Kinderbecken. Foto: Sopro

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