Brennöfen für Keramikindustrie mit 20% weniger Energieverbrauch

Anfang November fiel in Brüssel der Startschuss für das Projekt DREAM. DREAM steht für Design for Resource and Energy efficiency in cerAMicKilns. Das Projekt soll zu einem 20 % reduzierten Energieverbrauch für industrielle Brennöfen, z.B. zur Herstellung von keramischen Fliesen, führen und damit auch eine gleichwertige Minderung der Betreibungskosten der Öfen bringen. Außerdem wird ein Rückgang der Emissionen von gut 30% wӓhrend der Produktion im Vergleich zu den derzeit eingesetzten Technologien angestrebt. horizon

Die Europäische Union finanziert das Projekt mit 5 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Zehn marktführende europӓische Unternehmen, Spezialisten auf dem Gebiet der Technologie für die keramische Industrie, sind daran unter der Federführung von CRIT beteiligt. Das Konzept von „Innovation durch Zusammenarbeit“ wird u.a. getragen vom italienischen Maschinenbauunternehmen Sacmi, das mit 4000 Mitarbeitern in der ganzen Welt, davon 1100 alleine im italienischen Firmensitz in Imola, global aufgestellt ist und Produktionsanlagen für die Keramikindustrie in die ganze Welt liefert.

Mit dabei ist nach einer  Meldung von SACMI auch das deutsche Unternehmen Rath, Spezialist für Feuerfest-Technologie für die Industrie, die englische Firma Econotherm, spezialisiert auf die Produktion von Wӓrmewechslern, auβerdem die Keramikhersteller Keraben Grupo aus Spanien und Mirage/Atlas Concorde aus Italien. Die Universitäten von Modena und Reggio Emilia in Italien und die Brunel University in Groβbritannien sowie die deutsche Forschungsgemeinschaft Feuerfest arbeiten ebenso am Projekt mit bei wie das spanische Forschungsinstitut ITC und die italienischen Konsortien Synesis und CRIT.

Das Projekt DREAM lӓuft über fünf Phasen:

  • Entwicklung von mit Biokraftstoff betriebener Kraft-Wärme-Kopplung (KWK);
  • Umsetzung eines Simulations- und Steuerungsmodels für die Parameter der Produktion;
  • Entwicklung spezieller Tauscher für die Rückgewinnung und Steuerung der Wӓrme;
  • Anwendung neuer feuerfester Materialien und Beschichtungen zur Verbesserung der Wӓrmedӓmmung im Ofen;
  • Entwicklung von Überwachungssystemen und die eventuelle Verwendung von Filtern, um Emissionen zu reduzieren.

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