“Der PCI-Alpencup motiviert junge Menschen im Handwerk”

Interview mit Stephan Tschernek, Leiter Marketing PCI Gruppe

Die PCI veranstaltet vom 07.bis 09. Juli 2021 in enger Zusammenarbeit mit dem Fachverband Fliese und Naturstein (FFN) den ersten internationalen PCI-Alpencup. Der PCI-Alpencup ist ein komplett neues Format, sozusagen die Europa-Meisterschaft der Fliesenleger im deutschsprachigen Raum, und findet am PCI-Standort Augsburg in einer eigens konzipierten Wettkampfarena statt. Insgesamt zehn Nachwuchs-Handwerker aus fünf Ländern gehen ins Rennen und zeigen an zwei Wettbewerbstagen ihr Können. 1200Grad sprach mit mit Stephan Tschernek, Leiter Marketing PCI Gruppe, über die Hintergründe dieses neuen Formates.

Was ist der PCI-Alpencup und ist daran so besonders?

Vom 7. bis 09. Juli gehen insgesamt zehn junge Handwerker aus fünf Ländern ins Rennen und zeigen an zwei Wettbewerbstagen ihr Können. Mit dem ersten PCI-Alpencup legen wir ein komplett neues Format im Rahmen unserer Nachwuchsförderung auf und gehen damit neue Wege. Darüber hinaus sehnen wir uns doch alle nach über einem Jahr der Corona-bedingten Veranstaltungsabsagen und digitalen Alternativen danach, wieder ein ‚richtiges‘ Event durchzuführen. Wir wollen den Nachwuchshandwerkern die Möglichkeit geben, international zusammenzukommen, sich auszutauschen und sich im Wettkampf messen zu können. Als beruflicher Ansporn und schönes Erlebnis zugleich. In diesen Zeiten ist das wichtiger denn je.

Mit dem ersten PCI-Alpencup legen wir ein komplett neues Format im Rahmen unserer Nachwuchsförderung auf.

Sehen Sie den PCI-Alpencup nicht als Konkurrenz zu den Wettbewerben der Fliesen-Nationalmannschaft und werden Sie dies weiterhin unterstützen?

Das ist durchaus keine Konkurrenz-Veranstaltung. Der PCI-Alpencup findet ja in enger Kooperation mit dem Fachverband Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes statt und der Europäischen Union der Fliesenfachverbände (EUF) statt, und ist somit eher als Ergänzung anstatt als Konkurrenzveranstaltung zu sehen. Selbstverständlich fördern wir die Fliesen-Nationalmannschaft in gewohnter Weise auch weiterhin.

Der PCI-Alpencup ist eher als Ergänzung anstatt als Konkurrenzveranstaltung zur Nationalmannschaft zu sehen.

Für den Vorsitzenden des Fachverbandes Fliesen und Naturstein und Präsidenten der Europäischen Union der Fliesenfachverbände, Karl-Hans Körner, ist der PCI-Alpencup das Ergebnis der langjährigen Partnerschaft, er freut sich — wenn ich ihn hier zitieren darf, „dass wir gemeinsam auch mit den europäischen Partnerverbänden noch mehr machen und unseren jungen Berufskollegen mit dem PCI-Alpencup fördern und fordern.“

Wie läuft der PCI-Alpencup ab?

Der PCI-Alpencup ist sozusagen die Europa-Meisterschaft der Fliesenleger im deutschsprachigen Raum. Zehn junge Fliesenleger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, aus Südtirol und Luxemburg treten in Zweier-Teams gemeinsam gegeneinander an. Wir haben auf dem PCI-Werksgelände in Augsburg speziell für den PCI-Alpencup eine eigene Trainings- und Wettkampfarena konzipiert. An den zwei Wettbewerbstagen führen die Teams gemeinsam die gestellte Aufgabe aus. Diese orientiert sich inhaltlich an den Anforderungen der internationalen Leistungswettbewerbe, jedes Team hat insgesamt zwölf Stunden Zeit.

