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Cersaie – nicht nur ein Keramik-Solo

Mit unseren  vorigen Berichten von der Cersaie 2017 hatten wir uns auf Neues aus der Welt der Keramik-  und Feinsteinzeugwelt konzentriert. Da sich die Messe aber seit einigen Jahren nicht mehr als reine Industriemesse versteht, sondern auch Planer und Architekten ansprechen will, ist man von dem Konzept einer Monomaterialmesse etwas abgerückt. Dies brachte unter anderem eine Öffnung für Hersteller anderer Hartbeläge. Begleitend wird ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Konferenzen, Workshops und Ausstellungen angeboten, das sich speziell an Architekten wendet.

Die Aussteller „keramikferner Beläge“ waren in Halle 22 besonders stark konzentriert. Hier waren Glas- und Natursteinmosaik ebenso vertreten wie Parkett, Naturstein & Co. 1200grad hat sich dort für Sie umgeschaut, nachfolgend einige Beispiele:

Der italienische Natursteinhersteller Pibarmi wagt in den Hallen der Feinsteinzeughersteller mit dem Motto STOP FAKE CHOOSE NATURAL eine Provokation in den Hallen der Keramik und bestückte den Stand mit Massivarbeiten. Das ist wohl in diesem Zusammenhang als Statement zu verstehen für das, was zur Zeit (noch?) allein dem Naturstein vorbehalten ist. Die Keramikindustrie hat sich in den vergangenen Jahren anhand von technologischen Fortschritten eine Steindomäne nach der anderen erobert. Längst sind XXL-Formate, Küchenarbeitsplatten und Platten für den Außenbereich aus keramischen Materialien möglich.

Foto: Alexandra Becker_Cersaie 2017.Bisazza

Bisazza zeigte überwiegend Naturstein Mosaike. Auffällig waren die relativ großen Formate, bei denen wohl die italienische Mosaiktradition antiker Kirchen Pate stand. Modern anmutendes grafisches Design schlägt gleichzeitig eine Brücke zu den dreidimensionalen Mosaiken des Markusdoms in Venedig.

Gut besucht waren auch die Stände der Parkett –Hersteller, wie zum Beispiel Garbelotto pavimenti in legno.

Abschlieβend noch einige weiterführende Informationen zum Rahmenprogramm:

Veranstaltungen in der Architektengallerie unter dem Motto „Bauen, Wohnen, Denken“ sprachen Architekten und Designer aus der ganzen Welt an. Im Zeitraum seit 2009 fanden hier bereits über 100 Konferenzen statt. Unter den ca. 300 Referenten in diesem Zeitraum nennt die Messeorganisation unter anderem David Childs von Studio SOM und die Gewinner des prestigeträchtigen Pritzker Preises Renzo Piano, Kazuyo Sejima, Eduardo Souto de Moura, Rafael Moneo, Toyo Ito, Glenn Murcutt und  Norman Foster. Im Konferenzreigen der Cersaie 2017 erschienen die spanische Architektin Elisa Valero Ramos, Architekt  Sebastian Irarrázaval aus Chile und der in Burkina Faso geborene Architekt Francis Kéré, der in Deutschland studiert hat. Im Pressecafé (Café della Stampa) diskutierte die Fachpresse mit namhaften Vertretern aus dem Kreise der Architekten und Designer über Themen aus der Welt der Keramik und der Badausstattung.

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