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BHB: Überzogene Lockdown-Szenarien für die Branche gefährlich

Verband warnt vor überzogenen Beschränkungen und Auflagen

Angesichts derzeit stark steigender Inzidenzzahlen werden verschärfte Auflagen und Beschränkungsszenarien seitens Politik und Behörden wieder wahrscheinlicher. Die Unternehmen der DIY-Branche haben sich seit Beginn der Pandemie bestens für den erhöhten Sicherheitsaufwand gerüstet und dafür von allen Kontrollinstanzen wie auch von den Verbrauchern selbst sehr gute Noten bekommen. „Wir leisten selbstverständlich unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. Allerdings warnt er davor, die Lage für die Branchenhändler unnötig zu verschärfen. Überzogene Lockdown-Szenarien seien für die Branche mit ihren über 480.000 Arbeitsplätzen ebenso unnötig gefährlich wie Nebenschauplätze wie Lieferketten- oder Kassengesetze.

Schon zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr haben die Bau- und Gartenfachmärkte, weit schneller und umfangreicher als zahlreiche andere Branchen, mit Hygiene- und schützenden Abstands- und Zutrittskonzepten agiert. Diese und die besondere Raumkubatur der Märkte mit hohen und weitläufigen Verkaufsflächen helfen, die Ausbreitung des Virus wirksam zu vermeiden.

Dies und die Tatsache, dass trotz starker logistischer Einschränkungen nahezu alle Sortimente ständig verfügbar waren, haben die Verbraucher dankbar angenommen. Eine Studie der ServiceBarometer-AG belegt einen spürbaren Anstieg des Kundeninteresses in allen Altersgruppen. Über 81% der Deutschen haben demnach in den Bau- und Gartenfachmärkten ihren Bedarf decken können – Projekte im Garten sowie umfangreiche Renovierungen und Umgestaltungen zeigen deutlich, dass die Branche ihrer Systemrelevanz mehr als gerecht wird.

Gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) tritt der BHB deshalb Forderungen entgegen, bei steigenden Fallzahlen die Aktivitäten des Einzelhandels erneut einzuschränken, da aufgrund der wirksamen Sicherungskonzepte beim Einkaufen keine Hotspots entstünden. Der BHB unterstützt den HDE auch in seinem Vorschlag für ein Belastungsmoratorium für den Handel. „Unsere Unternehmen haben derzeit alle Hände voll zu tun, unter erschwerten Bedingungen den Warenfluss und die Organisation der Standorte sicherzustellen, damit wir den Versorgungsauftrag erfüllen können“, so Dr. Peter Wüst.

In dieser herausfordernden Situation sei man darauf angewiesen, dass die Politik unnötige, zusätzliche Belastungen vermeidet. Beispielsweise die kurzfristige Umsetzung eines Lieferkettengesetzes oder auch die Ablehnung der von den Bundesländern erweiterten Frist bei den Fiskalkassen lenke derzeit von weit wesentlicheren Aufgabenstellungen ab.

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