Zusätzlich wollen wir den jungen Fliesenlegern auch Know-how und Praxiswissen mit auf den Weg geben. Daher veranstalten wir an beiden Tagen jeweils im Anschluss einen Live-Workshop. Die Siegerehrung und Preisverleihung am Freitagabend schließen das Event dann ab. Wir finden, das ist ein tolles Programm.

Welche Aufgaben werden den Teilnehmern gestellt, ist das vom Niveau her vergleichbar mit den internationalen Berufsmeisterschaften?

Die Jury des PCI-Alpencup, in der ein Experte pro teilnehmenden Land vertreten ist, hat gemeinsam die Wettbewerbsaufgabe definiert. Diese orientiert sich inhaltlich an den Anforderungen der internationalen Berufsmeisterschaften, jedes Team hat insgesamt zwölf Stunden Zeit.

Zusätzlich legen wir jedoch – und auch dies in Absprache mit dem Fachverband – den Fokus auf sehr praxisrelevante und vor allem aktuelle Themen. Bei den Aufgabenstellungen werden daher auch die aktuellen Trends und Herausforderungen am Markt berücksichtigt, z.B. das Verlegen von Großformaten, spezielle Schnitttechniken oder die Verarbeitung eines Neuprodukts.

Wie eine Studie des IW zeigt, besteht in fast allen Handwerksberufen Mangel an Nachwuchskräften.

Weshalb macht die PCI das, was ist Ihre Motivation?

Die PCI ist in Augsburg mit rund 500 Beschäftigten an diesem Standort einer der größten Arbeitgeber der Region und engagiert sich seit vielen Jahren für die Nachwuchsförderung, insbesondere im Handwerk. Der PCI-Alpencup motiviert junge Menschen im Handwerk, weckt Begeisterung und bestärkt sie in der Ausbildungswahl. Denn, wie eine Studie des IW zeigt, besteht in fast allen Handwerksberufen Mangel an Nachwuchskräften. Umso wichtiger ist unser Engagement. Und das umso mehr, da junge Menschen durch die Corona-Pandemie stark verunsichert sind und sich die Mehrheit nichts mehr wünscht als einen sicheren Arbeitsplatz.

In Wettbewerben zu erleben, wie sehr junge Menschen im Handwerk aufgehen und zu welchen Leistungen sie fähig sind, bestärkt unser Engagement für sie. Deshalb führen wir unsere intensive Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Fliesen und Naturstein (FFN) dahingehend weiter und setzen mit dem PCI-Alpencup, der jährlich stattfinden wird, noch eins drauf. Gemeinsam haben wir bisher die deutsche Fliesen-Nationalmannschaft bei nationalen und internationalen Wettbewerben unterstützt und beiden Teilnehmern ein einwöchiges PCI-Trainingscamp zur Vorbereitung auf die internationalen Berufsmeisterschaften ermöglicht, so auch im letzten Jahr.

Der PCI-Alpencup wird selbstverständlich keine einmalige Veranstaltung sein.

Wie geht es nach dem PCI-Alpencup weiter, planen Sie hier weitere Aktivitäten?

Der PCI-Alpencup wird selbstverständlich keine einmalige Veranstaltung sein. Wir planen diesen Wettkampf als regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung, jeweils ein teilnehmendes Land wird dabei federführend sein. Der Austragungsort wird dabei stets der Unternehmensstandort Augsburg sein.

Das Siegerteam erhält den PCI-Alpencup-Pokal mit eingravierten Namen, der jedes Jahr an das jeweilige Siegerteam für ein Jahr verliehen wird. Der PCI-Alpencup-Pokal ist sozusagen ein Wanderpokal.

Und wir freuen uns darauf, diese Veranstaltung auch in Zukunft fortzuführen. Denn genau wie im Fußball gilt auch hier: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!

Sehen Sie dazu auch unser Video-Interview:

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